Gutachten bestätigt rechtliche Grundlage für den Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung

Anpassungen in Satzung und Beschwerdeordnung

Köln / Frankfurt - Fehlverhalten der Branche im Hinblick auf Qualität oder Datenschutz transparent zu machen und zu sanktionieren – dieser Kernaufgabe hat der Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung zuletzt im zweiten Quartal 2014 nachkommen können. Seither ruhte die Tätigkeit des Rates, speziell der Beschwerdekammern. Hintergrund: Widersprüchliche Meinungen zur Risikohaftung der Ausschussmitglieder von Prüfungsausschuss und Beschwerdekammern. Wie von marktforschung.de bereits berichtet, hat der Rat daher ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um offene juristische Fragen zu klären und die Tätigkeit der Mitglieder zu schützen. Dieses wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung am vergangenen Montag vorgelegt und diskutiert.

Empfehlungen bezüglich Neuorganisation des Rates

Wie die Institution nun mitteilte, bestätigt das Gutachten die rechtlich sichere Grundlage des Rates der Markt- und Sozialforschung. In diesem Zusammenhang seien aber auch wichtige Empfehlungen bezüglich der Neuorganisation des Rates, prozessualer Abläufe sowie der Struktur und Aufgabe der Geschäftsstelle erarbeitet worden, heißt es in einer Erklärung. Infolgedessen kommt es mit Beschluss der genannten Mitgliederversammlung zu Anpassungen in Satzung und Beschwerdeordnung sowie in Prozessabläufen. Dies zieht auch eine Neubesetzung der Gremien nach sich, die durch satzungsgemäße Wahl vorgenommen werden soll.

Der Rat der Markt- und Sozialforschung ist eigenen Aussagen zufolge bestrebt, Anfang kommenden Jahres seine Arbeit wieder aufzunehmen und dann auch die aktuell ruhenden Beschwerden wieder aufzugreifen.

Rat als wichtiges Organ der Branche gestärkt

Hartmut Scheffler, Vorsitzender des Rates, kommentierte die jüngste Entwicklung: "Mit dem Gutachten und mit den in der Mitgliederversammlung besprochenen Maßnahmen konnten wir erwartungsgemäß und erfreulicherweise die rechtliche Grundlage der bisherigen Arbeit als bestätigt sehen. Der Rat ist schon in der Vergangenheit – dies zeigen die Beschwerden und die Reaktionen auf Veröffentlichungen des Rates – sehr ernst genommen worden." Durch die besprochenen und nun umgesetzten Maßnahmen werde die Funktion und damit insgesamt der Rat als wichtiges Organ der Deutschen Markt- und Meinungsforschungsbranche weiter gestärkt, so Scheffler.

cl

Veröffentlicht am: 22.05.2015

 

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