CHEFKOCH Food Studie: Die sechs Kochtypen

Food Studie 2021

Kochen ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Jedem Menschen sind dabei unterschiedliche Dinge besonders wichtig. Menschen, die für ihre Familie kochen, geht es eher darum, schnell und effizient zu kochen, während andere es genießen, langsam und anspruchsvoller zu kochen. Chefkoch hat gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Innofact sechs Kochtypen in der Food Studie 2021 herausgestellt.

In Deutschland kochen 9 von 10 Menschen regelmäßig (Bild: picture alliance/dpa | Zoonar, Channel Partners)

In Deutschland kochen 9 von 10 Menschen regelmäßig. (Bild: picture alliance/dpa | Zoonar, Channel Partners)

Zur Food-Studie 2021, die von der Food-Plattform Chefkoch in Auftrag gegeben und von dem Marktforschungsunternehmen durgeführt wurde, wurden 1.310 Teilnehmende aus Deutschland befragt. Daraus wurden 1.131 Kochinteressierte und 179 Kochverweigernde identifiziert. In Deutschland kochen neun von zehn Menschen regelmäßig und gehören damit zur Gruppe der Kochinteressierten: Über 80 Prozent dieser Kochaffinen stehen dabei mindestens einmal am Tag am Herd. 

Unter diesen Kochaffinen konnten sechs Kochtypen festgestellt werden.

Die Familienversorgende 

Die Familienversorgende machen 18 Prozent der befragten Kochinteressierten aus. Für diesen Kochtypus (68 Prozent Frauen, 32 Prozent Männer) steht die Familie und deren Versorgung im Fokus. Ihr Leitmotiv lautet: „Beim Kochen muss es schnell gehen und es soll allen schmecken“. Auch auf die Verwertung von Resten wird Wert gelegt. Restaurantbesuche und Lieferdienste kommen für die Zugehörigen dieser Kategorie eher nicht infrage. Inspiration suchen und finden sie auf Online-Portalen (92 Prozent), in Rezepten (63 Prozent) sowie über Food-Trends (36 Prozent). Die Familienversorger:innen sind zumeist allein für das Zubereiten der Speisen zuständig, aber die Partner:innen und Kinder üben einen großen Einfluss auf die Auswahl der Gerichte aus und dürfen mit entscheiden.

Die Anspruchsvollen

Für die Anspruchsvollen (15 Prozent der interviewten Kochaffinen, davon 48 Prozent Frauen, 52 Prozent Männer) spielt die Qualität in der Küche eine übergeordnet wichtige Rolle. Sie wollen sich etwas Gutes tun, setzen auf frische, regionale sowie saisonale Lebensmittel und meiden Fast Food sowie Fertigprodukte.
Die Anspruchsvollen nehmen sich gern Zeit für das Zubereiten (75 Prozent), denn für sie bedeutet Kochen Glück (70 Prozent). Als routinierte Kochende benötigen sie Rezepte nur zu besonderen Anlässen, 50 Prozent aller Befragten dieser Gruppe nutzten diese lediglich zur Ideenfindung. Hauptinspirationsquelle für die Anspruchsvollen sind wie bei den Familienversorgenden Online-Portale (83 Prozent), aber auch Food-Trends werden von fast der Hälfte (45 Prozent) aufgegriffen. 

Die Unerfahrenen

Die Unerfahrenen (18 Prozent der befragten Kochinteressierten, 39 Prozent Frauen, 61 Prozent Männer) hegen wenig Interesse daran, lange in der Küche zu stehen und fokussieren sich daher auf einfache Gerichte mit kurzer Zubereitungszeit. Auch die Unerfahrenen empfinden Kochen als wertvolles Gemeinschaftserlebnis (71 Prozent), allerdings assoziieren nur 37 Prozent die Küchenzeit mit hohem Glücksempfinden.
Die Entscheidung, was gekocht werden soll, fällt den Unerfahrenen schwer, so dass sie vermehrt auf Online-Plattformen (75 Prozent), Rezepte (31 Prozent) und Social Media (22 Prozent) als Inspiration zurückgreifen. 

Die Konservativen

12 Prozent der Studienteilnehmenden lassen sich zur Kategorie der Konservativen zusammenfassen (62 Prozent Frauen, 38 Prozent Männer). Sie mögen einfache, schnelle Gerichte, die lecker schmecken sollen. Dieser Typus weist keine gehobenen Ansprüche an die Nahrung auf, kocht überwiegend ohne Rezept und hat auch mal keine Lust den Kochlöffel zu schwingen bzw. verbindet Kochen nicht automatisch mit Glücksgefühlen (42 Prozent). Inspiration finden die Konservativen über das Recherchieren auf Food-Portalen (84 Prozent) und in Kochbüchern (35 Prozent) während Food-Trends eher von geringerer Bedeutung sind (17 Prozent). 

Die Aktiven

Die Aktiven stellen mit 24 Prozent (davon 39 Prozent Frauen, 61 Prozent Männer) die größte Gruppe unter den Kochtypen dar. Sie kochen einfache bis mittelschwere Gerichte, ab und zu wird auch mal zu Fertiggerichten oder Take-away Lösungen gegriffen.
Menschen, die diesem Typus angehören, mögen Kochvideos- und shows, sind fitnessorientiert und teilweise bewusste Konsumenten.
Den Aktiven geht es insbesondere um das Teilen der positiven Kocherfahrungen – auch via Social Media. Sie nutzen Rezepte zur Ideenfindung aus ganz verschiedenartigen Quellen: 46 Prozent der Interviewten in dieser Gruppe greifen auf soziale Medien zurück, 68 Prozent stöbern in Kochbüchern nach passenden Gerichten. Außerdem spielen ausgefallene, innovative Food-Trends (61 Prozent) neben Online-Plattformen (94 Prozent) eine große Rolle für die Kochinspiration.

Die Lebensmittelallergiker und Allergikerinnen

Für die Gruppe der Lebensmittelallergiker und Allergikerinnen (13 Prozent der befragten Kochinteressierten, davon 66 Prozent Frauen, 34 Prozent Männer) ist Kochen mit Planung verbunden, denn sie sind in Hinblick auf die Lebensmittelverträglichkeit stark eingeschränkt. Aufgrund dieses Umstands fällt ihnen die Kochentscheidung oftmals schwer: Mehr als die Hälfte empfindet Kochen als stressig und aufwändig. Als kontrollierte Konsumenten sind sie stets an neuen Ernährungs- und Kochstilen interessiert und auf der Suche nach Inspiration. Hilfe beim Entscheidungsprozess bieten ihnen Online-Portale (94 Prozent), klassische Rezepte (61 Prozent) sowie Social Media und Food-Trends zu gleichen Teilen (je 35 Prozent).

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