Diese Themen provozieren Hass-Kommentare

Vico Research-Studie

Bei welchen Themen gibt es online die meisten Hass-Kommentare? Das hat sich VICO Research gefragt und sich in Social Media-Untiefen begeben. Ziel des Projektes ist die automatisierte Analyse von Hass-Kommunikation.

Viele Hasskommentatoren benutzen Pseudonyme (Bild: geralt - pixabay)
Viele Hasskommentatoren benutzen Pseudonyme (Bild: geralt - pixabay)

Mit der anhaltenden Diskussion um das Thema Flucht und Migration in Deutschland haben in den vergangenen Jahren Hass-Kommentare im Netz deutlich zugenommen. Doch nicht nur Flüchtlinge sind von Online-Hassreden betroffen: Auch Themen wie Feminismus und Fußball erhitzen die Gemüter der deutschsprachigen Social-Web-Nutzer*innen gewaltig. Das sind die ersten Ergebnisse des vom Bund geförderten NOHATE-Projektes zur Analyse von Hass-Kommentaren im Netz. An dem Projekt sind neben VICO Research & Consulting die Freie Universität Berlin und die Beuth Hochschule für Technik beteiligt.

Religion, Feminismus und Fußball: Diese Themen schüren Hass

Dabei stellten die Forscherinnen und Forscher fest, zu welchen Themen Hasskommentare überwiegend verfasst werden. Neben Inhalten, die sich mit Flucht, Migration und Religion, insbesondere dem Islam, befassen, werden demnach auch Berichte über Kriminalität, Feminismus, Fußball, Impfen, Rente, Verkehr und Kinderbetreuung oft mit Hass-Kommentaren versehen. Zudem fanden das Forscherteam heraus, dass Verfasser*innen von Hass-Kommentaren oft auf die Kommentare anderer reagieren und sich häufig nicht auf den eigentlichen Beitrag selbst beziehen. Daher sei ein frühes und aktives Eingreifen von Moderator*innen sowie das Loben von konstruktiver Kritik gefragt, um diese Form der Kommunikation zu unterbinden.

Zur Studie: VICO Research & Consulting wird für das Projekt digitale Verfahren und Datenquellen für das Auffinden, die Archivierung und Indizierung von Onlinequellen bereitstellen. Außerdem wird VICO Schnittstellen zu computergestützten Verfahren schaffen, die von den Projektpartnern entwickelt werden und fast unbegrenzt große Datensätze analysieren sollen.

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