Brexit: Briten befürchten Preissteigerungen

Simon-Kucher-Studie

Der Brexit steht kurz bevor. Wie stehen die Briten zwei Jahre nach dem Referendum zum Brexit? Welche ökonomischen Auswirkungen erwarten sie? Eine aktuelle Studie von Simon-Kucher & Partners hat UK-Bürger dazu befragt.

Brexit © Elionas2 - pixabay

Brexit © Elionas2 - pixabay

 

65 Prozent der britischen Bevölkerung befürchten Preiserhöhungen als Folge des anstehenden Brexit (Brexit-Gegner: 90 Prozent; Brexit-Befürworter: 38 Prozent). 66 Prozent der Befragten erwarten kurzfristig Preiserhöhungen bei Supermarkteinkäufen, 68 Prozent bei Flugpreisen und 69 Prozent bei Pauschalreisen. Besonders ungern sähen UK-Bürger steigende Preise für Artikel des täglichen Lebens, vor allem für Obst und Gemüse, Alltagskleidung und alkoholische Getränke. Aber: Preiserhöhungen beeinflussen die Haltung der Brexit-Befürworter nicht: Nur 16 Prozent würden angesichts einer weiteren Inflation heute bei einem Referendum anders abstimmen. Die Hardliner (10 Prozent) würden ihre Meinung selbst bei hohen Inflationsraten von bis zu sechs Prozent nicht ändern.

Mehr als die Hälfte unzufrieden mit den Brexit-Verhandlungen

89 Prozent der Brexit-Gegner geben an, einen "weichen" Brexit vorzuziehen. 88 Prozent der Brexit-Befürworter sprechen sich für einen "harten" Ausstieg aus. 55 Prozent der UK-Bürger sind der Meinung, dass ihre Regierung die Brexit-Verhandlungen schlecht führt (Brexit-Gegner: 70 Prozent; Brexit-Befürworter: 46 Prozent). 53 Prozent der Befragten bemängeln auch die Verhandlungstaktiken der EU (Brexit-Gegner: 39 Prozent; Brexit-Befürworter: 69 Prozent).

Britsche Produkte erleben Aufschwung

Knapp 25 Prozent der UK-Bürger geben an, dass sie seit dem Brexit-Referendum vermehrt Produkte britischer Hersteller gekauft haben. 14 Prozent nennen höhere Preise von ausländischen beziehungsweise importierten Marken als Grund dafür. 44 Prozent der Befragten geben an, sich bewusst für Produkte britischer Unternehmen entschieden zu haben, um diese zu unterstützen. 66 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihre Urlaubspläne aufgrund des Brexit nicht ändern würden. 11 Prozent planen allerdings, ihren Urlaub künftig vorwiegend im eigenen Land verbringen zu wollen

Zur Studie: Simon-Kucher & Partners befragte im April 1.008 britische Bürger.

Veröffentlicht am: 13.07.2018

 

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