Hohe Akzeptanz für Windkraft

Studie von YouGov

Immer mehr Deutsche begrüßen es, dass erneuerbare Energien eine größere Rolle im Energiemix spielen. Aber sind sie auch dafür, dass immer mehr Windräder aufgestellt werden? YouGov hat nachgefragt.

Windräder ja, aber vor der eigenen Haustür? (Bild: photosil - Fotolia)
Windräder ja, aber vor der eigenen Haustür? (Bild: photosil - Fotolia)

Drei Viertel (74 Prozent) der deutschen Befragten geben in der Befragung durch YouGov an, dass sie Windräder als Lieferanten erneuerbarer Energien befürworten, 16 Prozent lehnen sie ab. Die Befürwortung von Windkraftanlagen schlägt sich auch im Verständnis der Befragten für den Bau neuer Windräder nieder: 73 Prozent halten Neubauten für wichtig, 17 Prozent für unwichtig. Einer von fünf (20 Prozent) Deutschen im Alter von 55 Jahren und älter lehnt Windräder ab. Von den jungen Befragten zwischen 18 und 24 Jahren haben 9 Prozent eine ablehnende Haltung zu Windrädern. 

Akzeptanz von Windrädern im Landschaftsbild bei jüngeren Befragten höher

Drei von zehn (30 Prozent) Deutschen befürworten die Optik von Windrädern im Landschaftsbild, 20 Prozent lehnen sie ab. 43 Prozent wiederum stehen dem Aussehen der Windräder neutral gegenüber. Der Blick in die Altersgruppen zeigt, dass sich die jüngeren Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren nicht so sehr an der Optik von Windkraftanlagen stören wie die älteren ab 55 Jahren: Vier von zehn (40 Prozent) Deutschen im Alter von 18 bis 24 Jahren bewerten das Aussehen als gut bis sehr gut (vs. 28 Prozent der Befragten im Alter ab 55 Jahren). Eine ablehnende Haltung zur Optik der Windräder haben dagegen 7 Prozent der jungen Deutschen (vs. 25 Prozent der Personen ab 55 Jahren).

Windräder stören ein Fünftel der in der Nähe von Windrädern Lebenden

Von den Befragten, bei denen im Umkreis von 5 km des eigenen Wohnsitzes Windräder erbaut worden sind (42 Prozent der Gesamtbefragten), geben 20 Prozent an, dass sie sich von den Windrädern gestört fühlen. 79 Prozent fühlen sich nicht gestört. Am ehesten geben die 35-44-Jährigen (27 Prozent) an, dass sie sich durch die Anlagen gestört fühlen.

Offshore- oder Onshore-Windparks bevorzugt?

Ein Viertel (24 Prozent) der Deutschen spricht sich für Offshore-Windparks aus, also jene vor der Küste bzw. im Meer, 8 Prozent für Onshore-Windparks, die sich auf dem Festland befinden. 45 Prozent der Befragten befürworten beide Standortoptionen. 9 Prozent lehnen sowohl Offshore- als auch Onshore-Windparks ab. Drei von Zehn (29 Prozent) der Befragten ab 55 Jahren befürworten Offshore-Windparks und 6 Prozent Onshore-Windparks. Die jüngeren Befragten sind im Vergleich dazu konträr eingestellt: 13 Prozent der 18-24-Jährigen befürworten Windräder auf dem Festland, 15 Prozent dagegen an der Küste oder im Meer. 10 Prozent der Personen ab 55 Jahren lehnen sowohl Offshore- als auch Onshore-Windparks ab, bei den 18-24-Jährigen geben 3 Prozent diese Antwort.

Sonnenenergie und Wasserkraft wird im Vergleich zur Windenergie als wichtiger erachtet

Windenergie ist allerdings nicht die als am wichtigsten erachtete regenerative Energiequelle. Sonnenenergie wird von den Deutschen zu 89 Prozent als wichtig erachtet, Wasserkraft zu 86 Prozent und Windenergie zu 80 Prozent. Besonders die Befragten ab 55 Jahren schätzen die Energieerzeugung durch Sonne (94 Prozent) und Wasser (91 Prozent) als wichtiger ein als durch Wind (81 Prozent).

ts

Erhebungsmethode Online-Umfrage
Befragte Zielgruppe Erwachsene ab 18 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? Online-Access-Panel
Stichprobengröße 2.068
Feldzeit 17. bis 20.01.2020
Land Deutschland
Veröffentlicht am: 24.01.2020

 

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