Ipsos-Umsatz sinkt um 1,4 Prozent auf 428 Millionen Euro

Quartalszahlen

Für das dritte Quartal 2018 verzeichnet Ipsos ein Umsatzminus von 1,4 Prozent. Für das schleppende Wachstum macht das Unternehmen sowohl die Reorganisation im Zuge des Projekts "Total Understanding" als auch die Folgen der Übernahme von vier GfK-Geschäftsbereiche verantwortlich.

Bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 war bei Ipsos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 4,3 Prozent (1,2 Milliarden Euro) verzeichnet worden. Und auch im dritten Quartal ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 428 Millionen Euro gesunken.

Das Unternehmen erklärt sich den Umsatz-Rückgang zum einen mit der Übernahme von vier GfK-Geschäftsbereichen und zum anderen mit dem Projekt "Total Understanding", das am 1. Juli 2018 in Kraft getreten ist. Dadurch sollen die Ipsos-Unternehmen in den jeweiligen Ländern autonomer werden. Konkret heißt das, dass die Gewinn- und Verlust-Rechnung für jedes Land separat und nicht mehr zentral ausgeführt wird.

Ipsos-Umsatz in den USA geht ebenfalls zurück

Der Umsatz in Amerika ging in den ersten neun Monaten ebenfalls zurück, um einen Prozent. Im dritten Quartal entspricht der Rückgang in Amerika sogar 2,9 Prozent. Ipsos führt diesen Rückgang darauf zurück, dass Hersteller von schnelldrehenden Produkten in den USA ihre Ausgaben für Marktforschung reduziert haben.

Raum Asien-Pazifik und EMEA verzeichnen Wachstum

Im Gegenzug verzeichnet Ipsos im Raum Asien-Pazifik im Neunmonatszeitraum ein Wachstum von 6,5 Prozent. Im dritten Quartal sind es sogar 8,9 Prozent. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) konnte Ipsos seinen Umsatz um 0,5 Prozent leicht steigern.

Kommentare (3)

  1. Thorsten Wilhelm am 30.10.2018
    Verstanden :).
  2. Gessica Mirra, marktforschung.de am 30.10.2018
    Lieber Thorsten Wilhelm,

    die Quartalszahlen von Ipsos beziehen sich auf einen Zeitraum bis September 2018. Die Übernahme der GfK-Geschäftsbereiche wird also erst im nächsten Quartal berücksichtigt. Gemeint ist, dass der zusätzliche Aufwand für die Eingliederung der GfK-Geschäftsbereiche Arbeitskapazitäten von anderen Bereichen abzog.

    Ihre Redaktion von marktforschung.de
  3. Thorsten Wilhelm am 30.10.2018
    "Das Unternehmen erklärt sich den Umsatz-Rückgang zum einen mit der Übernahme von vier GfK-Geschäftsbereichen ..." - machten die nicht 200 Mio. EUR Umsatz bei der GFK? Dann müsste doch der IPSO Umsatz steigen, oder stehe ich da jetzt auf dem Schlauch?

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