Hohes Interesse an stationären Shops von Amazon & Co.

best research-Studie

Der traditionelle Handel wird unter den stationären Geschäften der großen Online-Shops zusätzlich leiden. Dies besagt eine aktuelle Studie von best research. Der Grund: Die großen Online-Marken genießen eine hohe Aufmerksamkeit.

Amazon und andere große Online-Shops haben in den ersten deutschen Städten begonnen, eigene stationäre Shops aufzumachen. (Bild: Stanisic Vladimir - fotolia)
Amazon und andere große Online-Shops haben in den ersten deutschen Städten begonnen, eigene stationäre Shops aufzumachen. (Bild: Stanisic Vladimir - fotolia)

Amazon und andere große Online Shops haben in den ersten deutschen Städten begonnen ihr Geschäft durch eigene stationäre Shops auszudehnen, entweder im angestammten Produktfeld oder auch per Line-Extension. Noch ist die Zahl entsprechender Geschäfte sehr gering, die Motivation zusätzliche Standorte zu erschließen ist aber hoch und zeigt sich an der Entwicklung in den USA und anderen Ländern im asiatischen Raum.

Konsumenten begrüßen Online Shops in ihrer Region

Dabei treffen die Online Shops auf eine hohe Aufmerksamkeit der Konsumenten: Fast jeder Dritte würde eine Ansiedlung in seiner Region "richtig gut" finden. Weitere 37 Prozent wären "zumindest neugierig" darauf. Am höchsten fällt das Interesse in der mittleren Altersklasse zwischen 34 und 44 Jahren aus, in der sich eine hohe Konsumneigung und finanzielle Konsumfähigkeit miteinander verbinden, so dass sich umsatzseitig ein nochmals höheres Potenzial ergibt.

Der Schluss liegt nahe, dass die Eröffnung eines stationären Geschäfts mit bekanntem Online-Shop-Label, insbesondere bei guter Marketing- bzw. Eventunterstützung, zu einer hohen Aufmerksamkeit in der Region führen wird.

Gefahr für den traditionellen Handel

Für den bestehenden stationären Handel entwickelt sich damit eine weitere ernst zu nehmende Konkurrenz, indem nicht nur der Online-Handel stetig dazu gewinnt, sondern sich dieser auch in den Offline-Bereich ausdehnen könnte. Offen bleibt die Frage, wie die stationären Shops in der Umsetzung bei den Kunden ankommen, ob sie durch Off-Online Integration, spezielle Preis- und Warenpolitik oder zusätzliche Services wie kassenloses Bezahlen die Kunden auch offline binden können.

Zur Studie: Bei der Umfrage wurden Personen im Alter von 16-59 Jahren befragt, die digitale Themen nicht grundsätzlich ablehnen. Die Hochrechnungsbasis wurde mittels einer telefonischen Befragung bestimmt. Dabei wurden 520 Online-Interviews in einem Online-Panel erhoben. Die Befragung erfolgte im Zeitraum von 21.12.2018 bis zum 02.01.2019

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