Immobilien: Makler sind hoch im Kurs

Studie von INNOFACT

Die Mehrheit der privaten Eigentümer würde für den Verkauf ihrer Immobilie eher einen Makler beauftragen, als sie selbst zu vermarkten. Das ergab eine Studie von INNOFACT im Auftrag von ImmobilienScout24.

Reihenhäuser in bester Lage (Bild: David Mark - Pixabay)
Reihenhäuser in bester Lage (Bild: David Mark - Pixabay)

Knapp 69 Prozent von ihnen würden selbst dann einen Makler engagieren, wenn sie als Verkäufer die Maklergebühren in Zukunft selbst tragen müssten. Für die Suche nach dem richtigen Immobilienvermittler steht die Internetrecherche auf Platz 1. Auch die Immobilienbewertung findet primär online statt. Ein hoher Erlös steht für die Verkäufer in der Priorität vor der schnellen und reibungslosen Verkaufsabwicklung.

57 Prozent der Befragten gaben an, für den Verkauf einen Makler beauftragen zu wollen. 36 Prozent möchten den Immobilienverkauf in Eigenregie versuchen. Das gilt mit 44 Prozent gerade für die junge Altersgruppe von 18 bis 39 Jahre. 69 Prozent derjenigen, die einen Makler engagieren wollen, würden dies auch dann tun, wenn sie Teile oder 100 Prozent der Provision selbst tragen müssten. Mit 31 Prozent würden selbst nach Einführung eines 100-Prozent-Bestellerprinzips nur ein Drittel der Eigentümer, die einen Makler beauftragen möchten, auf diesen verzichten.

"Unsere Umfrage verdeutlicht die hohe Bedeutung des Maklers im Verkaufsprozess. Professionelle Immobilienmakler behalten trotz der aktuellen Neuregulierungsvorhaben zur Provisionsteilung für die Mehrheit der privaten Eigentümer eine wichtige Funktion in der Beratung und der Vermittlung ihres Angebots", kommentiert Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmobilienScout24, die Ergebnisse.

Eigentümer: Entfernung zur Immobilie spielt große Rolle 

Die Ergebnisse fallen noch deutlicher aus, wenn die Eigentümer eine geerbte Immobilie veräußern möchten oder die Immobilie aus anderen Gründen ein Stück entfernt ist. Bei einer Fahrzeit von rund einer Stunde oder länger geben 96 Prozent derjenigen, die eigentlich eher selbst verkaufen würden, an, dass sie bei dem Aufwand der Fahrzeit dann doch einen Makler beauftragen würden. Selbst unter der Annahme eines 100-Prozent-Bestellerprinzips sagen noch 84 Prozent, dass sie in diesem Fall mit einem Makler arbeiten möchten.

Online-Recherche dominiert 

Befragt nach der Herangehensweise der Maklersuche geben fast 51 Prozent an, über die Plattform ImmobilienScout24 den passenden Makler zu suchen. Abgefragt wurden hierbei verschiedene Immobilienportale und Maklersuchdienste, aber kein Anbieter erreichte in der Umfrage ähnlich hohe Zustimmungswerte. Damit ist ImmobilienScout24 bei den Befragten die erste Wahl bei der Maklersuche. 38 Prozent gehen über Internetsuchmaschinen. Das Aufsuchen von Maklerbüros ist für 29 Prozent die bevorzugte Methode der Maklerauswahl. 28 Prozent der Befragten geben an, bereits einen Makler zu kennen. (Mehrfachnennungen waren möglich). Bei der Frage, wie man einen Immobilienverkauf auf eigene Faust umsetzen würde, entscheidet sich die Mehrheit für den Weg, dies online zu tun. Zeitungsinserate sind noch für 42 Prozent ein relevanter Vertriebsweg. Das persönliche Umfeld spielt für 41 Prozent eine Rolle. Soziale Medien sind für 27 Prozent mögliche Vertriebswege, der berühmte "Zettel am Baum" oder Aushang im Supermarkt wird von nur 9 Prozent in Betracht gezogen (Mehrfachnennungen waren möglich).

Eigentümer bewerten ihre Immobilien häufig online

Die befragten Eigentümer haben zu 47 Prozent ihre Immobilie schon einmal bewerten lassen. Auf Platz 1 liegt die Online-Immobilienbewertung mit einer Nutzungsrate von 42 Prozent. Auf Platz 2 liegt die Beauftragung eines zertifizierten Wertermittlers mit 39 Prozent. 30 Prozent haben ihren Makler mit der Bewertung beauftragt. Immerhin 20 Prozent haben den Wert selbst ermittelt (Mehrfachnennungen waren möglich).

Befragt nach der Reihenfolge der wichtigsten Aspekte im Immobilienverkauf antworten Eigentümer:

  • Rang 1: Möglichst hoher Verkaufspreis
  • Rang 2: Möglichst schnelle Abwicklung des Verkaufs
  • Rang 3: Möglichst geringer Aufwand (z.B. wenige Besichtigungstermine, keine behördlichen Anträge)

Zur Studie: Online-Befragung der INNOFACT AG im Auftrag von ImmobilienScout24 unter 500 privaten Immobilieneigentümern in ganz Deutschland, die innerhalb der nächsten drei Jahre einen Immobilienverkauf ins Auge fassen. Umfragezeitraum: Juli 2019.

Veröffentlicht am: 23.09.2019

 

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