Gesundheitsapps: Hohes Verwendungspotenzial bei älteren Internetnutzern

Grafik: Ipsos / Gesundheitsapps
Grafik: Ipsos

Hamburg - Gesundheitsapps stoßen in der deutschen Bevölkerung auf immer mehr Interesse. Jeder Sechste verwendet mittlerweile die Apps (16%), und jeder Dritte ist an ihnen interessiert (34%) und kann sich eine Nutzung vorstellen. Allerdings lehnen auch 42 Prozent der Befragten die Nutzung solcher Apps komplett ab. Diese Ergebnisse ermittelte Ipsos in Kooperation mit der Beruflichen Medienschule in Hamburg-Wandsbek im Rahmen einer Studie, für die 1.000 Internetnutzer im Alter von 16 bis 70 Jahren wurden.

Gesundheitsapps: Verwendungspotenzial bei 50-70-Jährigen

Der typische Nutzer von Gesundheitsapps ist knapp 39 Jahre alt, während ehemalige Nutzer mit 34 Jahren jünger sind. Bei  potenziellen Nutzern liegt das Durchschnittsalter bei 44 Jahren. Ablehner stellen mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren die älteste Gruppe. Zwar werden somit Gesundheitsapps vor allem von Jüngeren genutzt, interessant ist allerdings, dass die Gruppe der 50-70-Jährigen sich am häufigsten vorstellen könnte, entsprechende Programme zu nutzen.

Fitness-Apps werden am häufigsten verwendet

Das viefältige Angebot der Gesundheitsapps umfasst beispielsweise Apps zur Körperanalyse, Fitness-Apps und Ernährungsapps. Die Umfrage zeigt, dass Fitness-Apps derzeit mit 13 Prozent die meisten aktiven Nutzer haben. Außerdem werden sie im Vergleich mit anderen Arten von Gesundheitsapps am längsten genutzt: Mehr als jeder dritte Nutzer verwendet Fitness-Apps länger als 6 Monate. Mit ihnen können zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beispielsweise Laufstrecken oder absolvierte Wiederholungen im Fitness-Studio dokumentiert werden

Männer nutzen Gesundheitsapps länger als Frauen

Ernährungsapps sollen bei der Anpassung oder kompletten Umstellung der Ernährung helfen, zum Beispiel durch die Messung der verzehrten Kalorien oder der Flüssigkeitsaufnahme. Im Vergleich finden diese Apps mit sechs Prozent aktuell die wenigsten Nutzer. Damit liegen sie knapp hinter Apps zur Körperanalyse, die dazu dienen, den Zustand des Körpers zu „vermessen“.

Ernährungsapps werden von gut einem Viertel der Nutzer (26%) länger als sechs Monate genutzt. Bei Apps zur Körperanalyse gibt es mit 31 Prozent signifikant mehr dauerhafte Nutzer. Interessant auch,  dass 54 Prozent der Männer Gesundheitsapps länger als acht Wochen nutzen, während nur 46 Prozent der Frauen sich so lange mit den Apps beschäftigen.

Zur Studie: Diese Ergebnisse stammen aus einer Kooperationsstudie von Ipsos und  Auszubildenden zu Fachanstellten für Markt- und Sozialforschung der Beruflichen Medienschule Hamburg-Wandsbek. Über eine Online Mehrthemenumfrage im Ipsos  i:omnibus wurden 1.000 Internetnutzer (deutsche Bevölkerung zwischen 16 und 70 Jahren) im Zeitraum 27.03. bis 30.03.2015 befragt.

ah 

Veröffentlicht am: 08.05.2015

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Weitere Meldungen

Bericht vom BVM-Kongress 2022

Was Marktforschung mit der Macht von Fake-News und dem Terror des Authentischen zu tun hat

27.06.2022 - Am 20. und 21. Juni fand in Frankfurt der „Kongress der Deutschen Marktforschung 2022“ des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM) statt. Marktforschung.de war vor Ort dabei und fasst ausgewählte Highlights zusammen. weiterlesen

 
Bericht von der IIEX Europe 2022

Amsterdam war eine Reise wert - Was gibt es Neues in der Marktforschung?

Melina Palmer (The Brainy Business), Josipa Majic (tacit.tech) und Hannah Kirk (Blue Yonder Research).

24.06.2022 - Zwei Tage IIEX Europe liegen hinter der europäischen Marktforschungsbranche. Zwei Tage, die sich wie vor der Pandemie anfühlten. Was gab es Neues aus der Marktforschungsbranche in Amsterdam zu entdecken? Bilderstrecke und Nachbericht zu der zweitägigen Konferenz in… weiterlesen

 
News aus der Branche

Übernahme beim bio verlag, sd vybrant mit Zuwachs und ein neues Positionspapier zum Forschungsdatengesetz

News

22.06.2022 - Es gibt wieder Neuigkeiten aus der Marktforschungsbranche! Während der bio verlag eine App für Marktforschung übernimmt, freut sich sd vybrant über personelle Verstärkung. Zudem hat sich der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten nun öffentlich zum Forschungsdatengesetz… weiterlesen

 
Preisträger beim BVM-Kongress

Tawny gewinnt den Preis der Deutschen Marktforschung 2022

21.06.2022 - Beim BVM-Kongress in Frankfurt am Main wurden verschiedene Preise verliehen. TAWNY gewann den Innovationspreis. Als Nachwuchsforscherinnen wurden Saskia Fath und Dr. Anouk S. Bergner geehrt. weiterlesen

 
Branchenumfrage zu den Auswirkungen der Inflation in den Instituten

Wie geht es Marktforschungsinstituten mit der Inflation?

Dinge die aktuell teurer geworden sind

21.06.2022 - Alles wird gerade teurer: Essen, Tanken, Reisen, Energie. Und wie sieht es bei Feldkosten und Marktforschungsprojekten aus? marktforschung.de hat sich bei einigen Anbietern umgehört. Fazit: Auch an den Marktforschungsinstituten geht die Inflation nicht spurlos vorbei:… weiterlesen

 

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter xing linkedin