Eine ungeahnte Dynamik in der Bildungsbranche

"2020 Global Education Market Report" von Mergers Alliance

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen von COVID-19 auf den Bildungsmarkt bietet der von dem globalen M&A-Netzwerk Mergers Alliance veröffentlichte Bericht "2020 Global Education Market Report" aktuelle Einblicke in die Entwicklung und neue Geschäftsmöglichkeiten im Bildungssektor. Studien zufolge haben die Veränderungen im Bildungsbereich den M&A-Markt mit Übernahmen über das gesamte Bildungsspektrum hinweg beflügelt.

Durch Schul-Schließungen steigt laut dem "2020 Global Education Market Report" die Nachfrage und Nutzung von Online-Lernsoftware und digitalen Lernwerkzeugen (Bild: Julia M Cameron - Pexels).

Das M&A-Netzwerk Mergers Alliance legte seinen Bericht zum globalen Bildungsmarkt 2020 vor. Darin werden Trends, Technologien und M&A-Aktivitäten sowie Hindernisse und Vorschriften in 17 Ländern analysiert. Dieser zeigt: Wissen ist ein wichtiger Rohstoff der Zukunft. Digitalisierung öffnet neue Möglichkeiten, diesen Rohstoff zu erschließen. Gamification, Self- und Distance Learning oder Collaboration-Tools unterstützen oder revolutionieren den klassischen Präsenz- und Frontalunterricht. Dem Bericht zufolge hat COVID-19 eine ungeahnte Dynamik in die eher veränderungsresistente Bildungsbranche gebracht.

Schul-Schließungen wirken sich auf den Bildungsmarkt aus

Nach Angaben des World Economic Forum waren über 1,2 Milliarden Kinder in 186 Ländern von den corona-bedingten Schul-Schließungen betroffen. Infolgedessen schildert der Report eine erhöhte Nachfrage und Nutzung von Online-Lernsoftware, Sprachapplikationen, virtuellem Tutoring und anderen digitalen Lernwerkzeugen. Zudem deuten Studienergebnisse darauf hin, dass sich Erwachsene und Beschäftigte in Unternehmen zunehmend den Trend zum "lebenslangen Lernen" zu Eigen machen und die große Vielfalt an zeit- und ortsflexiblen Online-Lernplattformen nutzen, um in einer sich schnell verändernden Welt Schritt halten zu können.

Der Bildungsmarkt internationalisiert und entwickelt sich

Die meisten Transaktionen bei Investitionen 2020  auf dem Bildungsmarkt waren laut dem Report inländisch, der Trend zu grenzüberschreitenden Übernahmen nimmt jedoch zu. Mehrheitlich sind es strategische Käufer, die auf inländische Unternehmen abzielen, Finanzinvestoren suchen stärker internationale Unternehmen, heißt es. Vorreiter auf dem Bildungsmarkt: Asien mit rund 41 Prozent der globalen Bildungsdeals. Dahinter folgen Nordamerika mit 28 Prozent und Europa mit 22 Prozent. Nach Angaben im Bericht bleiben 71 Prozent dieser Übernahmen mit sehr geringen Volumina unter zehn Millionen, während nur rund sieben Prozent über einem Transaktionsvolumen von 100 Millionen Euro liegen.

Einer globalen Studie von S&P Global Market Intelligence zufolge beliefen sich die Ausgaben auf dem globalen Bildungsmarkt 2018 auf 5,9 Billionen US-Dollar, werden 2025 voraussichtlich 7,8 Billionen US-Dollar und 2030 zehn Billionen US-Dollar erreichen. Die Ausgaben für Bildungs-Technologie (EdTech) machten dagegen nur 2,6 Prozent (152 Milliarden US-Dollar) der gesamten Bildungsausgaben im Jahr 2018 aus, sie werden sich voraussichtlich bis 2025 auf 342 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln, was 4,4 Prozent der digitalen Ausgaben entspricht.

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/mf

Veröffentlicht am: 12.11.2020

 

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