Fake, Trends, Depression

Medienspiegel

In Nevada geht es um Trends, die man auch in Deutschland gerne hätte. Ein Magazinartikel zieht die gesamte Internetmedienwirtschaft in Zweifel. Und eine britische Studie sollte uns dazu inspirieren, häufiger ins Kino zu gehen. Lesen Sie mehr in unserem Medienspiegel der Woche.



von Tim Farin

Unter den Technik-Events sticht die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seit Jahren hervor. Sie startete am Dienstag. Die Süddeutsche Zeitung sprach mit Steve Koenig, dem Zuständigen für die Marktforschung bei der CES. Für ihn sind Daten der gemeinsame Nenner aller Trends, die auf der Schau zur Wirklichkeit werden – seien es Fernseher mit 8K-Technik oder 5G-fähige Mobilgeräte. Zur Diskussion um Datenschutz wünscht sich Koenig einen anderen Weg, als ihn die EU gewählt hat: "Ich bin für mehr Transparenz und weniger Regulierung. Deshalb will ich für die USA keine DSGVO."

Smartphones ganz vorn

Digitale Trendprodukte beleben auch die Konsumfantasien der Menschen hierzulande. Absatzwirtschaft.de berichtet über eine Bitkom-Umfrage, die die Einkaufslisten von 1.007 Befragten für das gerade begonnene Jahr zusammenfasst. "Demnach plant fast jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) im Jahr 2019 ein Smartphone zu kaufen – sei es für sich oder seinen Haushalt." Auch Haushaltsroboter steigen im Kurs. 15 Prozent der Befragten möchten sich einen solchen Assistenten fürs Zuhause zulegen.

Alles Fake

Wichtige Daten für die Digitalwirtschaft sind vor allem jene, die über Publikums- und Nutzungsverhalten auf Websites, in Social Media und in Apps erhoben werden. Doch könnte es sein, dass diese Auswertungen zu einem großen Teil fiktiv, Pfusch oder irrelevant sind? Das New York Magazine hat mit einer umfangreichen Recherche gerade ein Fass aufgemacht: Quintessenz: Metriken, Menschen, Geschäfte, Inhalte, politische Aussagen und sogar wir selbst sind Fakes.

Weg von der Netzsucht

Es ist Zeit für digitalen Entzug und weniger Konsum von Nachrichten und Medien – diese Ansicht vertritt eine neue Bewegung, die den "Data Detox" propagiert. Benjamin Bathke berichtet im Deutschlandfunk über Max Stossel und seine Mistreiter. Das Zentrum für humane Technologie, dem Stossel angehört, möchte Menschen helfen, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen und hat daher eine Initiative ins Leben gerufen: "Sie fordert von den Tech-Giganten, verantwortungsvoller mit unserer Aufmerksamkeit umzugehen." Denn es geht ja nicht mehr nur um ein bisschen Zeitverschwendung, sondern um die grassierende Sucht nach Überraschungen in den digitalen Kanälen.

Was Millionäre besonders macht

Was zeichnet Millionäre aus und was haben sie gemeinsam? Hillary Hoffower berichtet für Business Insider über die Eigenschaften, die sich jeder aneignen könne, um die Chancen auf die eigene Million zu steigern: Ausdauer und Belastbarkeit. Zugrunde liegt dem Bericht eine das Werk "The Millionaire Next Door: Enduring Strategies for Building Wealth" der Forscherin Sarah Stanley Fallaw. Zugrunde liegen Gespräche mit mehr als 600 Millionären in den USA. "Um sich Wohlstand oder ein eigenes Business aufzubauen und dabei Kritiker, Medien oder Nachbarn zu ignorieren, muss man die Entschlossenheit besitzen, seine Ziele trotz Rückschlägen und schmerzvollen Momenten zu verfolgen", zitiert Business Insider aus dem Inhalt.

Ab ins Kino!

Wollen Sie am Wochenende und darüber hinaus Ihre Stimmung verbessern, sollten Sie mal wieder den Weg ins Kino wählen. Die Berliner Zeitung berichtet über eine Studie britischer Forscher, die herausfanden: Kulturelle Aktivitäten wie Kino- und Theaterbesuche können Depressionen vorbeugen. Das beeindruckende Ergebnis der Untersuchung in Sachen Depressionen: "Wer mindestens einmal im Monat ins Kino, Theater oder Museum ging, reduzierte das Risiko um 48 Prozent."

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja Gelegenheit, das in Ruhe zu tun. Gute Unterhaltung bei der Lektüre!

Veröffentlicht am: 11.01.2019

 

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