Corona: Auswirkungen auf die Wirtschaft und der mögliche Umgang damit

Corona

Seit Corona ist nichts mehr planbar. Unternehmen müssen durch die Einschränkungen Umsatzeinbußen hinnehmen. Darüber hinaus sorgen die angeschlagenen Lieferketten für chaotische Zustände in der Planung vieler Firmen, sowie für einen Verzug bei der Lieferung gewisser Waren und Rohstoffe. Wie kann auf extreme Volatilität reagiert werden?

Bild: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

Das Thema Umsätze und Wirtschaftsleistung

Einen großen Einfluss hat Corona auf die Umsätze in den verschiedensten Branchen. Gerade zu Beginn der Pandemie sind diese in vielen Sektoren stark zurückgegangen. Andere Branchen haben wiederum profitiert. Diese Entwicklungen werden im Folgenden näher erläutert und nach Branchen differenziert. 

Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik

Zunächst lohnt sich bei der Betrachtung der wirtschaftlichen Konsequenzen ein Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Gerade im Jahr 2020 waren die Konsequenzen der Pandemie in der Bundesrepublik deutlich zu spüren. 

Das zeigt sich an der Messgröße des Bruttoinlandsproduktes. Dieses ging laut dem Portal destatis.de im zweiten Quartal um 9,7 % im Vergleich zum ersten Quartal zurück. Seitdem das BIP erfasst wird, wurde kein größerer Einbruch zwischen zwei vierteljährlichen Abschnitten gemessen. 

Der Rückgang hat also historische Ausmaße. In der gesamtjährlichen Betrachtung gab es ein Minus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Einen stärkeren Einbruch gab es in den letzten 30 Jahren nur 2009, dem Jahr der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. 

Die Konsumausgaben des Jahres 2020 sanken im Vergleich zu 2019 ebenfalls, zumindest bei einem Blick auf das Gesamtbild aller Bereiche, für die die Bürger Geld ausgeben. 2021 stieg das Bruttoinlandsprodukt in der Bundesrepublik wieder um 2,7 Prozent an. Allerdings ist dieser Wert geringer, als Experten nach dem großen Einbruch gehofft hatten. 

Die Gründe für den wenig umfangreichen Anstieg liegen sicherlich unter anderem in den nach wie vor bestehenden Beschränkungen. Darüber hinaus spielen Lieferkettenengpässe eine Rolle (mehr dazu im Verlauf dieses Artikels). 

Starke Umsatzeinbußen in verschiedenen Branchen 

Vom Rückgang der Umsätze durch die Corona-Pandemie sind einige Branchen besonders stark betroffen. Dazu zählen vor allem: 

  • das Gastgewerbe,
  • die Reisebranche
  • sowie der Flugverkehr im Allgemeinen. 

Ersteres umfasst Gastronomiebetriebe und Beherbergungen. 

Gastgewerbe und Reisen

Zwischen den Monaten März 2020 und März 2021 gab es im Sektor des Gastgewerbes ausschließlich Umsatzeinbußen. In einigen Monaten im Winter 2020/2021 lagen diese sogar bei über 60 Prozent. 

Begründbar ist dies durch die damaligen Lockdowns und Beschränkungen, die die Branche hart trafen. Seit Mitte des Jahres 2021 steigen die Umsätze wieder an. Allerdings ist dieser prozentuale Zuwachs deutlich niedriger als die vorherigen Verluste. 

Ähnliches gilt für Reiseveranstalter. Diese mussten bis zum September 2021 einen Umsatzeinbruch von 69 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 hinnehmen. Viele Unternehmen in der Sparte rechnen damit, dass erst ab 2023 wieder Umsätze erwirtschaftet werden können, die mit dem Niveau vor der Pandemie vergleichbar sind. Diese Einschätzung zeigt, dass die mit dem Virus verbundenen Einschränkungen nach wie vor starke Auswirkungen auf den Sektor haben. 

Einbrüche auch in der Luftverkehrsbranche

Der Einbruch zeigt sich gleichermaßen bei einem Blick auf den Flugverkehr. Im Jahr 2020 flogen fast dreiviertel weniger Fluggäste mit Passagierflügen von den größten deutschen Flughäfen ab. Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung bei Flügen in die USA und nach China. 

Im Jahr 2021 machte sich die Krise im deutschen Flugverkehr nach wie vor bemerkbar. Laut Zahlen der Deutschen Flugsicherung fand bei den Passagier- und Frachtflügen zwar eine leichte Erholung gegenüber 2020 statt. Allerdings erreichte der Umfang dieser Flüge trotz der Steigerung nur die Hälfte der im Jahr 2019 gemessenen Zahlen. 

Welchen Branchen bringt die Pandemie ein Plus beim Umsatz? 

Andererseits gibt es Branchen, denen die Pandemie ein Wachstum brachte. Dazu zählen vor allem Dienste und Shops im virtuellen Bereich, also im Internet. 

Der Online-Handel als Profiteur?

Laut dem Portal destatis.de konnte der Online-Handel zwischen den Monaten März 2020 und Januar 2021 ein reales Umsatzplus von 27,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr erwirtschaften. 
Diese Zahlen sind zudem der Grund dafür, warum der Einzelhandel bei einer Gesamtbetrachtung in diesem Zeitraum seine realen Umsätze ebenfalls leicht steigern konnte. 

Allerdings brachen die Umsätze der Kaufhäuser im Jahr 2020 deutlich ein. Besonders betroffen waren Mode- und Schuhgeschäfte, die etwas weniger als 80 Prozent ihres Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr verloren. Der Trend zum Online-Handel setzte sich im Jahr 2021 fort. 

Umsatz-Steigerungen bei virtuellen Dienstleistern

Nicht nur bei Warenkäufen spielt die Online-Welt eine immer größere Rolle. Entertainment-Anbieter wie Netflix konnten ihre Umsätze im Laufe der Pandemie von Quartal zu Quartal ebenfalls stetig steigern. 

Gleiches gilt für weitere Online-Dienstleister. Unternehmen, die verschiedene virtuelle Tools zur Verfügung stellen, um das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen, profitieren ebenfalls von den Umständen. 

Das zeigt sich zum Beispiel anhand des Video-Kommunikationsdienstleisters Zoom. Dieser konnte seine Umsätze seit dem Jahr 2019 deutlich steigern und im Jahr 2021 zum ersten Mal einen Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar in einem Quartal vermelden

Allerdings flacht die Wachstumskurve deutlich ab. Dies liegt unter anderem daran, dass Zoom zunehmend Konkurrenz bekommt. Letzteres wiederum ist ein deutlicher Beleg dafür, wie attraktiv die Branche geworden ist. Bei dieser Entwicklung spielt die Pandemie eine nicht geringe Rolle. 

Der Trend hin zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen und dem Kauf von Waren im Netz im Allgemeinen bestand bereits vor der Pandemie. Allerdings hat diese die Entwicklung deutlich verstärkt und beschleunigt. 

Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung

Die Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung in den durch die Pandemie gebeutelten Branchen liegen vor allem in einem hohen Maß an Flexibilität, Transparenz und einem Umdenken. Allerdings haben die Optionen gleichzeitig deutliche Grenzen. 

Flexibilität und Transparenz

Eine umfangreiche Flexibilität bedeutet in diesem Zusammenhang, sich schnell auf neue Situationen einzustellen. Deutlich geworden ist dies zum Beispiel in der Phase der Wiedereröffnung der Restaurants und Hotels im Anschluss an einen Lockdown. 

Die Betriebe mussten (und müssen nach wie vor) gewisse Beschränkungen und Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Hygienekonzepte spielen ebenso eine wichtige Rolle wie die Kontrolle von Nachweisen für Impfung, Testung und Genesung. 

Gastro- und Beherbergungsbetriebe, die sich hierauf schnell einstellen konnten, hatten einen klaren Vorteil. So funktionierten die Abläufe sicherlich problemloser, was der Effizienz zugutekam. Da der Fortgang der Pandemie unklar ist, kann eine grundsätzliche Flexibilität gegenüber neuen Entwicklungen und Regelungen in Zukunft weiterhin eine große Hilfe sein. 

Dies gilt gleichzeitig für den Bereich Personal. Hier kann es aufgrund der sich ständig verändernden Situation dazu kommen, dass phasenweise kaum Mitarbeiter benötigt werden. Viele ehemalige Gastronomie-Angestellte haben daher die alte Stelle gekündigt und sind nun in anderen, aktuell erfolgversprechenderen Branchen tägig. Durch Lockerungen kann jedoch plötzlich wieder ein erhöhter Personalbedarf bestehen. 

Neben der grundsätzlichen Flexibilität und den Personalfragen spielt die Transparenz gegenüber den Gästen in der Gastro- und Beherbergungsbranche eine wichtige Rolle. Nur so kann ein hohes Maß an Vertrauen geschaffen werden, was mögliche Sorgen, die in der Pandemie begründet liegen, abschwächt und für eine engere Kundenbindung sorgt. 

Umdenken in verschiedenen Branchen 

Flexibilität bedeutet nicht nur, dass ein Unternehmen sich auf neue Regelungen einstellt und den Betrieb wie vor der Pandemie fortführt. Gleichzeitig kann sie ein Umdenken und ein Einschlagen von neuen Wegen beinhalten, die dafür sorgen, dass wieder höhere Umsätze generiert werden. 

So besteht je nach Branche die Möglichkeit, auf den Online-Handel oder auf Dienstleistungen im Netz umzustellen. Auf diese Weise können verlorene Umsätze ausgeglichen werden. 

Darüber hinaus ermöglicht es dieser Weg, neue Käuferschichten zu akquirieren. Personen, die vor allem online kaufen, werden auf diese Weise womöglich zum ersten Mal auf ein Unternehmen aufmerksam. 

Das Umschwenken auf den Online-Handel kann gleichzeitig bedeuten, die Produkt- und Angebotspalette zu verändern. Dies zeigt sich unter anderem bei einem Blick auf die Gastronomie. Um die geringere Anzahl an Gästen auszugleichen, hat sich die Gastronomie in der Vergangenheit vor allem im Bereich der Lieferung neu orientiert sowie Speisekarten optimiert. 

Grenzen und Nachteile der Möglichkeiten 

Natürlich gibt es bei den Möglichkeiten, die Umsätze durch gewisse Korrekturen zu steigern, Grenzen. Diese betreffen vor allem die Beherbergungen und den Flugverkehr. Einschränkungen und Umsatzeinbußen können aufgrund der Charakteristika dieser Leistungen durch den Online-Handel nicht ausgehebelt werden. 

Eine Möglichkeit für Unternehmen im Flugverkehr könnte darin bestehen, Länder anzusteuern, die in der jeweils aktuellen Situation weniger Einschränkungen umsetzen müssen und daher umfangreicher besucht werden. 

Allerdings können sich diese Regelungen mit dem Ansteigen von Fallzahlen in den Zielregionen unter Umständen häufig und überraschend ändern, weshalb fraglich ist, ob solche Maßnahmen zu einem umfangreichen und vor allem dauerhaften Erfolg führen. 

Schließlich werden die meisten Urlaube mit zeitlichem Vorlauf geplant. Zum Zeitpunkt der Abreise kann die Situation eine andere sein als bei der Buchung. 

Darüber hinaus kann die Umstellung eine gewisse Investition erfordern. Dies gilt sowohl für die Anpassung der Regularien als auch für den Wechsel zum Online-Handel. Falls ein Unternehmen Verluste hinnehmen musste, kann es sein, dass die finanziellen Mittel hierzu fehlen. Des Weiteren sind die Investments immer mit einem Risiko verbunden und benötigen Zeit, bis sie sich auszahlen. Hat die Firma diese Zeit? 

Das Thema Lieferketten

Natürlich besteht zwischen den Umsätzen und den Lieferketten ein Zusammenhang. Wenn Zweitere unterbrochen sind und wunschgemäß funktionieren, können aufgrund des daraus resultierenden Waren- und Rohstoffmangels in vielen Sparten keine hohen Umsätze erwirtschaftet werden. Im Rahmen der Pandemie haben sich diesbezüglich einige Probleme gezeigt. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf diesen für die Wirtschaft wichtigen Aspekt. 

Probleme mit den Lieferketten

Im Jahr 2021, also nach den ersten großen Lockdowns, herrschte für bestimmte Produkte eine große Nachfrage. Diese war so umfangreich, dass die Händler mit den Lieferungen nicht hinterherkamen. 

Die Gründe für die entsprechenden Probleme sind vielfältig. Zum einen wurden viele Geschäfte von dem großen Andrang überrascht. Darüber hinaus gab es ohne den umfangreichen Bedarf bereits eine gewisse Unübersichtlichkeit in den Lieferketten. 

Unterbrochene Lieferketten im Schiffsverkehr

Gerade im Bereich des Schiffsverkehrs machen sich die Probleme bemerkbar. Wenn große Häfen aufgrund von Corona-Fällen schließen, sorgt dies für einen Lieferverzug. Solche Situationen können immer wieder auftreten. Eines von vielen Beispielen ist die Schließung des zweitgrößten Containerhafens Chinas im August 2021. 

Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Planet Labs Inc.

Hinzu kam im März 2021 der Umstand, dass das Containerschiff „Ever Given“ im Suezkanal feststeckte und damit eine wichtige Handelsstraße blockierte. Der Vorfall hatte zwar keinen direkten Zusammenhang mit der Pandemie, dennoch hat er die Lieferketten getroffen und einmal mehr belegt, wie verwundbar sie sind. Die gleichzeitig hohe Nachfrage verschärft das Problem und sorgt dafür, dass noch Monate nach den Schließungen ein Lieferstau besteht, der abgearbeitet werden muss.

In und vor den Häfen stauen sich die Schiffe und warten teilweise mehrere Wochen, bis die Container entladen werden können. Das hat logischerweise zur Folge, dass ab einem gewissen Punkt eine Knappheit bei den Containern besteht und neue Ladungen nicht mehr aufgenommen werden können. Darüber hinaus steigen die Preise für Container stark an. 

Unterbrochene und eingeschränkte Lieferketten im Luftverkehr

Bereits angeklungen sind der Rückgang des Flugverkehrs und die damit verbundenen Umsatzeinbußen für die Branche. Diese Situation hatte ebenfalls negative Folgen für das Funktionieren der Lieferketten.

Nicht nur an deutschen Flughäfen, sondern auch in anderen Ländern wurde der Verkehr heruntergefahren. Diese Umstände sind nach wie vor aktuell. So hat zum Beispiel China die internationalen Flüge im November 2021 aufgrund der dort bestehenden Null-Covid-Strategie noch einmal stark reduziert. Dies hat für die Lieferketten nach Deutschland drastische Konsequenzen, vor allem vor dem Hintergrund, dass das Land einer der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik ist. 

Besonders betroffene Branchen und Produktsparten 

Ähnlich wie bei den Umsätzen gibt es einige Branchen, die von den Problemen bei den Lieferketten besonders stark betroffen sind. Dazu zählt unter anderem die Automobilindustrie. 

Begründet liegt dies unter anderem in Lieferproblemen mit Computerchips, die für moderne Pkws eine wichtige Rolle spielen. Teilweise wurden in den Produktionsstätten keine Autos mehr gefertigt, insgesamt ist der Produktionsumfang in den Jahren 2020 und 2021 jeweils spürbar gesunken. 

Die Computerchips und andere Elektronikkomponenten fehlen gleichzeitig bei der Software-Produktion. Hinzu kommt eine Knappheit an Rohstoffen, die von Unternehmen in mehreren Branchen benötigt werden. Dazu gehören unter anderem: 

  • Stahl,
  • Kunststoffe,
  • Holz 
  • und Kupfer. 

Neben weiteren Sparten treffen diese Umstände die Baubranche, das Handwerk, die Maschinenbauer und die Metallindustrie. Der Kunststoffmangel hat unter anderem zur Folge, dass Verpackungen verschiedener Art zunehmend knapp werden. 

In besonderer Form ist die Fahrradbranche betroffen. Hier herrscht seit der Pandemie eine hohe Nachfrage, die aufgrund der fehlenden Rohstoffe und Ersatzteile nicht bedient werden kann. 

Neben der Knappheit haben die Engpässe zur Folge, dass die Preise für einzelne Rohstoffe stark steigen. Dies zeigt sich unter anderem anhand der Kosten von Stahl, die allein im Jahr 2021 deutlich in die Höhe geklettert sind.

Umgang mit der Lieferkettenproblematik als Unternehmen

Die Umstände stellen die Unternehmen in den entsprechenden Branchen vor verschiedene Herausforderungen. Zum einen scheint die Suche nach Alternativen sinnvoll, zum anderen müssen organisatorische Hürden in verschiedenen Abteilungen der Firmen gemeistert werden. Das betrifft zum Beispiel das Personal in der Automobilbranche. Ähnlich wie im oben angesprochenen Beispiel der Gastronomie müssen Unternehmen sich darauf verlassen können, schnell viel Personal zu bekommen, wenn sich die Lieferkettenproblematik kurzfristig ändert. Auch hier ist durch Corona nichts mehr planbar und Unternehmen müssen auf extreme Volatilität reagieren. Durch Lieferkettenabbrüche in der Automobilindustrie stehen die Bänder manchmal länger still, wie die Lieferkettenproblematik der Computerchips für Pkws gezeigt hat. Ändert sich die Lage schnell, wird kurzfristig wieder viel Personal benötigt, um die Aufträge fristgerecht abarbeiten zu können.

Um diesen Umständen gerecht zu werden, können Betriebe auf eine Zusammenarbeit mit einem Personaldienstleister setzen. Als Einkäufer von Personaldienstleistungen können Unternehmen in industriellen Branchen so auf einen kurzfristig erhöhten Personalbedarf reagieren. In diesem Rahmen gibt es verschiedene Modelle, die je nach Situation passend sein können. 

Nicht nur die großen Konzerne stehen vor der Herausforderung ihr Personal flexibel planen zu müssen, auch mittelständische und kleine Unternehmen stehen vor eben dieser Problematik. Mit der Option des „Single Sourcing“ greift die Firma ausschließlich auf die Leistungen eines einzelnen Personaldienstleisters zurück. Diese Variante ist ideal geeignet für die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen. 

Alternativ kann ein Supplier Pool genutzt werden. In diesem Rahmen arbeitet die Firma mit mehreren Personallieferanten zusammen. Je nach Situation werden einzelne Verträge geschlossen. 

Wie sehen die Alternativen aus?

Im Rahmen ihres Supplier Managements können Unternehmen versuchen, auf andere Lieferanten zu setzen und ihre entsprechenden Kontaktstrukturen zu verändern bzw. auszubauen. 

Dies kann allerdings einen gewissen Aufwand bedeuten und lässt sich in einigen Fällen nur schwer umsetzen. Zudem kann die Strukturveränderung im Rahmen von Entscheidungen im Supplier Management mit höheren Kosten verbunden sein, wenn zum Beispiel lange bestehende, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen mit entsprechenden Sonderkonditionen wegfallen und der neue Lieferant die Standardpreise ohne Nachlässe verlangt (hinzu kommt der Anstieg des Preisniveaus vieler Materialien). 

Die Veränderungen und Anpassungen des Supplier Managements können gleichzeitig zur Folge haben, dass sich die Produktpalette verändert. Womöglich kann statt dem bisher genutzten Produktionsteil nur eine Alternative geliefert werden, die sich von den vorherigen Komponenten in Details unterscheidet. Dies hätte zur Konsequenz, dass sich auch das Endprodukt verändert. 

Fazit 

Die Corona-Pandemie hat umfangreiche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Zum einen brechen aufgrund einer geringeren Nachfrage und Beschränkungen in einigen Branchen die Umsätze ein. Andere Sektoren wiederum profitieren von der Situation. In manchen Fällen können ein Umdenken sowie ein hohes Maß an Flexibilität dabei helfen, das Problem abzumildern. Darüber hinaus kommt es aus verschiedenen Gründen zu Engpässen bei den Lieferketten. Unternehmen können darauf reagieren, indem sie im Rahmen des Supplier Managements zielführende Entscheidungen treffen, die den Zugang zu den Rohstoffen sowie das Personal betreffen. 

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