Heiter bis wolkig: Wetter ist für die Deutschen immer ein Thema

München - Wird das Wetter selbst in seinen Ausprägungen immer extremer, die Beschäftigung der Menschen damit zeigt eine gewisse Konstanz: Süddeutsche sind mit ihrem klimatischen Umfeld zufriedener als der Norden. Der Wetterbericht im Fernsehen ist die beliebteste Informationsquelle und eine deutliche Mehrheit ist es gewohnt, sich regelmäßig mit anderen über das Wetter auszutauschen. Dies geht aus einer Umfrage von Marketagent.com hervor, für die das Unternehmen 1.004 Mitglieder des institutseigenen Online-Panels befragt hat. 

Unter den zehn Städten in Deutschland mit den meisten Sonnenstunden pro Jahr liegen fünf in Baden-Württemberg und drei in Bayern – kein Wunder, dass es vor allem die Menschen in Süddeutschland sind, die mit dem Wetter an ihrem Wohnort gut leben können: 57,7% der Bewohner der beiden südlichsten Bundesländer sind mit dem Wetter vor ihrer Haustüre sehr oder zumindest eher zufrieden – 10% mehr als im Bundesdurchschnitt (47,8%) fast 20% mehr als in Norddeutschland (39,6%). Mehr als zwölf von 100 Bayern, Schwaben oder anderen "Südländern" (12,3%) sind sogar sehr zufrieden (deutschlandweit sind dies nur 5,6%). Aufgrund des wesentlich öfter auftretenden "Schmuddelwetters" sind die Menschen in Deutschlands hohem Norden nicht einverstanden mit den sie umgebenden klimatischen Bedingungen: 37% der Bewohner von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen sind eher oder sehr unzufrieden, im Süden nur ein gutes Viertel (26,7%).

Wo informieren sich die Menschen in Deutschland anno 2011 über das, was in Sachen Wetter auf sie zukommt? Spitzenreiter ist hier nach wie vor die gute alte Wetterkarte im – meist abendlichen – Fernsehprogramm, die 73,7% betrachten. Von den über 60-Jährigen nutzen das Medium TV für die Wettervorhersage sogar mehr als 87 von 100 Befragten. 61,9% aller hier online Interviewten geben an, sich im Internet die entsprechenden Informationen zu beschaffen. Immerhin noch etwas mehr als die Hälfte (51%) erfährt auch aus dem Radio, wie die Aussichten sind. Mobile Apps bzw. mobile Internetverbindungen (z.B. über Smartphones) nutzt hierfür etwa ein Achtel (12,0% bzw. 12,3%), allerdings mit einer deutlichen Tendenz hin zu den jüngeren Altersgruppen. Vielleicht etwas überraschend ist bei den jungen Befragten die viertwichtigste Informationsquelle über das Wetter: Der verbale Austausch mit anderen Menschen. Freunde, Arbeitskollegen oder Familienangehörige sind für 26,4% der unter 29-Jährigen aber nur für 6,9% der über 30-Jährigen eine konsultierte Anlaufstelle bei Fragen zur Wetterprognose.

Geht es um die Qualität der Vorhersagen, so bestätigen die Umfrageteilnehmer den Befund, dass das Zutreffen des "offiziellen" Wetterberichts mit Zunahme des zu prognostizierenden Zeitraums abnimmt: Fast neun von zehn Personen (89,9%) empfinden die Angaben für den Folgetag im Allgemeinen als zutreffend, annähernd zwei Drittel (64,1%) empfinden dies so für die Vorhersage der folgenden drei Tage, aber nur noch gut ein Viertel (25,9%) vertraut dem Wetterbericht für eine komplette bevorstehende Woche.

78,9% der  Befragten geben an, mindestens einmal pro Woche mit anderen Menschen über das Wetter zu sprechen, 29,3% tauschen sich sogar täglich oder mehrmals täglich mit anderen über die Wetterlage aus. Gänzlich totgeschwiegen wird das Thema nur von 2,1% der hier Befragten.

cl/Marketagent.com

Veröffentlicht am: 01.12.2011

 

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