Imagestudie 2021: GIM räumt Siegel ab, mindline dicht dahinter

Branchenumfrage: Große Full-Service Institute

Drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung der marktforschung.de-Imagestudie Marktforschungsdienstleister wollten wir es wieder wissen: Wie bekannt sind die einzelnen Institute? Wie hoch ist die Bereitschaft, die Institute weiterzuempfehlen und wie ist es um deren Image bestellt? Wir freuen uns, die Veröffentlichung bekanntzugeben und Ihnen einige Ergebnisse aus der Anbieterlandschaft der großen Full-Service Institute präsentieren zu dürfen.

ive stars rating on the table. 3D illustration (Bild: picture alliance / Zoonar | Cigdem Simsek)

Imagestudie 2021: Wer erhält in diesem Jahr die beste Sterne-Bewertung und sichert sich die meisten Siegel? (Bild: picture alliance / Zoonar | Cigdem Simsek)

Wie bereits in den Jahren 2012, 2015 und 2018 führt marktforschung.de auch in diesem Jahr die Branchenerhebung zu Image und Bekanntheit der großen Full-Service Institute in Deutschland durch. Ziel dabei ist es, besonders positiv wahrgenommene Akteure zu prämieren. Das Image und der Gesamteindruck der Dienstleister im Bereich Onlinepanels, CATI/Face-to-Face-Felddienstleister und Befragungssoftware werden aktuell in einer weiteren Befragungswelle erhoben. Weitere Informationen zur Teilnahme erhalten Sie hier.

Bewährtes Vorgehen

Wie auch in den vergangenen Wellen wurden die ungestützte und gestützte Bekanntheit, die Weiterempfehlungsbereitschaft (Net Promoter Score) seitens der Auftraggeber und die Imagedimensionen Qualität, Methodenkompetenz, Beratungskompetenz, Serviceorientierung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Innovation & Kreativität erhoben. Dafür haben wir Personen befragt, die sich beruflich mit dem Thema Marktforschung beschäftigen, entweder als Auftraggeber von Marktforschungsdienstleistungen, Beschäftigte in Instituten oder bei anderen Dienstleistern in der Marktforschung.

Als Basis aller gebildeten Rankings dienen ausschließlich die Bewertungen der Auftraggeber („betriebliche Marktforscher“), die als Kunden der Anbieter im Markt eine besondere Relevanz haben. Die Angaben der Institutsmarktforscher, die teilweise ihre direkten Wettbewerber bewerten, und die Bewertungen der Dienstleister wurden ebenfalls ausgewertet und dienen der zusätzlichen Orientierung. Aufgrund der Heterogenität der drei Zielgruppen wurde auf ein Gesamtranking mit allen Subgruppen verzichtet.

Teilnehmende erhielten einen personalisierten Umfragelink, dieser konnte nur einmalig verwendet werden. Teilnehmende, die über die Website oder soziale Netzwerke rekrutiert wurden, konnten unter Angabe ihrer E-Mail-Adresse einen personalisierten Link anfordern, sofern sie nicht bereits an der Befragung teilgenommen hatten.

Das sind die Siegel-Gewinner 2021

Die folgenden Unternehmen konnten in der Studie eine oder mehrere Siegel gewinnen:

Siegel-Gewinner „Full-Service Institute“ Imagestudie 2021. (Bild: marktforschung.de)

Um ein Siegel zu erhalten, muss das Unternehmen in insgesamt sechs Image-Dimensionen oder in der Weiterempfehlungsbereitschaft unter den Top-5 bestbewertesten Institute liegen.

Einzig die GIM schafft es in allen Imageausprägungen sowie der Weiterempfehlungsbereitschaft unter die Top-3 und gewinnt somit im Vergleich zu 2018 ein Siegel dazu. mindline folgt knapp mit sechs Siegeln auf Platz 2, dicht gefolgt von Interrogare mit fünf Siegeln. Ganz knapp nicht auf dem Siegerpodest landen K&A BrandResearch, Newcomer in der Imagestudie, das rheingold institut, SKOPOS und Vocatus mit jeweils drei Siegeln auf Platz 4. Diese sieben Institute erreichen in allen Image-Ausprägungen Top2-Box-Werte über 50 Prozent. Platz 5 der Siegel-Gewinne erreichen Happy Thinking People sowie Produkt + Markt mit jeweils herausragenden Top-Werten. Das Düsseldorfer Institut INNOFACT gelangt mit einem Siegel ebenfalls unter die Top-5 der bestbewertesten Institute.

Diese zehn Institute werden von den betrieblichen Marktforschenden, die als Kundinnen und Kunden der Anbieter einen besonderen Stellenwert einnehmen, besonders positiv am Markt wahrgenommen.

Das Image im Überblick


Institute schneiden am besten in der Methodenkompetenz ab. (Bild: marktforschung.de)

Allgemein schneiden die Institute am besten in den Ausprägungen Methodenkompetenz, Qualität sowie Serviceorientierung ab. Der Großteil der Institute hat in diesen Dimensionen Top2-Werte von mindestens 50 Prozent: 41 Prozent der bewerteten Institute haben einen Top-2-Box-Anteil von 70 Prozent oder höher in der Dimension Methodenkompetenz.

Gestützte Bekanntheit

Zunächst wurde eine gestützte Bekanntheit vorgenommen, indem den Teilnehmenden eine Liste von Marktforschungsinstituten vorgelegt wurde („Welche dieser Institute kennen Sie zumindest dem Namen nach?“).

Insgesamt fällt die gestützte Bekanntheit aller Institute bei den betrieblichen Marktforschenden hoch aus. Nur sechs Institute liegen bei Werten unter 50 Prozent. Das gilt ebenso bei den Institutsmarktforschenden. Bei den Dienstleistern sind es sogar nur drei Institute unter 50 Prozent.

Die GfK ist in der gestützten Abfrage mit 98 Prozent das bekannteste Institut. Allerdings ist die ungestützte Bekanntheit bei Ipsos (69 Prozent) und Kantar (68 Prozent) am höchsten. Letztere sind auch die Institute mit der höchsten Top-of-Mind Awareness (21 Prozent und 17 Prozent). Darauf folgen die GfK (12 Prozent) und die GIM (10 Prozent).

Auffällig ist, dass Institute wie Statista (1 Prozent), forsa (8 Prozent) und rheingold institut (9 Prozent) eine eher geringe ungestützte Bekanntheit aufweisen, aber in der gestützten Bekanntheit über 80 Prozent erreichen. Umgekehrt stellt sich dies bei mindline dar, die ungestützt 18 Prozent der Befragten in den Sinn kommen, jedoch insgesamt nur 50 Prozent der Befragten gestützt bekannt sind.

Freuen Sie sich auf die weiteren Studienergebnisse!

In Teil 2 der Imagestudie 2021 über die Full-Service Institute, der am 21.10.2021 auf marktforschung.de erscheinen wird, erfahren Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit liegt, dass die Teilnehmenden ihren Kollegen in der Marketing- und Marktforschungsbranche einzelne Anbieter weiterempfehlen .

Zudem wurde eine Sonderbefragung zum Thema DIY-Forschung durchgeführt. Wie die Teilnehmenden zu diesem Thema stehen, ob sie bereits DIY-Angebote genutzt haben und welche Anbieter ihnen dabei in den Sinn kommen, lesen Sie in Teil 3, der demnächst auf marktforschung.de erscheinen wird.

Methodik

Erhebungsmethode? Online-Umfrage
Befragte Zielgruppe? Institutsmarktforschende, Betriebliche Marktforschende / Auftraggebende, Dienstleister
Stichprobengröße? 332
Feldzeit? 20.05.–28.07.2021
Land? Deutschland

Weitere Informationen und Bestellung der Studie

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