Hausratversicherung: Suchmaschinenanzeigen stechen Vergleichsportale aus

Research-Tools-Studie

In der Vermarktung des Produkts Hausratversicherung setzen rund zwei Drittel der Versicherer Suchmaschinenanzeigen ein. Die Präsenz in Vergleichsportalen hingegen ist ausbaubar. Das sind Ergebnisse aus einer aktuellen Studie von Research-Tools.

|  Von 50 möglichen Top 10-Platzierungen erreichen die untersuchten Versicherer bei Google nur 16. (Bild: Blue Planet Studio - marktforschung.de)
Von 50 möglichen Top 10-Platzierungen erreichen die untersuchten Versicherer bei Google nur 16. (Bild: Blue Planet Studio - marktforschung.de)

Research-Tools hat die spezifische Marketingaktivitäten von Versicherern analysiert: Die Versicherer bieten zwischen zwei und neun unterschiedliche Hausratsversicherungsprodukte an, zu denen optional bis zu zehn Ergänzungsbausteine hinzukommen können. Bei den jährlichen Beiträgen belaufen sich die Kosten beim teuersten Anbieter häufig auf das Dreifache des günstigsten Anbieters. Ammerländer profiliert sich als Versicherer mit günstigen Konditionen.

Deutlicher Unterschied in der Distribution und Kommunikation

Die deutlichsten Unterschiede zwischen den Anbietern treten über die vier analysierten Marketing-Mix-Bereiche hinweg in der Distribution und Kommunikation hervor. So sind beispielsweise Ammerländer, HanseMerkur und LBN in mehr als 15 von 20 relevanten Vergleichsportalen präsent. Sechs weitere Versicherer sind beim Thema Hausratversicherung hingegen nur in weniger als drei Vergleichsportalen zu finden. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Bereich Werbung. Fünf Versicherer verzichten hier auf klassische Werbeaktivitäten. Auf den Newcomer Coya entfällt ein Großteil der Werbeausgaben.

Nicht alle schaffen eine Top-Platzierung bei Google

In Suchmaschinen zeigen die Versicherer bei der Listung der organischen Ergebnisse ebenfalls ein sehr heterogenes Bild. Von 50 möglichen Top 10-Platzierungen erreichen die untersuchten Versicherer bei Google nur 16. Drei der zehn Anbieter weisen keine Platzierungen innerhalb der ersten 100 Ergebnisse auf. Hingegen werden Anzeigen in Suchmaschinen relativ häufig prominent eingesetzt. Sieben Versicherer schalten Anzeigen zum Suchbegriff Hausratversicherung, alle sieben platzieren sich deutlich sichtbar.

Luft nach oben in den sozialen Netzwerken

In Social Media ist das Thema mit durchschnittlich 5,1 Beiträgen pro Anbieter auf Facebook und Twitter innerhalb von zwölf Monaten eher ein Randthema. Ein Großteil der Postings gehen dabei auf das Konto von Coya oder HUK24. Mit nur einem Video wird YouTube kaum verwendet. Influencermarketing und Pressemitteilungen werden von jeweils 30 Prozent der Anbieter eingesetzt und zeigen damit ebenfalls ungenutztes Potenzial.

Zur Studie: Die Studie von research tools gibt auf 351 Seiten Einblick in das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter Allianz, Ammerländer, CosmosDirekt, Coya, ERGO, HanseMerkur, HDI, HUK24, LBN, Neodigital. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps Product, Price, Place, Promotion. Stärken-Schwächen-Analyse und Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und eine statistische Marketing-Positionierung visualisiert die Ergebnisse.

Veröffentlicht am: 20.08.2019

 

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