Endspurt im Weihnachtsgeschäft: Jeder Vertriebskanal zählt

Köln/München – Konsumenten denken nicht in einzelnen Vertriebskanälen. Dass sie aber je nach angestrebten Produkt ein unterschiedliches Kauf  verhalten an den Tag legen und unterschiedliche Kanäle nutzen, zeigt die aktuelle Studie "Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel" des ECC Handel in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH. Über 1.000 Internetnutzer und weitere 500 Smartphonenutzer wurden hierfür zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und im Katalog befragt.

Vor Käufen in stationären Geschäftsstellen insbesondere bei Produkten aus den Bereichen Sport und Unterhaltungselektronik holen etwa 40 Prozent der Konsumenten zuvor Informationen in Online-Shops ein, während dies bei Modeartikeln nur in knapp 15 Prozent der Fälle geschieht. Wann Konsumenten welchen Kanal zur Information nutzen und wo der Kauf letztlich getätigt wird, hängt auch maßgeblich von dem gewünschten Produkt ab. "Die Studie zeigt, dass sich vor allem Käufer von Consumer Electronics oder Sportartikeln vor dem Kauf im stationären Ladengeschäft umfassend im Internet informieren. Im Weihnachtsgeschäft ist es deshalb von großer Bedeutung, die Kaufimpulse auch online zu setzen", erklärt Andreas Duscha, Bereichsleiter des ECC Handel. "Im Bereich Mode beispielsweise sieht das anders aus. Hier schaffen es die Versandhandelskanäle deutlich weniger Impulse für den stationären Handel und umgekehrt zu setzen."

Anders gestaltet sich das Bild, wird die Kaufanbahnung innerhalb eines Anbieters betrachtet. Hier schaffen es vor allem die Mode- und Sportartikelfirmen, die Konsumenten kanalübergreifend zu binden. Rund ein Drittel des Online-Mode-Shoppings ist auf Impulse aus dem eigenen Print-Katalog zurückzuführen. Stationäre Läden gewinnen Konsumenten hingegen durch Impulse des eigenen Online-Shops vor allem im Bereich Freizeit und Hobby.

"Für viele Branchen ist Weihnachten die umsatzstärkste Zeit im Jahr", erklärt Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei hybris. "Um dieses Jahr und auch in Zukunft den gewünschten Umsatz im Weihnachtsgeschäft zu erzielen, müssen Händler und Markenhersteller verstärkt auf den verschiedenen Kanälen präsent sein und die Konsumenten konsistent informieren – d.h. sowohl on- als auch offline. Denn im Zeitalter von Shopping 3.0 haben die Kunden sich die Kompetenz angeeignet, über die verschiedensten Kanäle das richtige Produkt zum optimalen Preis zu finden. Professionelles Multichanneling bringt damit den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung."

cl/E-Commerce-Center-Handel (ECC Handel)

Veröffentlicht am: 07.12.2011

 

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