Jahresbilanz: Nielsen sieht sich auf dem richtigen Weg

Aktuelle Zahlen

von: Jörg Stroisch

Mit den Zahlen für das Jahr 2019 möchte das Marktforschungsunternehmen Nielsen Optimismus versprühen. Denn: Die Restrukturierung und somit auch die Aufteilung des Unternehmens scheinen voranzuschreiten - bilanziert ging der Umsatz allerdings zurück.

"Übererfüllt" - das ist wohl die Message, die Nielsen mit seiner Investorenpräsentation verbreiten will. Demnach war nämlich für das Jahr 2019 ein Umsatzwachstum auf Basis konstanter Währungen von 1,5 Prozent angestrebt. Und herausgekommen sind 1,7 Prozent. Unbereinigt hingegen ging er leicht um 0,3 Prozent zurück auf 6,498 Milliarden US-Dollar (Vorjahr 2018: 6,515Milliarden US-Dollar); schon im Vorjahr konnte Nielsen insgesamt nicht wachsen.

Auch in der Pressemitteilung möchte sich das Unternehmen positiv darstellen und erwartet eine Steigerung für 2020 von 6,640 Milliarden US-Dollar, bei Währungsrisiken, die es mit 1,5 bis 3,0 Prozent einschätzt - in gleicher Höhe hofft Nielsen auf eine Umsatzsteigerung im Generellen, also bei der Annahme konstanter Währungen.

Durchwachsene Bilanz bei den verschiedenen Segmenten

Nach der Mitteilung der geplanten Aufspaltung des Unternehmens - marktforschung.de berichtete - werden die Umsätze nun auch in den Bereichen Nielsen Global Media und Nielsen Global Connect angezeigt. Später dann sollen beide Unternehmensteile separat an die Börse gebracht werden, darauf drängt einbeteiligter Hedgefonds.

Nielsen Global Connect bündelt dabei Marktforschung, Nielsen Global Media die Medienforschung, Nielsen Global Media kam so auf einen Gesamtumsatz von 3,441 Milliarden US-Dollar (Vorjahr 2018: 3,377 Milliarden US-Dollar) und steigerte sich so um 1,9 Prozent, auf Basis konstanter Währungen um 2,6 Prozent. Für 2020 hofft das Unternehmen auf Basis konstanter Währungen auf eine Steigerung von 1,0 bis 2,0 Prozent.

Ein anderes Bild zeichnet sich beim Bereich Nielsen Global Connect. Hier verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 3,057 Milliarden US-Dollar und konnte auch hier nur einen Rückgang um 2,6 Prozent verzeichnen (Vorjahr 2018: 3,138 Milliarden US-Dollar), auf Basis konstanter Währungen ist es immerhin noch ein Plus von 0,7 Prozent. Für 2020 hofft das Unternehmen hier auf Basis konstanter Währungen auf eine Steigerung von 2,5 bis 4,5 Prozent.

Aktienkurs ist in der Tendenz deutlich niedriger

Die Aktionäre zeigten sich nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich pessimistisch. Regelrecht auf Talfahrt ging da der Aktienkurs des an der New Yorker Börse notierten Unternehmens um minus 8,43 Prozent auf nun 18,58 US-Dollar (- 1,71 US-Dollar). Und auch der Blick aufs Jahr zeigt: Das Unternehmen musste Federn lassen, verlor 29,1 Prozent an Aktienwert, auf drei Jahre betrachtet sogar um 58,1 Prozent an Wert.

Veröffentlicht am: 28.02.2020

 

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