"Eine Generation, die alles hat, aber nicht mehr weiß, was sie will"

GIM-Studie zu jungen Erwachsenen

Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren gelten als begehrte Zielgruppe für Marken und Medien. Im Rahmen einer generationenübergreifenden psychografischen Studie hat die GIM diese Generation nun genauer unter die Lupe genommen.

Junge Erwachsene sind verunsichert und tun sich schwer mit Entscheidungen (Bild: pixabay.com - Robbin Higgins)
Junge Erwachsene sind verunsichert und tun sich schwer mit Entscheidungen (Bild: pixabay.com - Robbin Higgins)

 

Für die Studie wurden 1.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeichneten das Bild einer unsicheren und von der Multi-Optionswelt überforderten, zur Passivität tendierenden Generation, erklärt Dr. Jörg Munkes, Corporate Director bei der GIM.

Unter den Befragten beurteilten sich die 18- bis 29-Jährigen selbst als wenig gewissenhaft, in ihren sozialen Kontakten lieber digital als persönlich, zur Nervosität neigend, unsicher gegenüber neuen Situationen und generell leicht überfordert.

Unbekümmert wirken die jungen Erwachsenen fast nur bei ihrer digitalen Mediennutzung. Aspekte wie Datensicherheit oder Persönlichkeitsschutz im Netz sind hier längst nicht so relevant wie in älteren Zielgruppen. Digitale Neuerungen werden positiv aufgenommen.

Junge Nutzer hadern mit Konsum-Entscheidungen 

In Sachen Konsum-Entscheidungen sind die jungen Nutzer durchaus unsicher. Doch gerade diese Unsicherheit bietet auch Chancen, sich als Marke bei den 18- und 29-Jährigen erfolgreich zu positionieren: Produkte und Dienstleistungen, die den jungen Konsumenten in ihrer unübersichtlichen Welt Stabilität, Orientierung, Zugehörigkeit und Gemeinschaft vermittelten, hätten gute Chancen, ins Relevant Set dieser durchaus konsumorientierten und hedonistischen Zielgruppe zu gelangen, betonen die GIM-Forscher.

Die jungen Menschen sind zwar selbstbewusst und stehen klar zu ihren Wünschen, Ansprüchen und Schwächen, aber sie wirken auch zutiefst verunsichert und tun sich schwer mit Entscheidungen. Die Autoren der Studie nennen es: Eine Generation, die alles hat, aber nicht mehr weiß, was sie will.

Zur Studie: Für die Studie wurden im Herbst 2017 deutschlandweit 1.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren online befragt. 

Veröffentlicht am: 20.03.2018

 

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