Das war die 13. Research plus Rheinland in Köln

DGOF-Veranstaltung

Zum 13. Mal hat die DGOF die Research plus Rheinland veranstaltet. In netter Atmosphäre referierten Andreas Knappstein, Director DACH bei Bilendi, Robert Kofler, Managing Partner bei Marksim Services, und Dr. Frank Buckler. Buckler ist Partner, Gesellschafter und Geschäftsführer von Success Drivers. In den Vorträgen ging es um Video Statements, Choice Based Conjoint und KI.

von Gessica Uerling

Vergangenen Donnerstag, am 12. September 2019, hat die DGOF alle Interessierten zur Research plus in Köln empfangen. Die Veranstaltung startete um 18 Uhr mit einem Get-Together in gemütlicher Atmosphäre in "die wohngemeinschaft" in Köln.

Nach ersten Gesprächen kamen die Teilnehmer für drei Vorträge zusammen: Andreas Knappstein von Bilendi referierte zum Thema "Video Statements in Online-Umfragen - Die Ablösung von Open Text?". Robert Kofler von Marksim Services hielt seinen Vortrag mit dem Titel: "Wer wird meine Produkte kaufen? Choice Based Conjoint mit Limesurvey." Bei Success-Drivers Geschäftsführer Dr. Frank Buckler ging es um "Einsatz und Potenziale von KI in der Marktforschung".

Andreas Knappstein stellte zu Beginn seines Beitrags eine von Bilendi in Zusammenarbeit mit Kantar Austria und Magente durchgeführte Studie vor. Für diese Umfrage waren 500 Menschen zwischen 16 und 74 Jahren befragt worden. Die Studienteilnehmer wurden danach gefragt, in welchen Bereichen sie sich Smart Home vorstellen könnten zu nutzen. Es lag ihnen offen, auf diese Frage schriftlich oder mit einem Video zu antworten. Ergebnis: Weniger Befragte antworteten mit einem Video (nur acht Prozent). Vor allem Frauen nahmen seltener ein Video auf. Aber: Diejenigen, die mit einem Video auf die offene Frage antworteten, beantworteten viel ausführlicher, als die, die mit einem Text respondierten (33 Prozent der Teilnehmer schrieben einen Text/Stichpunkte, alle anderen antworteten auf diese Frage gar nicht).

Liefern also Video Statements bessere Antworten bei offenen Fragen? Andreas Knappstein meint: Ja! Denn diese Form der Befragung bereichert die Antworten um Emotionen, Mimik und Körpersprache. Die Schwierigkeiten aber sind nicht weg zu reden. Wenn sich nur Wenige für diese Form der Antwort entscheiden, erhalten die Marktforscher und Marketer eventuell nicht ausreichend Antworten. Schwierig wird es auch, wenn nicht alle Teilnehmer mit einer guten Kamera ausgestattet sind und dadurch die Datensätze nur in schlechter Qualität vorliegen (beispielsweise Aufnahmen mit lauten Hintergrundgeräuschen). Viele Statements sind außerdem sehr lang und die Aussagen doppeln sich. Außerdem ist die Auswertung aufwendig und kostenintensiv.

Robert Kofler von Marksim Services stellte im zweiten Vortrag des Abends ein Modul vor, das jede Software conjoint-fähig macht. Die Choice Based Conjoint-Analyse verspricht ein Verständnis über den Markt des Kunden in Sekunden, so Kofler. Er veranschaulichte dies anhand eines Beispiels. Dort war nach Mobilfunk-Anbietern segmentiert worden. Nachteil dieses Moduls sei aber laut Robert Kofler, dass es sehr rechenaufwendig sei.

Die Vortragsreihe endete mit Dr. Frank Buckler von Success Drivers. Er zeigte auf, wie KI in der Marktforschung und bei strategischen Entscheidungen unterstützen kann. Die KI, die durch Beispiele lernt und schlauer wird, kann - je nach Wissensstand und Wahrnehmung - irgendwann operative Entscheidungen automatisch treffen. Denn darum gehe es letztlich in der Marktforschung: Wenn ich Fakten darüber gesammelt habe, was der Kunde denkt, was muss ich dann tun?

Die nächste Research plus ist die Research plus Rhein-Neckar in Mannheim. Diese findet heute, am 16. September 2019, statt.

Veröffentlicht am: 16.09.2019

 

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