GfK stellt Marke Supercrunch ein

GfK-Transformationsprozess

Wie die GfK gegenüber marktforschung.de bestätigte, wird die Marke "Supercrunch by GfK" eingestellt. Dienstleistungen und Mitarbeiter sollen in die Dachmarke GfK integriert werden, heißt es. Andere Branchenmedien berichteten zunächst fälschlicherweise von einer kompletten Schließung von Supercrunch.

GfK-Hauptsitz in Nürnberg ©GfK
GfK-Hauptsitz in Nürnberg ©GfK

 

Erst 2017 wurde Supercrunch von der GfK als Untermarke für datenbasierte Analysen gegründet. Durch die Neuausrichtung des GfK Produktportfolios soll dieses Wissen jetzt "eine zentrale Komponente für GfK-Angebote" und nicht mehr "separat im Markt" platziert werden, begründet Pressesprecher Kai Hummel die Maßnahme.

Die GfK befindet sich inmitten eines groß angelegten Transformationsprozesses, der am Ende in Deutschland 600 Stellen kosten wird. Allein in Nürnberg werden 400 Stellen gestrichen (marktforschung.de berichtete). Auf die Frage, welche Maßnahmen angesichts der kontinuierlich stattfindenden Veränderungen ergriffen würden, um die Mitarbeiter zu motivieren, weicht Pressesprecher Hummel aus:

"Wir erleben viele motivierte Kolleginnen und Kolleginnen, die derzeit aktiv die Zukunft des Unternehmens mit höchstem Einsatz begleiten und gestalten. Klar ist auch, dass manche Einschnitte weh tun und Unsicherheit schaffen. Sie sind aber nötig, um das Unternehmen nachhaltig in die Zukunft zu führen. Die beste Maßnahme hierfür ist, möglichst schnell Klarheit für alle zu schaffen."

Was steht als nächstes an? Auch hier gibt es keine klare Aussage. Man werde die GfK in Richtung eines "technologiebasierten, kundenzentrierten Datenanalyse-Unternehmen" führen und sei guter Dinge, dass das Transformationsprogramm im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden könne, wenngleich klar sei, dass "ein Wandel kontinuierlich stattfinden muss", da alles andere "Stillstand" bedeuten würde.

Auch bestätigt die GfK den Weggang von Managing Director Norbert Wirth, der inzwischen als Director Data Science and Artificial Intelligence bei PwC Europe tätig ist. Über die genauen Hintergründe wolle man sich jedoch nicht äußern.

Fakt ist: Auch an den Kunden geht der Transformationsprozess nicht spurlos vorbei. Fraglich bleibt, wie die GfK bereits verlorene Kunden zurückgewinnen möchte. Eine Frage, die unbeantwortet bleibt.

 

 


Veröffentlicht am: 26.07.2018

 

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