Jeder zweite Deutsche empfindet Streaming-Dienste als zu teuer

OmniQuest

Im deutschen Streaming-Markt buhlen immer mehr Anbieter mit unterschiedlichen Musik-, Film- und Serienangeboten um die Gunst der Verbraucher. Doch wie kommen die verschiedenen Dienste bei den Konsumenten an?

Mann auf Sofa (Bild: Andrey Popov - fotolia.com)
Kostenpflichtige Streaming-Dienste sind vielen Verbrauchern zu teuer. (Bild: Andrey Popov - fotolia.com)

Mehr als die Hälfte der in einer Studie von OmniQuest Befragten (57 Prozent) gab an, Streaming-Dienste zu kennen. Jeder Dritte (34 Prozent) nutzt sie bereits. Damit ist das Potenzial des Marktes allerdings noch längst nicht ausgeschöpft: Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung besteht bei 53 Prozent der Umfrageteilnehmer ein grundsätzliches Interesse an Streaming-Angeboten. Die Interessen gehen dabei jedoch teilweise auseinander: Während sich jeweils etwa zwei Drittel der Befragten vorstellen könnten, Filme (71 Prozent), Videos (67 Prozent) oder Musik (66 Prozent) zu streamen, kommt dies bei Live-Sport-Events nur für jeden Dritten (35 Prozent) in Frage.

Fast zwei Drittel der Befragten würden für Streaming kein Geld ausgeben

Auf dem Weg zu einer weiteren Vergrößerung ihrer Kundschaft stehen Streaming-Dienste laut der OmniQuest-Studie allerdings vor einem Problem: Eine Mehrheit der Bundesbürger (62 Prozent) ist trotz des oftmals grundsätzlich vorhandenen Interesses nicht bereit, für derartige Angebote Geld zu bezahlen. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) empfindet die bereits vorhandenen Angebote der kostenpflichtigen Anbieter als zu teuer. Lediglich 16 Prozent der Umfrageteilnehmer wären bereit, zumindest 7 Euro pro Monat zu bezahlen. Trotz dieses Ergebnisses hat sich zumindest ein kostenpflichtiger Anbieter einen größeren Marktanteil erarbeitet: 42 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, Zugriff zu Amazon Prime Instant Video zu haben. Neben dem Streaming-Dienst des Onlinehändlers dominieren allerdings kostenlose Angebote: Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (64 Prozent) nutzen YouTube, die Mediatheken der Fernsehsender erreichen 38 Prozent der Verbraucher. Dennoch ist es den kostenpflichtigen Anbietern zumindest gelungen, eine gewisse Bekanntheit zu erlangen: Maxdome (63 Prozent), Netflix (61 Prozent), Sky Go (56 Prozent) und Amazon Prime Instant Video (52 Prozent) sind mehr als der Hälfte der Konsumenten ein Begriff.

Zur Studie:
Für diese Studie befragte OmniQuest zwischen dem 20. und dem 22. September 2016 1.008 Bundesbürger im eigenen Onlinepanel.

tt

Veröffentlicht am: 29.09.2016

 

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