Cyber-Attacken: Datenverlust trotz Lösegeld-Zahlung

Datto-Report

Cyberkriminelle sind gefährlicher als jemals zuvor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 5 Prozent aller KMU weltweit Opfer von Ransomware-Angriffen, wie aus den “State of the Channel Ransomware Reports“ des amerikanischen IT-Sicherheitsanbieters Datto hervorgeht.

Cyberkriminalität (Bild: geralt -pixabay)

Cyber-Attacken sind gefährlicher als jemals zuvor (Bild: geralt -pixabay)



2017 zahlten zwar weniger Unternehmen Lösegeld an digitale Erpresser als im Vorjahr – dennoch gaben immerhin noch mehr als ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an, dass sie bereit gewesen seien, ein Lösegeld zu zahlen (35 Prozent). Trotz der Zahlungsbereitschaft konnten 15 Prozent ihre Daten dennoch nicht mehr wiederherstellen.

29 Prozent der IT-Dienstleister gaben zudem an, dass Ransomware-Viren nach der ersten Attacke auf dem System eines KMUs blieben und später erneut zuschlugen. 33 Prozent sagten, dass die Ransomware das Back-up des Unternehmens verschlüsselte. Rund 94 Prozent der IT-Dienstleister bestätigten, dass die Anti – Virensoftware keinen ausreichenden Schutz vor Angriffen biete. Ein Mangel an IT-Cybersecurity Training sorge dafür, dass solche Attacken Erfolg haben. 42 Prozent der IT-Dienstleister beklagen, dass die Mitarbeiter für etwaige Angriffe nicht gewappnet sind. Weitere Hauptgründe für den Befall von Ransomware seien Phishing-Emails und bösartige Seiten und Werbung.

Laut Bericht sollen die betroffenen Unternehmen rund 301 Millionen Dollar im Berichtszeitraum 2016/17 an Ransomware-Verbreiter gezahlt haben. Ein Großteil der Kosten lässt sich dabei nicht auf gezahlte Lösegelder zurückführen, sondern auf die durch die Verschlüsselung von Datenbeständen resultierenden Ausfallzeiten und Datenverluste. Rund drei Viertel der erpressten Unternehmen verzeichneten als Folge eines Ransomware-Angriffs geschäftsbedrohliche Ausfallzeiten.

Trotz der enormen Angriffszahlen wird die Gefährdung durch Ransomware noch sehr unterschiedlich wahrgenommen: Während 90 Prozent der Sicherheits-Dienstleister angaben, sie seien "sehr besorgt" über die Auswirkungen von Ransomware auf geschäftliche Abläufe, waren es bei den Vertretern der klein- und mittelständischen Unternehmen nur 38 Prozent.

Für seine Erhebung befragte der IT-Sicherheitsanbieter Datto mehr als 1700 Managed Service Provider (Dienstleister, die sich für weltweit über 100.000 kleine und mittlere Unternehmen um deren IT-Sicherheit kümmern).

ma

Veröffentlicht am: 05.10.2017

 

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