GfK: Umsatz im ersten Halbjahr 2009 um 5,5 Prozent niedriger als im Vorjahr

Nürnberg - Auch die GfK-Gruppe kämpft mit den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Zwar konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres um 10,6 Prozent auf 292,8 Millionen Euro steigern, der in den ersten sechs Monaten erzielte Gesamtumsatz von 557,5 Millionen Euro liegt jedoch um 5,5 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Wie die GfK mitteilte, verminderte sich der Umsatz organisch um 8,5 Prozent. Akquisitionen steigerten den Umsatz um 2,2 Prozent, Wechselkurseffekte, die sich größtenteils aus der Abwertung des US-Dollar sowie aus der Aufwertung des britischen Pfund im Vergleich zum Euro ergaben, erhöhten den Umsatz um 0,8 Prozent.

Angaben zufolge erhöhte sich das angepasste operative Ergebnis im zweiten Quartal 2009 deutlich auf 36,8 Millionen Euro im Vergleich zu 14,8 Millionen Euro im ersten Quartal und konnte damit mehr als verdoppelt werden.

Der Sektor Custom Research generierte dabei im zweiten Quartal 2009 einen Umsatz von 175,6 Millionen Euro und damit eine Umsatzsteigerung von 9,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Das Ergebnis betrug im zweiten Quartal 9,9 Millionen Euro gegenüber einer Ergebnisunterdeckung von 3,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2009. 

In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete der Sektor Custom Research einen Umsatz von 335,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich somit der Umsatz um 11,8 Prozent. Das organische Wachstum betrug minus 13,9 Prozent. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 2,3 Prozent, während Währungseffekte diesen um 0,2 Prozent reduzierten. Im ersten Halbjahr belief sich das Ergebnis des Sektors auf 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 21,4 Millionen Euro).

Trotz weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise setzte der Sektor Retail and Technology seinen Erfolgskurs im Berichtszeitraum fort. Im zweiten Quartal 2009 erzielte der Sektor einen Umsatz von 84,5 Millionen Euro und damit eine Steigerung von 16,5 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2009. Das Ergebnis erhöhte sich im zweiten Quartal um 9,6 Millionen Euro auf 24,4 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal. Die Marge betrug im zweiten Quartal 28,9 Prozent nach 20,5 Prozent in den ersten drei Monaten.   

Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 9,9 Prozent auf 157,0 Millionen Euro. Organisch wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2009 steigerten Akquisitionen in den Regionen Nordamerika, Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie Lateinamerika den Umsatz um 3,1 Prozent. Währungseffekte erhöhten den Umsatz um 2,4 Prozent. Im Berichtszeitraum verbesserte Retail and Technology sein Ergebnis überproportional um 11,9 Prozent auf 39,3 Millionen Euro. Die Marge erreichte 25,0 Prozent und übertraf damit die Marge des vergleichbaren Vorjahreszeitraums von 24,6 Prozent.

Der Sektor Media erwirtschaftete im zweiten Quartal 2009 einen Umsatz von 31,9 Millionen Euro nach 31,4 Millionen Euro im ersten Quartal. Sein Ergebnis erhöhte der Sektor im zweiten Quartal deutlich um 28,8 Prozent auf 5,1 Millionen Euro im Vergleich zu 4,0 Millionen Euro in den ersten drei Monaten. In den ersten sechs Monaten ging der Umsatz im Sektor Media geringfügig um 1,5 Prozent auf 63,3 Millionen Euro zurück. Positive Wechselkurseffekte erhöhten den Umsatz um 3,4 Prozent. Organisch reduzierte sich der Umsatz um 4,9 Prozent. Das Ergebnis des Sektors sank im ersten Halbjahr 2009 um insgesamt 28,2 Prozent auf 9,1 Millionen Euro. Organisch verminderte sich das Ergebnis um 35,8 Prozent. Aus positiven Währungseffekten resultiert ein Ergebniszuwachs von 7,6 Prozent.

Quelle: GfK

Veröffentlicht am: 13.08.2009

 

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