How to: Sicheres Smartphone

Eine Studie von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom

Wussten Sie, dass nur die Hälfte aller Smartphone-Nutzenden in Deutschland ein Virenschutzprogramm nutzen oder regelmäßig Backups ihrer Daten erstellen? Der Digitalverband Bitkom stellt in seiner aktuellen Studie 10 Tipps für Anwendende vor, um ihre Smartphones sicherer zu machen.

Wie bekomme ich ein sicheres Smartphone? (Bild: freestocks - unsplash)
Heutzutage ist das Smartphone ein beliebtes Ziel für Kriminelle, weshalb immer mehr Smartphone-Nutzer versuchen ihre Daten zu schützen. (Bild: freestocks - unsplash)

Da Smartphones ein beliebtes Ziel für Kriminelle sind, ergreifen viele Nutzer grundlegende Schutzmaßnahmen, um ihre Daten zu schützen. Der Digitalverband Bitkom hat eine Umfrage durchführen lassen. Dabei wurden mehr als 1.000 Smartphone-Nutzern in Deutschland ab 16 Jahren zu ihren Sicherheitsprogrammen, -maßnahmen und -verfahren befragt, die sie aktuell auf ihren Smartphones nutzen.

96 Prozent aller Smartphone-Nutzer habe eine Bildschirmsperre eingestellt. Eine Lokalisierungsfunktion zum Aufspüren des Smartphones verwenden nur 61 Prozent. Sebastian Artz, IT-Sicherheitsexperte im Bitkom, sagt dazu:

Auf einen Basis-Schutz sollte kein Smartphone-Nutzer verzichten. Um gegen Software-Sicherheitslücken gewappnet zu sein, reicht zumeist schon das regelmäßige Aktualisieren des Smartphone-Betriebssystems und der installierten Apps.

Um auf Nummer sicher zu gehen, erstellt die Hälfte (55 Prozent) der Smartphone Nutzer regelmäßig Backups ihrer Daten. Darüber hinaus haben 43 Prozent Virenschutzprogramme installiert und 13 Prozent nutzen einen Passwort-Safe zur sicheren und zentralen Verwaltung von Passwörtern auf dem Smartphone.

Code, Fingerabdrucksensor oder doch Face-ID?

Bei der Bildschrimsperre vertrauen noch 64 Prozent auf einen Code bzw PIN. Per Fingerabdrucksensor schützt jeder Zweite (51 Prozent) seinen Bildschirm. Ähnlich viele (50 Prozent) setzen auf ein Muster. 15 Prozent nutzen eine Gesichtserkennung, um den Smartphone-Bildschirm zu entsperren.

Zehn Tipps, um das Smartphone zu schützen

  1. Vorsicht beim Kauf älterer Handys
    Die regelmäßige Aktualisierung von Smartphone-Betriebssystemen wie Android oder iOS soll nach Bitkom dazu dienen, neue Funktionen der Software einzuführen und mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Viele ältere Geräte werden jedoch wegen technischer Einschränkungen nicht mehr mit neuen Updates versorgt. Sicherheitslücken der Vorgängerversionen blieben somit bestehen.

  2. Regelmäßige Updates installieren
    Was für das Betriebssystem gilt, gilt auch für die installierten Apps. Software-Entwickler arbeiten permanent daran, Fehler in den Anwendungen aufzuspüren und Schwachstellen zu beheben. Hierfür werden regelmäßig neue Software-Versionen veröffentlicht. Betriebssystem und Apps sollten daher stets auf die neueste Version aktualisiert werden.

  3. Bildschirmsperre nutzen
    Eine Bildschirmsperre schützt das eigene Smartphone vor einem ungewollten Zugriff durch Dritte. Sperr-Muster gelten dabei nicht als sicher, da die Wischbewegungen auf dem Display erkennbar sein können, so die Ergebnisse von Bitkom. Ein möglichst sechsstelliger Zahlen-PIN ist hingegen schwerer nachzuvollziehen. Die PIN für die SIM-Karte solle ohnehin immer aktiviert sein.

  4. Fremden Geräten nicht automatisch vertrauen
    Möchte man sein Smartphone mit einem fremden Gerät verbinden, sei es für den Austausch von Daten oder nur zum Laden, sollte man beachten, dass das fremde Gerät auch auch zum Angreifer werden kann. Insbesondere bei Funk-Verbindungen sei Vorsicht geboten.

    Täglicher Newsletter der Insightsbranche

    News +++ Jobs +++ Whitepaper +++ Webinare
    Wir beliefern täglich mehr als 9.000 Abonnenten


  5. Verschlüsselungs-Funktionen nutzen
    Die Verschlüsselung des Dateisystems eines Smartphones sichert darauf gespeicherte Daten wie Fotos, Passwörter, Kurznachrichten, Kontakte, Anruflisten oder den Browserverlauf. Im Falle eines Diebstahls seien die Daten für den Dieb wertlos.

  6. Virenscanner und Firewall installieren und aktivieren
    Durch immer neue Angriffsmuster von kriminellen Hackern kann Schadsoftware - so genannte Malware - über App Stores, Webseiten, E-Mails oder per SMS auf das Smartphone gelangen. Virenscanner-Apps können Bedrohungen durch Malware frühzeitig erkennen und blockieren. Eine Firewall-App überwacht die Netzwerkaktivitäten aller aktiven Apps und sorgt dafür, dass nur vertrauenswürdige Apps auf das Internet zugreifen können. Auf diese Weise werden persönliche Daten vor dem Ausspähen geschützt. Virenscanner sind derzeit überwiegend für Android-Geräte verfügbar.

  7. Optionen zum Sperren, Orten oder Löschen des Gerätes aus der Ferne nutzen
    Smartphone-Besitzer können ihr Gerät im Falle eines Verlusts aus der Ferne orten, sperren und sogar bestimmte Daten löschen.

  8. Keine fremden USB-Ladegeräte nutzen
    Vor allem öffentliche USB-Ladestationen seien oftmals nicht vertrauenswürdig. Hackern sei es bereits gelungen, über manipulierte USB-Stecker und -Netzteile Daten aus Mobilgeräten zu ziehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet ein so genanntes "USB-Kondom", eine Platine, die zwar Ladestrom, aber keine Daten passieren lässt.

  9. Backups für Handydaten einrichten
    Durch regelmäßige Sicherungskopien, auch Backups genannt, bleiben persönliche Daten auch dann erhalten, wenn das Gerät defekt ist oder verloren geht. Die gesicherten Daten lassen sich anschließend auf einem neuen Gerät problemlos wiederherstellen. 

  10. Den verknüpften Account (Google / APPLE-ID) mit einem sicheren Passwort schützen
    Wer unberechtigt ein Google- oder Apple-Konto entert, hat Zugriff auf sämtliche Dienste und die dort hinterlegten Nutzerdaten. Ein sicheres Passwort schützt vor ungewollten Zugriffen durch Fremde

Methodik

Erhebungsmethode telefonische Befragung
Befragte Zielgruppe Deutsche ab 16 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? Mikrozensus (Dual-Frame)
Stichprobengröße 1.198
Feldzeit Oktober 2020
Land Deutschland

/jr

 

 

Veröffentlicht am: 08.01.2021

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Weitere Meldungen

Personalie bei Bonsai

Bonsai Research auf Wachstumskurs

Maik Stücken und Ina Komischke, Bonsai (Bild: Bonsai) | marktforschung.de

27.01.2021 - Mit Maik Stücken und Ina Komischke baut Bonsai die Bereiche Customer Experience und Bonsai Lab weiter aus. Bonsai Research investierte zu Beginn des Jahres in die Kernbereiche Customer Experience/Mystery Research sowie Analytics und den 2020 neu geschaffenen Bereich... weiterlesen

 
Bellwether Report

Marktforschungsausgaben in UK schrumpfen weiter

Die Marktforschungs-Spendings in UK sind seit fünf Jahren rückläufig (Bild: Public Domain Pictures)

26.01.2021 - Die für Marktforschung verfügbaren Budgets sind im vierten Quartal 2020 erneut gesunken. Allgemein sind die Marketingbudgets aber weiter stark rückläufig, so der vierteljährliche Bellwether Report der IPA. weiterlesen

 
Vor 10 Jahren gegründet

Die sobr gmbh feiert Jubiläum

Mit Sekt anstoßen (Bild: Kate Hliznitsova - unsplash) | marktforschung.de

26.01.2021 - Am 22.02.2011 schlüpfte die sobr gmbh in Augsburg aus dem Ei – damals noch als Einzelunternehmen mit dem Namen "NÜCHTERN // MARKTFORSCHUNG". 2019 erfolgte die Umfirmierung zur sobr gmbh. weiterlesen

 
Personalie

Neuer Consultant bei INNOFACT AG

25.01.2021 - Dominic Dauphin verstärkt als Consultant das Team der INNOFACT AG in Düsseldorf. weiterlesen

 
Neue Marktanalyse von aposcope

Corona, Masken & Digitalisierung: Eine Studie zur Lage der Vor-Ort-Apotheken

25.01.2021 - Nach einem herausfordernden Jahr 2020 hält die Corona-Pandemie den Apotheken- und Pharmamarkt auch 2021 weiter in Atem. Dabei können gerade direkte Einblicke in die Situation und die Gefühlslage der Teams deutscher Vor-Ort-Apotheken interessant sein. Solche Einblicke... weiterlesen

 
Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter xing linkedin