Banken: Jede Menge ungenutzte Potenziale im Marketing

research tools-Studie

Die Bankenlandschaft ist im Umbruch, die Institute suchen nach neuen Ertragsquellen. Neue Wege sind auch in der Zielgruppenansprache nötig, doch wie effektiv sind die Banken in ihrem Marketing? research tools hat es untersucht.

Knapp jede dritte Anzeige verfehlt die Seite eins in den Suchmaschinen. (Bild: geralt - pixabay)
Knapp jede dritte Anzeige verfehlt die Seite eins in den Suchmaschinen. (Bild: geralt - pixabay)

Die Studie untersucht die vier Marketingbereiche Product, Price, Place, Promotion. Fazit: In der Kommunikation ist das Aktivitätsniveau der Banken durchwachsen.

Mit Werbeausgaben in Höhe von 5,5 Millionen Euro pro Institut ist das Investment zwar durchaus beträchtlich. Auch die durchschnittlich 18 Social Media-Postings und die über 2.000 Pressemeldungen zeugen von regen Bemühungen, den Kunden auf dem Laufenden zu halten. 

Doch bei den Pressemitteilungen wird primär das Thema Mobile Payment adressiert. Das eigentliche Produkt "Girokonto" wird in diesem Zusammenhang nach Meinung der Autoren vernachlässigt. Außerdem zeige die Analyse beträchtliche Lücken in den Marketinginstrumenten Flyer und Prospekte sowie beim Influencermarketing.

Ungenutztes Potenzial: Suchmaschinenmarketing

Auch im Suchmaschinenmarketing gebe es ungenutztes Potenzial. Die Analyse zu fünf relevanten Suchbegriffen in den beiden Suchmaschinen Google und Bing offenbart laut research tools, dass es vielen Banken nicht gelinge, eine Platzierung innerhalb der Top 100-Ergebnisse zu erzielen. Insgesamt 58 der 100 möglichen Suchergebnisse bleiben ungenutzt.

Der erfolgreichste Suchbegriff ist aus Sicht der zehn untersuchten Banken das Girokonto. Hier erreichen sie von 100 möglichen immerhin 65 Platzierungen unter den Top 100. Der am wenigsten erfolgreiche Begriff lautet 'Bankkonto', der Begriff 'Geschäftskonto' zeigt ebenfalls großes Potenzial. Lediglich die Sparkassen sind bei allen Suchbegriffen vertreten. Von den insgesamt 42 gelisteten Suchergebnissen innerhalb der Top 100 erreichen nur sechs eine Position von Rang zehn oder besser. Kein Institut schafft es mit einem Begriff unter die Top drei Ergebnisse.

Um eine gute Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erlangen setzen viele Banken auf kostenpflichtige Anzeigen. Hier locken die Anbieter häufig mit Teaserüberschriften wie Bonus, kostenlos, Prämie, Testsieger. Acht Banken nutzen diese Möglichkeit einer bevorzugten Platzierung, zwei verzichten darauf. Natürlich tragen auch hier die vorderen Ränge zum Klickerfolg bei. Vier Banken schaffen es mit keiner ihrer Anzeigen unter die Top drei-Ergebnisse. Der Begriff 'Geschäftskonto' ist erneut unter den schwächsten, ebenfalls der Begriff 'Gehaltskonto'. Die ausgewogenste Performance in Suchmaschinen zeigen die Sparkassen hinsichtlich organischen Suchergebnissen und Paid Search. In der Einzeldisziplin der Suchanzeigen führen comdirect und Commerzbank, die Postbank hebt sich positiv ab bei den organischen Suchergebnissen.

Zur Studie: Die Studie wurde im Zeitraum von Januar bis Dezember 2018 in Form von Desk Research, Mystery Research durchgeführt und fand in Deutschland statt.

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