Corona: Absage von Sportevents – Schweizer besonders enttäuscht, Deutsche weniger

Studie von YouGov

Eine aktuelle YouGov-Umfrage zum Thema Absage und Verschiebung großer Sportevents, verrät das Ausmaß der Enttäuschung. Spanier, Norweger und Deutsche sind demnach am seltensten enttäuscht.

Wie ist die Reaktion auf Absagen und Verschiebungen großer Sportevents in Europa? (Bild: blumensabrina-pixabay).

Auf die Olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft der UEFA aber auch auf die Austragung der europäischen Sportligen musste als Konsequenz der Corona-Pandemie im Frühjahr und Sommer 2020 verzichtet werden - eine Enttäuschung für viele Sportfans in ganz Europa. Unter befragten Europäern aus zehn verschiedenen Ländern gibt ein Viertel (27 Prozent) an, enttäuscht über die Verschiebung oder die Absagen großer Sportereignisse zu sein. 53 Prozent sind nicht enttäuscht. 17 Prozent fühlen sich nicht betroffen, da sie sich nicht für Sport interessieren. Drei Prozent machen keine Angaben. Am häufigsten geben die Schweizer an, darüber enttäuscht zu sein (40 Prozent), an zweiter Stelle stehen die Österreicher mit 36 Prozent, gefolgt von den Finnen mit 34 Prozent.

Europäer enttäuscht über Absage von Sportevents (Bild: YouGov)

So enttäuscht sind die Europäer über die Absagen und Verschiebungen von großen Sportveranstaltungen, n = 10.563 Personen (Bild: YouGov.

Spanier, Norweger und Deutsche am seltensten enttäuscht

Deutsche seltener enttäuscht über Sportevent-Absage (Bild: YouGov)

Deutsche seltener enttäuscht (Bild: YouGov). 

Die Enttäuschung der Spanier bezüglich der Verschiebung oder Absage großer Sportevents hält sich am häufigsten in Grenzen: Knapp sieben von zehn der spanischen Befragten (69 Prozent) geben an, nicht enttäuscht zu sein. Unter den Norwegern sagen dies 58 Prozent, unter deutschen Befragten gibt mehr als die Hälfte (55 Prozent) diese Antwort.

Zeit mit der Familie als Alternativbeschäftigung

Ein Drittel (35 Prozent) der europäischen Befragten gibt als alternativen Zeitvertreib zum Verfolgen der Sportveranstaltungen an, Zeit mit der Familie zu verbringen.

Top fünf Alternativbeschäftigungen bei Absage von Sportevents (Bild: YouGov)

Top fünf Alternativbeschäftigungen (Bild: YouGov).

Am häufigsten sagen dies die Schweizer (49 Prozent), gefolgt von den Österreichern (48 Prozent) und den Spaniern (46 Prozent). Knapp drei von zehn (29 Prozent) der Gesamtbefragten verbringen häufiger aktive Zeit im Freien. Auch dies sagen die Schweizer am häufigsten (41 Prozent). Jeweils knapp ein Viertel aller Europäer (24 Prozent) schaut Filme oder Serien, für die sich vorher keine Zeit fand oder verwendet mehr Zeit auf die eigenen Hobbies. Die beiden letztgenannten Alternativaktivitäten betreiben die Spanier im europäischen Vergleich jeweils am häufigsten (36 Prozent Film- und Serienkonsum und 39 Prozent Hobbybeschäftigung).

Skandinavier sind die größten Sportereignis-Muffel

Größte regionale Unterschiede bei Absage von Sportevents (Bild: YouGov)

Regionale Interessensunterschiede an Sportevents und Alternativbeschäftigungen (Bild: YouGov).

Knapp drei von zehn der Gesamtbefragten in Europa (28 Prozent) geben an, ohnehin nicht vorgehabt zu haben, Sportevents zu verfolgen. Die Schweden sagen dies am häufigsten (37 Prozent), gefolgt von den Norwegern (36 Prozent), den Dänen (34 Prozent) und den Finnen (33 Prozent). Mit jeweils 19 Prozent machen die Bewohner der beiden Sportnationen Italien und Spanien aber auch die Österreicher am seltensten diese Aussagen.

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Methodik

Erhebungsmethode Standardisierte Online-Interviews
Befragte Zielgruppe Bevölkerungen ab 18 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? YouGov-Panel
Stichprobengröße 2.031 Deutsche, 1.043 Dänen, 1.010 Finnen, 1.002 Franzosen, 1.028 Italiener, 1.004 Norweger, 1.032 Spanier, 1.012 Schweden, 701 Österreicher, 700 Schweizer
Feldzeit 23.06. bis 17.07.2020
Länder Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Spanien, Schweden, Österreich, Schweiz
Veröffentlicht am: 29.07.2020

 

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