Corona-Jahr 2021: 300 Milliarden Kurznachrichten in Deutschland

Bitkom-Studie 2021

Wie viele Kurznachrichten erhalten die Deutschen täglich? Und kommt diesen insbesondere in Corona-Zeiten eine höhere Bedeutung zu als unter normalen Umständen? Dies verraten die Ergebnisse der Bitkom Research 2021 des Digitalverbands Bitkom.

Texting (Bild: mikoto.raw - pexels)
Die Bedeutung der Kurznachricht als Vernetzungsmittel hat während Corona in Deutschland noch einmal zugenommen. (Bild: mikoto.raw - pexels)

Es vibriert, es plingt, es piept: Wer in Deutschland ein Smartphone oder Handy nutzt, bekommt durchschnittlich 13 Kurznachrichten pro Tag. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Demnach gehen hochgerechnet auf alle über 16-jährigen Handy-/Smartphone-Nutzende in Deutschland jeden Tag mehr als 810 Millionen Kurznachrichten ein, 300 Milliarden werden es im Gesamtjahr 2021 voraussichtlich werden. Nach Bitkom-Erhebungen besitzen 88 Prozent der über 16-Jährigen ein Smartphone oder herkömmliches Handy – das entspricht rund 61 Millionen Menschen. Nur elf Prozent von ihnen erhalten weniger als fünf Kurznachrichten pro Tag, 17 Prozent schätzen die Zahl der empfangenen täglichen Nachrichten auf fünf bis zehn. 40 Prozent bekommen zwischen zehn und 20 Kurznachrichten täglich, und bei einem Viertel (25 Prozent) sind es sogar mehr als 20.

bitkom-studie-2021 (Bild: Bitkom)
Deutsche Handy- oder Smartphone-Nutzende ab 16 Jahren erhalten täglich im Durchschnitt 13 Kurznachrichten. (Bild: Bitkom)

Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, sagt:

Kurznachrichten spielen nicht nur in der privaten Kommunikation eine ganz zentrale Rolle. Insbesondere während der Corona-Pandemie halten viele so den Kontakt zu Freunden und Familienmitgliedern und können so schnell und unkompliziert Grüße, Fotos und auch Videos austauschen.

Die 16- bis 29-Jährigen stehen mit durchschnittlich 18 empfangenen Kurznachrichten pro Tag an der Spitze. Lediglich neun Prozent aus dieser Altersgruppe geben an, zehn oder weniger Nachrichten per SMS, Whatsapp, Signal und Co. zu erhalten. Bei 51 Prozent sind es zwischen zehn und 20 und bei einem Drittel (35 Prozent) sogar mehr als 20 Kurznachrichten täglich. Die 30- bis 49-Jährigen erhalten durchschnittlich 15 Kurznachrichten pro Tag, und bei den 50- bis 64-Jährigen geht elf Mal pro Tag eine SMS oder Messenger-Nachricht ein. Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren erhalten am wenigsten Kurznachrichten: Durchschnittlich neun sind es pro Tag.

Übrigens: Das Vorurteil, dass Frauen und Männer ein unterschiedliches Kommunikationsverhalten haben, bestätigt sich beim Thema Kurznachrichten nicht. Beide erhalten täglich rund 13 Whatsapp-Mitteilungen, SMS oder andere Kurznachrichten.

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Methodik

Erhebungsmethode Online-Umfrage
Erhebungszeitraum Januar 2021
Befragte Zielgruppe Nutzer von Handy und Smartphones ab 16 Jahren
Stichprobengröße n = 1.005
Länder Deutschland

/jj

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