Kantar-Verkauf: Im Zentrum steht das "What" and "Why"

Pressekonferenz mit Eric Salama

Gut zwei Wochen, nachdem WPP den Verkauf von 60 Prozent seiner Kantar-Anteile an Bain Capital bekannt gegeben hat, bezog Kantar-CEO Eric Salama jetzt in einer Telefon-Pressekonferenz Stellung zur Strategie von Kantar vor dem Hintergrund der neuen Eigentümerstruktur.

Eric Salama, CEO Kantar
Eric Salama, CEO

Überraschende Erkenntnisse brachte die Telefonkonferenz zwar nicht, doch wurde bald klar, dass die Zeit des Abwartens und Spekulierens vorbei sein soll. Das zweitgrößte Marktforschungsinstitut der Welt möchte sich, nachdem es über eine lange Zeit hauptsächlich mit Spekulationen über einen Verkauf durch WPP in Verbindung gebracht wurde, jetzt auf die Arbeit mit den Märkten und vor allem den Kunden konzentrieren.

 

Realtime, besser, günstiger

Schneller wolle man werden, Insights realtime liefern, dabei bessere Ergebnisse abgeben und dennoch kostengünstiger für die Kunden sein, so Salama. Im Mittelpunkt stehe der Kunde, dem mit einem "What and why"-Ansatz bestmöglich, schnell und verständlich geholfen werden solle. Man werde Lösungen entwickeln, die mit Künstlicher Intelligenz funktionierten und damit neue Wege gehen.

Außerdem werde man an mehreren Stellen prüfen, ob Self-Service-Plattformen wie Kantar Marketplace oder andere automatisierte Prozesse geeigneter seien, dem Kunden ein noch besseres Angebot als bisher bieten zu können. Einen ganz starken Fokus kündigte Eric Salama für den Bereich Media und Analytics an. Man werde in der Lage sein, alle medialen Kanäle zu erfassen und auszuwerten. Aber auch im Bereich Handel plane man Verbesserungen, so der CEO.

Der neue Mehrheitseigentümer unterstütze die Planung, gemeinsam weiter zu wachsen und im Wesentlichen wie bisher weiter zu arbeiten. Es habe von Bain Capital auch keine Forderungen gegeben, größere Einsparungen - etwa durch Entlassungen - vorzunehmen. 

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