GfK: Mehrheit der Deutschen fürchtet keinen sozialen Abstieg

Nürnberg – Die Mehrheit der Deutschen sieht derzeit ihren sozialen Status durch die Finanzkrise noch nicht gefährdet. Dies ergab die aktuelle Frage des Monats – eine Studienreihe, die die GfK monatlich in ihrem Omnibussystem in Kooperation mit der "Welt am Sonntag" erhebt.

Gut 71 Prozent der Deutschen glauben derzeit nicht, dass sich an ihrem sozialen Status durch die Finanz- und Wirtschaftskrise etwas ändert. Demgegenüber befürchten jedoch immerhin gut 28 Prozent das Gegenteil – sie sehen ihre Schichtzugehörigkeit durch Rezession und Konjunktureinbrüche gefährdet. Ob die Befragten optimistischer oder pessimistischer in die Zukunft blicken, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

So zeigen die Ergebnisse leichte Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Letztere fürchten mit knapp 28 Prozent seltener einen Abstieg im gesellschaftlichen System. Auch das Alter spielt eine Rolle. Junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren sowie Senioren über 70 fürchten sich mit jeweils gut 14 Prozent seltener vor dem sozialen Abstieg als der Durchschnitt. In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen fühlen sich dagegen mehr als 35 Prozent in ihrem sozialen Status bedroht; bei den 40 bis 49-Jährigen liegt der Wert sogar bei über 39 Prozent.

Das  Sicherheitsgefühl der Deutschen wird auch von ihrer beruflichen Situation bestimmt. Am wenigsten Sorgen machen sich derzeit Beamte. Hier fürchten nur 9 Prozent einen Abstieg in eine niedrigere soziale Schicht. Bei den Arbeitern dagegen liegt der Wert bei über 40 Prozent.

Quelle: GfK

Veröffentlicht am: 11.05.2009

 

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