Januar 2019: Positive Entwicklung des Konsumklimas in Deutschland

GfK-Studie

Die Stimmung der Verbraucher zeigt zu Jahresbeginn eine positive Entwicklung. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung konnten ihr hohes Niveau noch einmal übertreffen. Für Februar 2019 werden die generellen konjunkturellen Aussichten allerdings weniger optimistisch eingeschätzt.

Für das gesamte Jahr 2019 prognostiziert die GfK einen Zuwachs der privaten Konsumausgaben (Bild: rawpixel.com - Pixabay)
Für das gesamte Jahr 2019 prognostiziert die GfK einen Zuwachs der privaten Konsumausgaben (Bild: rawpixel.com - Pixabay)

Im Januar 2019 sind sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt aktuell die GfK-Konsumklimastudie. Dadurch, dass auch die Sparneigung im Januar gesunken ist, konnte das Konsumklima um 0,3 Punkte zulegen.

Einkommenserwartung steigt

Mit einem spürbaren Anstieg starteten die Einkommensaussichten in das neue Jahr 2019. Nach einem Plus von 6,1 Zählern kletterte der Indikator auf 59,9 Punkte. Ein besserer Wert wurde mit 61,4 Punkten zuletzt im August 2017 gemessen.

Anschaffungsneigung legt auch zu

Im Sog zunehmender Einkommenserwartungen legte auch die Anschaffungsneigung zu. Der Indikator stieg um 4,5 Zähler auf 57,6 Punkte. Damit werden die Verluste aus dem Vormonat vollständig kompensiert, denn im Dezember 2018 betrug das Minus 4,4 Punkte. Nach wie vor ist die Konsumlaune in Deutschland exzellent, meint die GfK.

Generelle konjunkturelle Aussichten weniger gut

Im Vergleich zu Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung werden die generellen konjunkturellen Aussichten für den Februar aber zum vierten Mal in Folge weniger optimistisch eingeschätzt. Die Talfahrt der Konjunkturerwartung hält damit an. Im Januar sank der Indikator nach einem Minus von 3,4 Zählern auf 10,7 Punkte. Dies ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt vor knapp zwei Jahren, im Februar 2017, gemessen. Damals standen 9,7 Punkte zu Buche.

Bislang lassen sich die Verbraucher aber nicht durch die Konjunktureintrübung in ihrer Konsumneigung beeinträchtigen, ganz im Gegenteil: Rolf Bürkl von der GfK erläutert: "Für das gesamte Jahr 2019 prognostiziert GfK einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben in Deutschland in Höhe von 1,5 Prozent. Vor allem die erwartete positive Arbeitsmarktentwicklung in Verbindung mit positiven Einkommensaussichten werden die entscheidenden Stützen der Konsumkonjunktur sein. Dies setzt allerdings voraus, dass die Verunsicherung der deutschen Verbraucher im Hinblick auf die Konjunktur nicht wesentlich zunimmt. Sollte es zum Beispiel zu einer Eskalation im Handelsstreit kommen, die die Exportaussichten noch stärker beeinträchtigt, wäre das für die Exportnation Deutschland ein schlechtes Signal. Sollte dadurch die Angst vor Jobverlust bei den Arbeitnehmern wieder zunehmen, würde das unmittelbar das Konsumklima belasten und die Prognose gefährden."

Zur Studie: Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 4. bis 18. Januar 2019. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt.

Veröffentlicht am: 01.02.2019

 

Kommentare (1)

  1. H. Mayer Gomez am 27.03.2019
    Hohes niveau?????????? Das niveau is ca. so wie auf dem bild von hit... vor dem triumphbogen in paris. Friedhof total!!!

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