Coronavirus und Klimawandel bereiten gleichermaßen Sorgen

Studie von Ipsos

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass die gegenwärtige COVID-19-Pandemie langfristig gesehen eine ebenso ernste Krise darstellt wie der Klimawandel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos. Was sie außerdem herausgefunden haben, lesen Sie hier.

Die Befragten finden, dass die Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise nicht auf Kosten der Umwelt erfolgen darf. (Symbolbild: Pixabay)

Die Befragten finden, dass die Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise nicht auf Kosten der Umwelt erfolgen darf. (Symbolbild: Pixabay)

Jedem vierten Bundesbürger (24 Prozent) bereitet die Ausbreitung des Coronavirus auf lange Sicht größere Sorgen als die Klimakrise, heißt es in einer aktuellen Ipsos-Meldung weiter.

Vor allem stark vom Coronavirus betroffene Länder sehen gleichgroße Gefahr durch Klimawandel

Weltweit geben sogar sieben von zehn Befragen (71 Prozent) an, dass sie die jeweilige Gefahr durch COVID-19 und den Klimawandel als ebenbürtig einstufen. Interessanterweise ist die Zustimmung zu dieser Aussage in China (87 Prozent) und einigen anderen stark vom Virus betroffenen Ländern wie Frankreich (76 Prozent), Spanien (73 Prozent) oder Italien (72 Prozent) besonders groß. In Australien, wo zu Beginn des Jahres noch verheerende Buschfeuer gewütet haben, glauben dagegen vergleichsweise weniger Menschen (59 Prozent), dass der Klimawandel eine ebenso ernste Krise ist wie die COVID-19-Pandemie.

Wirtschaftlicher Aufschwung sollte nicht auf Kosten des Klimas erfolgen

Eine Mehrheit der Bürger hält es außerdem für geboten, dass die Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise nicht auf Kosten der Umwelt erfolgen darf. In Deutschland erachten es 57 Prozent der Befragten für wichtig, dass bei zukünftigen Maßnahmen der Regierung zur Stärkung der Wirtschaft stets auch der Klimawandel in den Vordergrund gestellt werden sollte. Weltweit fordern dies sogar zwei Drittel aller Befragten (65 Prozent), besonders häufig jedoch in Indien (81 Prozent), China und Mexiko (je 80 Prozent).

Nur jeder Dritte würde umweltschädliche Maßnahmen billigen

Folglich ist auch nur jeder dritte Bundebürger (36 Prozent) der Meinung, dass sich die Regierung jetzt vorrangig auf die Erholung der Wirtschaft fokussieren sollte, selbst wenn dies Maßnahmen beinhaltet, die schlecht für die Umwelt sind. Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (55 Prozent) lehnt dies ganz ab. Lediglich in China (59 Prozent) und Frankreich (58 Prozent) wären umweltschädliche Maßnahmen zum Wohle der Wirtschaft noch unbeliebter als in Deutschland.

gu

Erhebungsmethode online
Befragte Zielgruppe Personen in Kanada und den USA: zwischen 18 und 74 Jahren alt, Befragte in Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Russland und Spanien: zwischen 16 und 74 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? über die Online-Plattform "Global Advisor"
Stichprobengröße 28.029 Personen in 14 Ländern
Feldzeit vom 16. bis 19. April 2020
Länder Kanada, USA, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Russland und Spanien
Veröffentlicht am: 27.04.2020

 

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