GfK: Umfassendes Transformationsprogramm verabschiedet

Vorstand und Aufsichtsrat der GfK SE haben ein umfassendes Transformations- und Investitionsprogramm verabschiedet, um das Unternehmen wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen.

GfK Hauptsitz (Bild: GfK)
GfK Hauptsitz (Bild: GfK)

 

Kern der neuen Strategie ist es, das Unternehmen von einem anerkannten Datendienstleister zu einem Anbieter analytischer und vorausschauender Produktlösungen zu entwickeln. In der Vergangenheit war es der GfK nicht gelungen, die in einem dynamischen Marktumfeld veränderten Kundenerwartungen angemessen zu erfüllen. Das Unternehmen will Kunden künftig noch stärker in den Mittelpunkt stellen und digitale Innovationen fördern.

Die GfK plant, sich von nun an uneingeschränkt an den Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden zu orientieren. Gelingen soll dies durch eine Neuaufstellung der Geschäftsbereiche, auch die bisherigen Sektoren Consumer Experiences und Consumer Choices sollen neu geordnet werden. Außerdem wird sich die vertriebliche Aufstellung verändern: einzelnen Regionen soll mehr Verantwortung zuteil werden.

Umfassende Investitionen in digitale Innovationen

Der Vorstand sieht vor, rund 100 Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit der GfK weltweit zu investieren. So soll die Konkurrenzfähigkeit und die organisatorische Agilität verbessert werden. Der Fokus soll dabei auf der unmittelbaren Bereitstellung von bislang nur dezentral verfügbaren Daten der GfK liegen. Die Kosten für den Umbau des Unternehmens sind in dem geplanten Investitionsbetrag noch nicht enthalten. Mit dem umfassende Investitionsprogramm sollen Kunden künftig bessere Handlungsempfehlungen erhalten („Predictive Analytics“). Außerdem soll die schnelle Markteinführung von Produkten und digitale Innovationen ermöglicht werden. 

Gebündelte Organisationsstruktur 

Die GfK plant weiterhin, die stark dezentrale Struktur seiner weltweiten Standorte anzupassen und sich im Grundsatz auf einen Standort pro Land zu konzentrieren. Im Rahmen Heimatmarkt Deutschland wird GfK seine Expertise überwiegend in der Zentrale in Nürnberg bündeln und, wie bereits angekündigt, im Jahr 2019 ein neues und modernes Gebäude beziehen. Durch eine gebündelte, aber deutlich flexiblere Organisationsstruktur sowie durch die verstärkte Automatisierung von Prozessen, sollen weltweit Kostensynergien von rund 200 Millionen Euro über die nächsten zwei Jahre hinweg erzielt werden.

Sachkosten sollen optimiert und Geschäftsprozesse zentralisiert werden, um diese Kosteneinsparungen zu erzielen.  Die GfK  will sich so besser an ihren Kunden orientieren und sich auf neue Zielsegmente fokussieren. In Deutschland werden Kostensenkungen von insgesamt etwa 20 Prozent erwartet. Der Vorstand wird umgehend in den Dialog mit den Arbeitnehmervertretern des Unternehmens treten, um die Auswirkungen auf die Belegschaft zu diskutieren und sozialverträgliche Lösungen zu sondieren.

Die Hauptversammlung von GfK hat am 21. Juli 2017 den von den beiden Hauptaktionären GfK Verein und KKR initiierten Squeeze-out der Minderheitsaktionäre beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen diesen Schritt, da GfK als privates Unternehmen fokussierter und entschiedener handeln kann, was in der aktuellen herausfordernden Situation dringend erforderlich ist. Die beiden GfK-Hauptaktionäre GfK Verein und KKR unterstützen das initiierte Transformations- und Investitionsprogramm in vollem Umfang.

ma

Weitere ausführliche Informationen lesen Sie hier: GfK- ein Unternehmen im Wandel

Kommentare (1)

  1. Michael Kaiser am 31.08.2017
    Der Text ist wirklich schwer zu verstehen. Da steht wohl eigentlich drin, dass es in Deutschland und in der Welt der GfK zu vielen Entlassungen kommen wird und man auf sozialverträgliche Lösungen hinarbeitet!?

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