GfK Gruppe: Start ins Jahr gebremst von weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise

Nürnberg – Im ersten Quartal 2009 konnte sich die GfK Gruppe zwar den Auswirkungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht in allen Sektoren entziehen, aber mit einer stabilen Umsatzentwicklung entgegenstellen. Dies teilte das Unternehmen mit. Eigenen Angaben zufolge weist die Gruppe für die ersten drei Monate des laufenden Jahres einen Umsatz von 264,7 Millionen Euro (Vorjahr: 268,1 Millionen Euro) aus. Das sind 1,3 Prozent weniger als im ersten Quartal 2008. Organisch verminderte sich der Umsatz um 4,6 Prozent. Akquisitionen verbesserten den Umsatz um 2,1 Prozent. Währungseinflüsse, insbesondere aufgrund der Aufwertung des US-Dollar, hatten einen positiven Effekt von 1,3 Prozent. Das angepasste operative Ergebnis lag bei 14,8 Millionen Euro. Es liegt damit um 35,6 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Marge, das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz, betrug 5,6 Prozent im ersten Quartal 2009 (Vorjahr: 8,6 Prozent).

Wie die GfK mitteilte, wurde die Umsetzung des Fitness- und Effizienzprogramms BISS im ersten Quartal 2009 planmäßig fortgesetzt und hat bereits zu ersten Erfolgen geführt. So generierte das Programm im Berichtszeitraum zusätzlichen Umsatz und Einsparungen für den Konzern. Dazu initiierte die GfK aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Gegebenheiten weitere Kostensenkungsprogramme in Personal- und Sachausgaben. Die Implementierung von BISS und weiterer Kostensenkungsmaßnahmen verursachten einmalige Aufwendungen, die das Quartalsergebnis der GfK belasten. Die ergebnissteigernden Effekte werden Angaben zufolge erst in den folgenden Quartalen sichtbar.

Die in der zweiten Jahreshälfte 2008 einsetzende Abkühlung des wirtschaftlichen Umfelds setzte sich im ersten Quartal 2009 fort. Vor diesem Hintergrund haben sich die Sektoren und Regionen der GfK unterschiedlich entwickelt. Insbesondere der Sektor Custom Research sah sich mit einer verhaltenen Nachfrage sowie mit Auftragsverschiebungen konfrontiert. Jedoch wurde dieser Rückgang durch Umsätze im Sektor Retail and Technology
nahezu ausgeglichen. Der Sektor Media konnte seinen Umsatz steigern.

Regional verzeichnete die GfK in Lateinamerika sowie in Asien und Pazifik
ein gutes organisches Umsatzwachstum, während die Entwicklung in Zentral-
und Osteuropa rückläufig war. Auch in den Regionen Deutschland,
Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie Nordamerika ging das organische
Wachstum zurück.

Quelle: GfK

Veröffentlicht am: 14.05.2009

 

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