IT-Fachkräftemangel gestiegen

Bitkom-Studie

Die Zahl der offenen IT-Stellen ist 2018 um 49 Prozent gestiegen. Im Schnitt bleiben diese Stellen fünf Monate vakant. Sechs von zehn Unternehmen erwarten künftig weitere Verschärfungen, so Bitkom.

Sechs von zehn Geschäftsführer und Personalverantwortlichen erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. (Bild: Free-Photos - Pixabay)
Sechs von zehn Geschäftsführer und Personalverantwortlichen erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. (Bild: Free-Photos - Pixabay)

 

Bitkom kommt zu dem Entschluss, dass der Mangel an IT-Fachkräften einen neuen Höchststand erreicht. Acht von zehn befragte Geschäftsführer und Personalverantwortliche (das sind 82 Prozent) bestätigen aktuell einen Mangel an IT-Spezialisten. Vor einem Jahr waren es noch zwei von drei (67 Prozent). In den Unternehmen geht man davon aus, dass die Zahl unbesetzter Stellen weiter steigen wird. Sechs von zehn (59 Prozent) erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird.

Personalsuche gestaltet sich als langwierig

Im Durchschnitt dauert es fünf Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen. Jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) berichtet, dass IT-Jobs langsamer besetzt werden können als andere Positionen.

Unternehmen beklagen zu hohe Gehaltsvorstellungen der Bewerber

Die Besetzung von IT-Stellen scheitert vor allem am Geld, aber auch an fehlender Qualifikation und Kompetenz. So lässt die starke Nachfrage nach IT-Spezialisten auch die Gehaltsvorstellungen der Bewerber steigen. Drei von vier Unternehmen (76 Prozent) erklären, die Bewerber forderten zu viel Gehalt. Vier von zehn (38 Prozent) bemängeln fehlende fachliche Qualifikation, ein gutes Drittel (35 Prozent) vermisst Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen. Erst danach rangieren mangelhafte Testergebnisse im Auswahlverfahren (24 Prozent).

Software-Entwickler sind begehrt

Die besten Aussichten auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Software-Entwickler. Drei von zehn Unternehmen aller Branchen (29 Prozent) mit mindestens einer offenen IT-Stelle suchen Programmierer. Dahinter folgen Projektmanager (17 Prozent), Anwendungsbetreuer (13 Prozent), Qualitätsmanager (neun Prozent) und Sicherheitsexperten (acht Prozent). Einen aufsteigenden Trend gibt es bei den vergleichsweise neuen Profilen Data Scientist (sieben Prozent) und Virtual Reality Designer (sechs Prozent), so Bitkom.

Zur Studie: Bitkom hat im September 2018 850 Geschäftsführer und Personalverantwortliche aus Unternehmen (ab 3 Mitarbeitern bzw. mit 250.000 Euro Jahresumsatz) verschiedener Branchen telefonisch befragt.

Kommentare (1)

  1. Georgios Kosmidis am 06.03.2020
    Man wird nicht als Fachkraft geboren. Die Zeitspanne vom ersten Tag im Kindergarten bis zum letzten Tag an der Hochschule ist ein sehr harter Lebensabschnitt. Leistung und Durchhaltevermögen sind nicht selbstverständlich. Und arbeitslose hochqualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger können nicht immer nur geben, ohne auch einmal etwas nehmen zu können.

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