Das sagen Marktforschungsexperten zur succeet21

Feedback aus der Branche

Was war gut auf der ersten succeet? Wo gibt es noch Verbesserungspotenzial? Diese Frage haben wir unterschiedlichen Besuchern, Sponsoren und Ausstellern der virtuellen Messe gestellt. Fazit des ersten Feedbacks: Viel Lob, tolle Organisation. Ein guter Schritt für die Branche, aber dennoch freuen sich alle auf die Präsenzveranstaltung in München im Oktober.

Was war gut auf der succeet21, wo gibt es Verbesserungspotenzial? (Bild:Canva)
Was war gut auf der succeet21, wo gibt es Verbesserungspotenzial? (Bild:Canva)

Viel Lob für die Organisation, ein wichtiger Schritt für die Branche. Aber bislang kein Ersatz für die Präsenz-Messe, so das fast einheitliche Urteil der von uns befragten Teilnehmenden und Ausstellenden. Lesen Sie die Statements von Oliver Tabino, Jessica Rainalter, Wolfgang Dittrich, Hartmut Scheffler, Anja Schwartz, Stephan Teuber, Holger Liljeberg, Christian Thunig, Christa Wehner und Tanja Höllger zur virtuellen succeet21.

"Lernen und gemeinsam besser werden" - Oliver Tabino

"Für uns ist die succeet21 ein Gesamtkonzept bestehend aus digitalem Event und klassischer Präsenzmesse. Deswegen haben wir ein Standkonzept kreiert, das sowohl digital als auch analog funktioniert. Wir bespielen unser Konzept auf vielen Kanälen, unser digitaler Insights Store auf der Messeplattform ist ein zentraler Kanal für uns.

Alle Kontaktpunkte zusammengerechnet kommen wir auf eine Reichweite von über 6.500 Views, Interaktionen, Reaktionen, Shirt-Bestellungen, Besucher bei unserem Vortrag, etc. Das ist für uns gigantisch.

Einen Wermutstropfen gibt es auch: Die direkte Kommunikation über die Video-Chats am Stand hat nicht so gut funktioniert wie erhofft.

Dafür ist unsere T-Shirt-Aktion ein Volltreffer und wir sind dadurch in Kontakt mit vielen Menschen gekommen. Als Auftakt für unser Gesamtkonzept hat das schon sehr viel Spaß gemacht. Lernen und gemeinsam besser werden, das ist der nächste Schritt auf den wir uns schon freuen. Klasse Auftakt und Glückwunsch an das succeet-Team."

von Oliver Tabino, Gründer und Geschäftsführer Q | Agentur für Forschung

"Es war toll zu sehen, wie kreativ alle Aussteller diese Aufgabe angegangen sind" - Jessica Rainalter

"Wir möchten dem Succeet-Team herzlich für die sehr gute Organisation danken!

Für uns als Aussteller war die Möglichkeit der Erstellung des virtuellen und trotzdem realitätsnahen Standes eine sehr positive Erfahrung und es war toll zu sehen, wie kreativ alle Aussteller diese Aufgabe angegangen sind. Dank Online-Konferenz und -Präsentationen konnten wir unsere neuesten Ansätze trotz allem vorstellen und der weiterhin mögliche Zugriff darauf über die Plattform ist eine sehr hilfreiche Funktion.

Der Austausch über die Chat-Funktion am Stand war spannend und inspirierend, aber natürlich nicht vergleichbar mit einer physischen Messe. Wir wünschen uns, dass die Hürde diese Möglichkeit zu nutzen in Zukunft und mit zunehmender Erfahrung bei Online-Events noch weiter abnimmt und freuen uns bereits auf die nächste Messe – online oder vor Ort in München!"

von Jessica Rainalter, Associate Director SKIM

"Eher ein warming up, ein amuse geule für die Präsenzmesse im Herbst" - Wolfgang Dittrich

"Schön, dass mit der Succeet21 ein Nachfolger für die R&R gefunden ist. Das ist ein wichtiges Signal für die Branche. Die drei virtuellen Tage waren gefühlt aber eher ein warming up, ein amuse geule für die Präsenzmesse im Herbst. Virtuell fehlen dem erfahrenen Besucher und Aussteller noch viel. Man kann die virtuelle succeet als Spiegelbild der Marktforschung sehen: Das neue Normal ist digital, innovativ, oft überraschend und immer anders. Man fragt sich aber, ob man damit auskommen kann:

Wird die Marktforschung nur noch aus Online-Interviews, Data Mining und Data Vizualisation bestehen? Bleiben Messen jetzt virtuell? Ich hoffe: nein

Konkret: Als Datenberatungs- und -softwareanbieter sind wir durchaus digitalaffin, dennoch taten wir uns schwer mit den unterschiedlichen Kommunikationsplattformen (Lounge, Stand, Networking). Da ist Luft nach oben. Ganz besonders gelungen war neben den Möglichkeiten bei der Standgestaltung die Networking Area. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit bin ich locker von Tisch zu Tisch gesurft, sogar an heimelige Zweiertische wurde gedacht, habe gute Bekannte getroffen und neue Menschen kennengelernt. Das war vom Feinsten.

Eine Bitte für 2022: Man sieht den Standbesucher leider nicht, noch nicht mal wenn sie oder er am Stand Inhalte ansieht. Erst beim Klick auf den Chatbot ist Kommunikation möglich, aber das machen leider nur die Wenigsten. Wie wäre es mit einem Hallenplan und einem virtuellen NFC-Chip? Hier wären neue technische Ideen wünschenswert."

von Wolfgang Dittrich, Geschäftsführer bei DCORE und Co-Founder Datalion

"Für das nächste Mal wünsche ich mir noch mehr Blick über den Tellerrand" - Anja Schwartz

"Die succeet21 gab mir einen guten Überblick über aktuelle Themen und Anbieter der Branche und war auch als Online-Format toll umgesetzt. Besonders gut haben mir die Vorträge zu agilen Methoden und die spannende Podiumsdiskussion gefallen. Für das nächste Mal wünsche ich mir noch mehr Blick über den Tellerrand – wie lässt sich Marktforschung besser mit neuen Methoden der Datenerhebung und -analyse verzahnen (Stichwort "Big Data")?"

von Anja Schwartz, Projektmanager Marketing- und Vertriebsstrategie DekaBank

"So kann es was werden mit der Zukunft der Branche." - Hartmut Scheffler

"Nach dem DAIS nun die succeet21. Mit zwei mutigen Konzepten hat zweimal in wenigen Wochen die Branche starke Lebenszeiten von sich gegeben.

Auf der succeet21 wurde mit ganz viel Mut ein ausgefeiltes Messekonzept auf die Beine gestellt: mit gelungenen virtuellen Formaten, funktionierender Technik und vor allem einem spannenden Kaleidoskop einer lebendigen Branche – zwischen sinnvollem Bewahren und nötigem Wandel, mit validen und spannenden, fast immer auch technikbasierten neuen Ansätzen.

Die succeet21 hat die Branche als vielfältig, sich weiter differenzierend, an neuen Herausforderungen orientiert dargestellt.

Sie hat gezeigt, dass und wie Impact durch moderne, datenbasierte, der Qualität verpflichtete hochwertige und am Kundenbedarf orientierte Lösungen möglich ist. So kann es was werden mit der Zukunft der Branche. Danke succeet21.

Ach ja: trotzdem ist face-to-face schöner."

von Hartmut Scheffler, Berater für Marktforschung und Markenführung

"Besonders gut gefallen hat uns der generell hohe Fokus auf Interaktion"

"Ein insgesamt gelungener Start der neuen Succeet 2021! Wir hatten tolle Gespräche am virtuellen Stand und haben die Internationalität des Events positiv wahrgenommen. Besonders gut gefallen hat uns der generell hohe Fokus auf Interaktion im neuen Konzept z.B. die vielen, tollen Gespräche in der Networking Area bei einem Kaffee und mit aktiver Kamera. Spannende Menschen getroffen, neue kennengelernt und bekannte Gesichter wiedergesehen.Die Möglichkeiten zum persönlichen Austausch unter Kollegen und mit Business Partnern zu Erfahrungen, Trends und Fragestellungen sind wertvoll und neben inspirierenden Top-Speakern eines der Kernelemente für den Besuch einer Messe. Wir freuen uns auf München im Herbst"

von Aimée-Désirée Bauer, Senior Manager Communications, quantilope

"Ob sich dieses Format als "Messe" durchsetzen wird, bezweifle ich" - Stephan Teuber

"Die Succeet hat als drittes Online-Mafo-Event des Jahres gezeigt, dass sich das Format einer "Online-Konferenz" schon fast als eine Standardoption etabliert hat. Dass die Präsentationen hier live stattfanden und nicht zuvor aufgezeichnet waren, trug maßgeblich zum "Konferenzerlebnis" bei. Was allerdings fehlte, war der Live-Chat auch unter den Zuhörern und etwas mehr Zeit für Diskussionen. Ob sich dieses Format als "Messe" durchsetzen wird, bezweifle ich.

Die lebendige Kommunikation einer Messe basiert auf der Chance, persönlicher, informeller und auch zufälliger Begegnungen.

Deren Simulation in einer virtuellen Lounge oder anhand virtueller "Messestände" ist eine Herausforderung, die nahezu nicht zu meistern ist.

von Stephan Teuber, Managing Director GIM

"Organisation und technische Umsetzung waren für einen Neueinstieg sehr gelungen" - Holger Liljeberg

"Danke für den gelungenen Einstieg in das neue Messeformat, auch wenn der persönliche Kontakt natürlich weitgehend fehlt! Organisation und technische Umsetzung waren für einen Neueinstieg sehr gelungen, die Themenvielfalt entsprach bereits wieder weitgehend der "Research & Results".

Für die Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden würde ich mir künftig jedoch ein Format wünschen, bei dem man die Teilnehmenden auch direkt sehen und quasi "persönlich" mit ihnen in den Dialog treten kann.

Und mit den Übersetzungen von Buttons und Fragen klappt es beim nächsten Mal bestimmt auch...

von Dr. Holger Liljeberg, Geschäftsführer INFO GmbH

"Bei den virtuellen Veranstaltungen scheint uns ein großer Rahmen durch ein kleines Kongressprogramm noch wichtiger zu sein." - Christian Thunig

"Die succeet 2021 war extrem gut und akribisch in allen Teilen vorbereitet – vom Standaufbau bis hin zu den Workshops mit dem technischen Ablauf. Im Grunde kennt man das von den Organisatoren, aber es war bei der virtuellen Messe besonders wichtig. 

Insbesondere das Podium mit Hartmut Scheffler, Ralf Ganzenmüller und Andreas Pohle war besonders interessant. Von diesen Formaten - sozusagen den offiziellen Programmpunkten – würden wir uns noch mehr wünschen, weil das die "Lagerfeuer" sind, um die Teilnehmer jenseits der Workshops in die Veranstaltung hineinzuziehen.

Bei den virtuellen Veranstaltungen scheint uns ein großer Rahmen durch ein kleines Kongressprogramm noch wichtiger zu sein.

Unter dem Strich war es begleitet durch marktforschung.de ein Branchenevent mit Sichtbarkeit. Auf das physische Networking in München freuen wir uns aber auch schon wieder sehr."

von Christian Thunig, Managing Partner INNOFACT AG, Düsseldorf

"Die Vorträge lassen sich am Bildschirm noch konzentrierter verfolgen als inmitten der trubeligen Münchner Messehallen." - Christa Wehner

"Herzlichen Glückwunsch zur Premiere von succeet21 und zum gelungenen Transfer der beliebten Mafo-Messe Research & Results ins Virtuelle. Kompliment auch für die gute Idee einer dauerhaften Kooperation mit marktforschung.de und Holger Geißlers Moderation der ermutigenden Debatte zur Zukunft der großen Institute und zum Transformationsprozess der Mafobranche.

Die Vorträge - auch technisch weitgehend perfekt – lassen sich am Bildschirm noch konzentrierter verfolgen als in den kleineren Hörsälen inmitten der trubeligen Münchner Messehallen. Sehr gut fand ich auch die individuelle Agenda mit den zuvor gewählten Highlights, für die niemand Schlange stehen musste.

Ein Vorteil - vor allem auch für unsere Studentinnen und Studenten - ist die absolut unaufdringliche Möglichkeit, Institute und Anbieter an ihren virtuellen Ständen zu erkunden: über die Messetage hinaus.

Wir – Studierende und Mafo-Professoren der Hochschule Pforzheim – freuen uns schon jetzt auf die erste Präsenzmesse succeet21 nach drei "vollverkachelten" Corona-Semestern. Die zuverlässige Überraschung, dort Kollegen, Freunde und Alumni auch wieder live zu sehen und sich spontan mit ihnen auszutauschen, ist einfach durch nichts zu ersetzen."

von Prof. Dr. Christa Wehner, Studiendekanin Marktforschung & Konsumentenpsychologie, Hochschule Pforzheim

"Im direkten Vergleich kommt im virtuellen Setting zwangsläufig einiges zu kurz." - Tanja Höllger

"Die drei Tage digitale "succeet21" haben meinen Homeoffice-Alltag bereichert. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen im Ganzen eine gelungene Veranstaltung (wenn auch weniger intensiv und erlebnisreich als Präsenzveranstaltungen). Persönliches Highlight war für mich die Podiumsdiskussion: Wohin geht die Reise der großen Marktforschungsinstitute? Ich freue mich, wenn diese Diskussion – wie angekündigt – weitergeführt wird. Gut finde ich auch, dass die Vorträge weitere vier Wochen zur Verfügung stehen. So lassen sich aufgrund von Usual Business verpasste Beiträge in Ruhe nochmal anschauen.

Wenn es die Umstände wieder zulassen, wünsche ich mir die "succeet" als Vor-Ort-Veranstaltung. Im direkten Vergleich kommt im virtuellen Setting zwangsläufig einiges zu kurz.

Bei möglicher digitaler Wiederholung wünsche ich mir insbesondere mehr Zeit und Raum für Fragen und Austausch. Bspw. in Form virtueller Diskussionsräume und Round Tables. Am liebsten dann auch via Video und nicht nur als Chat. Ggf. auch mit limitierten Teilnehmergruppen, damit die Runden nicht zu groß werden. Der Hinweis, den Dialog am virtuellen Messestand führen zu können, greift mir persönlich zu kurz."

von Tanja Höllger, Geschäftsführerin, HEUTE UND MORGEN, Köln

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