Geistige Gesundheit genauso wichtig wie körperliche

Studie von Ipsos

Für die meisten Befragten ist die eigene geistige Gesundheit genauso wichtig wie ihr körperliches Wohlbefinden. Jedoch haben viele von ihnen den Eindruck, dass das derzeitige Gesundheitssystem psychischen Erkrankungen nicht denselben Stellenwert einräumt wie körperlichen Beschwerden.

Psychische Störung - Eine Krankheit wie jede andere?

Psychische Störung - Eine Krankheit wie jede andere? (Bild: Pixabay)

Deutsche denken selten über eigene Psyche nach

Obwohl sich viele Deutsche der Bedeutung von psychischer Gesundheit durchaus bewusst sind, denken sie doch vergleichsweise selten über das eigene geistige Wohlbefinden nach, meint Ipsos. Nicht einmal jeder zweite befragte Bundesbürger (45 Prozent) gibt in der aktuellen Studie an, häufig über die eigene Psyche nachzudenken. Männer (38 Prozent) und ältere Menschen ab 50 Jahren (41 Prozent) beschäftigen sich sogar noch deutlich seltener mit ihrer seelischen Verfassung als Frauen (53 Prozent) und jüngere Personen bis 35 Jahre (51 Prozent). Lediglich in vier von insgesamt 29 befragten Ländern achten die Menschen noch weniger auf die eigene Psyche als die Deutschen, mit Abstand am seltensten jedoch in Russland (25 Prozent).

Körperliche Verfassung wichtiger als Psyche?

39 Prozent der Befragten glauben laut Studie, dass die körperliche Verfassung der Patienten vom Gesundheitswesen grundsätzlich als wichtiger betrachtet wird als die Psyche. Folgerichtig widersprechen zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten der Meinung, dass zunehmende Ausgaben für Dienstleistungen zum Wohle der psychischen Gesundheit eine Geldverschwendung wären.

Psychische Störung - Eine Krankheit wie jede andere

Eine knappe Mehrheit der Befragten (56 Prozent) hält psychische Erkrankungen nämlich für Krankheiten wie jede andere, nur jeder Fünfte (21 Prozent) ist anderer Meinung. Sechs von zehn Bundesbürger (61 Prozent) finden, dass wir in unserer Gesellschaft noch viel toleranter gegenüber Menschen mit psychischer Krankheit sein müssten.

Zur Studie: Die Ergebnisse stammen aus der Ipsos Global Advisor-Studie "Attitudes to mental health around the world" und wurden vom 23.08. bis zum 06.09.2019 erhoben. Bei der Online-Umfrage wurden insgesamt 20.030 Personen aus 29 Ländern interviewt. Zu diesen Ländern gehören: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, die Niederlande, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Spanien, Südafrika, Südkorea, die Türkei, Ungarn sowie die Vereinigten Staaten von Amerika. In Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Spanien und den USA wurden jeweils etwa 1000 Personen befragt. In den anderen untersuchten Ländern umfasste die Stichprobe etwa 500+ Personen.

Veröffentlicht am: 22.10.2019

 

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