Jeder zweite Deutsche ist mit seinem Leben zufrieden

Ipsos

Wann betrachten Menschen ihr Leben als gut, welche Faktoren bestimmen Wohlbefinden? Ipsos befragte weltweit 17.000 Personen. Immerhin jeder zweite Deutsche ist mit seinem Leben, so wie es ist, zufrieden – damit liegt Deutschland deutlich über dem Durchschnitt.

Im weltweiten Durchschnitt geben 36 Prozent Frauen und 41 Prozent Männer an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein. (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)
Im weltweiten Durchschnitt geben 36 Prozent Frauen und 41 Prozent Männer an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein. (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

Am größten ist die Zufriedenheit in Schweden (61 Prozent), gefolgt von Indien (55 Prozent), Frankreich (54 Prozent) und Kanada (51 Prozent. Schlusslichter sind Russland (20 Prozent), Ungarn (21 Prozent) und Süd-Korea (23 Prozent).

Im weltweiten Durchschnitt geben nur 36 Prozent Frauen gegenüber 41 Prozent Männern an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein. In Deutschland ist das Verhältnis umgekehrt, 55 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer bezeichnen sich als so zufrieden, dass sie keinen Bedarf für Verbesserungen sehen.

Gesundheit, Familie und Schlaf

Die Meinungen darüber, welche Faktoren für die Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens wichtig sind, gehen stark auseinander. In Deutschland steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund, 34 Prozent finden diesen Punkt "sehr wichtig". Gleich dahinter folgen "starke familiäre Beziehungen" (30 Prozent), "mehr Schlaf" und "mehr Sport machen" (27 Prozent).

Im weltweiten Durchschnitt dagegen hält man eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im eigenen Land (52 Prozent) für den wichtigsten Einflussfaktor auf das persönliche Wohlbefinden. Vor allem in den Ländern Lateinamerikas (64 Prozent) und im Mittleren Osten und Afrika (64 Prozent) ist man dieser Auffassung. Interessanterweise sind in diesen Regionen außerdem nicht nur Gesundheit, sondern auch stabile familiäre Bindungen für das Wohlbefinden deutlich wichtiger als etwa in Europa, Nordamerika oder den asiatischen Ländern.

Die große Mehrheit der Bevölkerung (77 Prozent) versteht Wohlbefinden eher ganzheitlich. Die deutschen Befragten liegen hier mit 78 Prozent fast exakt auf dem Durchschnittswert aller Länder, wobei vor allem Frauen (82 Prozent) und Befragte mit höherer Schulbildung (84 Prozent) diese Auffassung vertreten. 

In China ist fast jeder (94 Prozent) überzeugt, dass nicht nur Gesundheit Wohlbefinden erzeugt, jeder zweite ist sogar "sehr überzeugt" davon. Indien (82 Prozent) und Japan (83 Prozent) erzielen ähnlich hohe Werte.  Dagegen gibt es vor allem in Großbritannien (61 Prozent) und Schweden (62 Prozent) eine deutlich geringere Zustimmung zu dieser ganzheitlichen Einstellung.

Zur Studie:
Die Ergebnisse stammen aus einer Ipsos Global@dvisor Studie, die zwischen dem 22. März und 08. April 2016 durchgeführt wurde. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von 17.538 Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren in den USA und Kanada und zwischen 16 und 64 Jahren in allen anderen Ländern befragt. Insgesamt wurde die Studie in 24 Ländern durchgeführt: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Peru, Polen, Russland, Schweden, Südafrika, Südkorea, Spanien, Türkei, Ungarn, USA. Pro Land wurden ca. 1000 Personen über das Ipsos Online Panel befragt, mit der Ausnahme von Argentinien, Belgien, Indien, Mexiko, Peru, Polen, Russland, Schweden, Südafrika, Südkorea, Türkei und Ungarn.

dr

Veröffentlicht am: 02.05.2016

 

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