Grabarz JMP und INNOFACT initiieren "Green Radar"

Nachhaltigkeitsinitiative

Nachhaltigkeit wird zum KO-Kriterium – für Verbraucher und damit auch für Unternehmen. Doch viele Unternehmen scheitern an zielgerichteten Lösungsansätzen und umsetzbaren Maßnahmen. Abhilfe soll nun das "Green Radar" schaffen.

Blätterdach (Bild: Unsplash - Jan Piatkowski)
Das Green Radar soll Unternehmen helfen, nachhaltiger zu werden (Bild: unsplash - Jan Piatkowski)

"Wir müssen dieses Jahr nachhaltiger werden!" ist wohl aktuell einer der häufigst gehörten Sätze in den Chefetagen deutscher Unternehmen. Auch wenn viele Branchenbeobachtende und Unternehmenslenkende Nachhaltigkeit zur Top-Priorität 2021 auserkoren haben – bei der Umsetzung stehen die Unternehmen noch vor großen Hürden. Denn in der Praxis agieren sie häufig unkoordiniert und unstrukturiert, verzetteln sich etwa in Einzelmaßnahmen.

Eine mögliche Lösung dafür will jetzt das "Green Radar" bieten. Gegründet wurde die "Green Radar"-Initiative von den Innovationsstrategen von Grabarz JMP in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT und dem THE GREEN FUSION NETWORK – einem Zusammenschluss von Nachhaltigkeits-, Ethik-, und Unternehmensführungs-Experten rund um Johannes Mauss, ehemaliges Vorstandsmitglied von Vapiano und aktueller Geschäftsführer der Bio-Zentrale, einem Bio-Lebensmittelunternehmen aus Bayern.

Das Radar soll in einem datenbasierten Screening die Kunden-, Markt- und Unternehmensperspektive zusammenbringen. Das deutschlandweit, vierwöchige Remote-Programm ermöglicht es Unternehmenslenkenden, vorhandene Lücken und Chancen zu erkennen und eine klare grüne Strategie abzuleiten. Im gleichen Zug werden mögliche Maßnahmen identifiziert. Alexander Kovrigin, Standortleiter und Innovationsstratege von Grabarz JMP, zu dem Projekt:

"Beim Thema Nachhaltigkeit liegt der Ball nicht beim Konsumenten, wie gerne landläufig behauptet wird. Unsere tägliche Arbeit mit Konsumenten zeigt: Menschen sehen vor allem die Unternehmen in der Bringschuld."

Wie das "Green Radar" in der Praxis funktionieren kann, zeigt sich etwa an der Bio-Zentrale. Der Lebensmittelhersteller aus dem bayrischen Wittibreut hat den Prozess bereits durchlaufen. Auch als erfahrenes Bio-Unternehmen hätten sie viel dazugelernt und gehen jetzt mit einer konsumenten-orientierten Strategie und greifbaren Maßnahmen in die Umsetzung, berichtet Dennis Lange, Marketingleiter der Bio-Zentrale. So wird beispielsweise künftig mehr auf die Stärken in der eigenen Produktion gesetzt, um eine größere Differenzierung im Markt zu erreichen. 

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/pj

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