Weltglückstag: Deutsche glücklicher als gedacht

YouGov/SINUS-Institut

Zwei Drittel der von YouGov und SINUS befragten Deutschen sind momentan glücklich, ein gutes Viertel ist es nicht. Und noch besser: Die Bevölkerung sieht offenbar ziemlich optimistisch in die Zukunft.

Einfach nur happy (Bild: Myriams-Fotos - pixabay.com)

Einfach nur happy (Bild: Myriams-Fotos - pixabay.com)

28 Prozent denken, dass sie in fünf Jahren noch glücklicher sind als heute. Der größte Teil (49 Prozent) geht aber davon aus, in fünf Jahren genauso glücklich bzw. unglücklicher zu sein als heute. Ihnen nahe stehende Personen schätzen die Befragten noch einmal glücklicher ein, als sich selbst. 71 Prozent denken, dass ihre Familie, Freunde oder Kollegen glücklich sind. Entgegen der positiven Einschätzung des eigenen Glücks bzw. des Glücks im direkten Umfeld wird die Bevölkerung insgesamt als deutlich weniger glücklich wahrgenommen: Nur noch 46 Prozent sagen, dass die Menschen in Deutschland insgesamt glücklich sind. 38 Prozent haben den Eindruck, dass die eigenen Landsleute unglücklich sind.

Schlüssel zum Glück:  Gesundheit, Familie und Partnerschaft

Der am häufigsten genannte Schlüssel zum Glück ist Gesundheit (51 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen eine gute Partnerschaft (32 Prozent), eine intakte Familie (31 Prozent), ausreichend Geld (25 Prozent) und ein schönes Zuhause (23 Prozent). Geringe Relevanz für das Glücklichsein haben hingegen ein erfülltes Sexualleben (6 Prozent), eine intakte Umwelt (5 Prozent) und Schönheit bzw. gutes Aussehen (2 Prozent). Ihr Glück nehmen die Deutschen dabei am liebsten selbst in die Hand: 67 Prozent stimmen der Aussage "Jeder ist seines Glückes Schmied" zu. 

Inwiefern Glück eine Frage des sozialen Milieus ist, erläutert Manfred Tautscher, Geschäftsführer des SINUS-Instituts: "Zum einen zeigt sich: Je sozial privilegierter und moderner ein Sinus-Milieu ist, desto glücklicher stuft es sich ein. Zum anderen setzen diese gesellschaftlichen Gruppen unterschiedliche, lebensweltliche Akzente bei der Frage nach Gütern, die ihnen Glück bringen. Für die sogenannte Bürgerliche Mitte sind beispielsweise die Familie und ein verlässliches und harmonisches soziales Umfeld der Schlüssel zum Glück. Für das junge Expeditive Milieu bedeutet Glück hingegen, ein intensives und unkonventionelles Leben führen zu können." 

Kinderglück, Liebe und Reisen 

Nach dem bisher glücklichsten Ereignis gefragt, geben ein Viertel der Deutschen (25 Prozent) die Geburt des eigenen Kindes bzw. der eigenen Kinder an. Weitere bedeutende Glücksmomente waren das Kennenlernen der Partnerin / des Partners (13 Prozent), eine Reise (6 Prozent) und ein besonderes Erlebnis mit der Familie und / oder Freunden (5 Prozent). Trotz all der positiven Grundstimmung bleiben die Deutschen bescheiden und sehen sich mehrheitlich nicht als Glückspilze: So denkt über die Hälfte (56 Prozent) nicht, dass sie viel Glück in ihrem bisherigen Leben hatte. 40 Prozent würden wichtige Lebensentscheidungen heute anders fällen.

Hindernisse zum Glück sind Geldsorgen und gesundheitliche Probleme

"Auch wenn ein Großteil der Deutschen glücklich ist, bezeichnet sich immerhin jeder vierte Deutsche als unglücklich", so Philipp Schneider, Head of Marketing YouGov Deutschland. "Die größten Barrieren zum Glück sind dabei nicht überraschend: Knapp ein Fünftel nennt den aktuellen Gesundheitszustand oder Geldsorgen als Hemmnis für das eigene Glück. Weiterhin vermisst gut jeder Achte eine gute Partnerschaft. Auch wünschen sich 4 Prozent weniger Stress."

Österreich ist glücklicher als Deutschland

Österreicher sind im aktuellen Vergleich noch glücklicher als die Deutschen. Das hat INTEGRAL Marktforschung repräsentativ für Österreich herausgefunden. So stufen unsere Nachbarn sowohl sich selbst als glücklicher ein (81 Prozent der Österreicher sind momentan glücklich vs. 66 Prozent der Deutschen) als auch ihre Landsleute insgesamt (65 Prozent der Österreicher denken, dass die Menschen in Österreich glücklich sind vs. 46 Prozent der Deutschen denken, dass die Menschen in Deutschland glücklich sind).

Über die Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH in Kooperation mit der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, an der 2.026 Personen zwischen dem 05.03.2019 und 11.03.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden laut YouGov gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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