Arbeitsplatz ohne Social Media – ein Auslaufmodell

Studie, Faktenkontor

Social Media Dienste sind lang nicht mehr nur ein Zeitvertreib, sondern oft auch auf beruflicher Ebene essenziell. Laut einer Umfrage von Faktenkontor benutzen mehr als die Hälfte aller Berufstätigen Social Media für ihre Arbeit. Am häufigsten wird dabei WhatsApp und YouTube verwendet. Lesen Sie im folgenden Artikel über weitere Erkenntnisse der Studie.

Der Arbeitsplatz ohne Social Media ist ein Auslaufmodell

Laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zu der 3.500 Internet-Nutzer ab 16 Jahren befragt wurden, legt die berufliche Nutzung Sozialer Medien stark zu. 54 Prozent aller erwerbstätigen Onliner in Deutschland setzen nach eigenen Angaben Dienste wie Twitter, Facebook oder Blogs für berufliche Zwecke ein. Ein Jahr zuvor äußerten sich erst 44 Prozent gleichermaßen. Damit sind die Social-Media-Nutzer im Berufsleben zum ersten Mal gegenüber den Nicht-Nutzern in der Mehrheit. 

Soziale Medien im Beruf: Kurzer Weg von Seltenheit zu Standard

Soziale Medien brauchten nur wenige Jahre, um sich an deutschen Arbeitsplätzen als Standard zu etablieren. Als Deutschland in Brasilien Fußball-Weltmeister wurde, war noch nicht einmal jeder vierte berufstätige Internet-Nutzer am Arbeitsplatz im Web 2.0 unterwegs: 2014 setzten erst 19 Prozent Social Media beruflich ein.

Rarität: Arbeit ohne Internet

Die berufstätigen Onliner, die bei der Arbeit derzeit (noch) ohne Social Media auskommen, teilen sich in drei Gruppen: 18 Prozent nutzen Soziale Medien generell nicht, weder privat noch beruflich.
Weitere acht Prozent sind zwar privat online und im Social Web unterwegs, benötigen das Internet für die Ausübung ihrer Arbeit aber überhaupt nicht. Die verbleibenden 20 Prozent nutzen im Job zwar das Internet, aber keine Sozialen Medien.

Top-Kanäle der beruflichen Social-Media-Nutzun

Vorrangig zum Einsatz kommen am Arbeitsplatz WhatsApp und YouTube. Jeweils 29 Prozent aller Internet-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland nutzen den Gruppenmessenger oder das Do-it-yourself-Videoportal nach eigenen Angaben beruflich. Ebenfalls weit verbreitet sind Facebook, das 26 Prozent der Onliner für ihre Arbeit einsetzen, sowie Instagram mit 22 Prozent.

Twitter gleichauf mit Blogs hinter Foren und Karriere-Netzwerken

Dicht beieinander in der beruflichen Nutzung liegen die Karriere-Netzwerke LinkedIn mit 18 und Xing mit 17 Prozent. Weitere wichtige Kanäle für die Social-Media-Kommunikation im Berufsleben sind klassische Internet-Foren, die hierfür ebenfalls von 17 Prozent der Deutschen mit Internet-Anschluss genutzt werden, sowie Twitter und Blogs mit jeweils 16 Prozent.

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Erhebungsmethode Online-Panel
Befragte Zielgruppe nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 16 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? keine Angabe
Stichprobengröße n=3.500
Feldzeit Dezember 2020 - Januar 2021
Land Deutschland

/jre

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