Immer mehr Öko-Bewusstsein bei deutschen Verbrauchern

Nielsen-Studie

Die deutschen Verbraucher legen immer mehr Wert darauf, umweltfreundliche Produkte zu kaufen. Laut Nielsen ein Trend, der sich nun schon seit Jahren abzeichnet. Die aktuelle Nielsen-Studie "Shopper Trends" liefert weitere Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern in Deutschland.

Umweltbewusstes Einkaufen setzt sich durch (Bild: markusspiske - Pixabay)
Umweltbewusstes Einkaufen setzt sich durch (Bild: markusspiske - Pixabay)

Einige Zahlen der Studie: 45 Prozent wollen danach Produkte kaufen, die umweltfreundlich sind.  Der Kauf von frischen Lebensmitteln ist für 73 Prozent der Verbraucher wichtig, während 55 Prozent darauf achten, das Produkte aus der Region in ihren Einkaufskorb wandern. Über die Hälfte (52 Prozent) der Konsumenten legt Wert auf natürliche Inhaltsstoffe. "Wenn es um Inhaltsstoffe geht, wird ein Thema immer relevanter, der Zucker-Konsum", sagt Fred Hogen, Director Retailer Services bei Nielsen: "36 Prozent achten beim Einkauf mittlerweile darauf, zu zuckerreduzierten Produkten zu greifen."

Deutsche sind preissensibel

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der in der Studie befragten Konsumenten gaben an, die Preise von Produkten zu kennen und Preisänderungen zu bemerken. Entsprechend sind auch gestiegene Preise für einige Nahrungsmittel 2018 nicht unbemerkt geblieben. 59 Prozent der Verbraucher reagieren darauf, indem sie beim Kauf von alltäglichen Lebensmitteln auf Sonderangebote und reduzierte Produkte achten.

Wachsendes Interesse an Qualität und Premium

Die deutschen Konsumenten bleiben zwar preissensibel, dennoch geht es ihnen nicht mehr ausschließlich darum, so günstig wie möglich einzukaufen. 58 Prozent geben an, dass sie bereit sind, höhere Preise zu bezahlen, wenn sie dafür auch eine bessere Qualität bekommen. "Dem Konsumenten ist es zunehmend wichtiger, für sein Geld das bestmögliche Ergebnis zu bekommen - eben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis", sagt Fred Hogen.

Die Umsätze für Konsumgüter sind 2018 Jahr um 2 Prozent gestiegen. Verantwortlich für das Wachstum ist der höhere Umsatz an Markenprodukten, während der Umsatzanteil an Handelsmarken gesunken ist. Auch beim Kauf von Handelsmarken wollen Konsumenten nicht auf Qualität verzichten. Der Mehrheit (65 Prozent) ist es deshalb wichtig, dass Handelsmarken die gleiche Qualität haben wie Markenprodukte.

Routine schadet Impulskäufen nicht

Die deutschen Konsumenten bleiben auch ihrer gewohnten Routine treu. 76 Prozent planen, was sie kaufen möchten und 72 Prozent erstellen hierfür eine Einkaufsliste. "Dennoch geben 63 Prozent an, dass sie trotz dieser Vorausplanung in der Regel auch mal andere Produkte kaufen", so Hogen.

Immer mehr Smartphone-Shopper

Der Online-Lebensmittelhandel wartet weiterhin auf den Durchbruch. Dennoch ist eine Entwicklung zu beobachten: 20 Prozent der Käufer gaben an innerhalb des letzten Monats vor der Befragung online eingekauft zu haben. Besonders beliebt sind dabei Hygiene- und Kosmetikprodukte. Nahrungsmittel, besonders frische Produkte, werden weiterhin selten online gekauft. Für die Online-Käufe werden immer häufiger mobile Endgeräte genutzt: 39 Prozent gaben an in den letzten vier Wochen vor der Befragung ein mobiles Endgerät zur Bestellung von Lebensmitteln genutzt zu haben.

Zur Studie: Die Shopper Trends-Studie gibt einen Überblick über die Trends im Lebensmitteleinzelhandel, zeigt Entwicklungen des Markenwertes verschiedener Handelsketten und bietet eingehende Analysen des Einkaufsverhaltens über verschiedene Warengruppen, Märkte und Handelsbereiche hinweg. Sie wird jährlich in mehr als 60 Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden zwischen dem 16. Oktober und 19. November 2018 online 1.500 Teilnehmer befragt.

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