Best of FAMS 2021, die Stimmung der Deutschen zur Corona-Lage, der Ruf der Impfstoffe und das Konsumklima im März

Blick auf die Branche: News KW 12

Täglich erreichen uns spannende Mitteilungen über neue Personalveränderungen und aktuelle Studien. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse und Nachrichten aus der Marktforschungsbranche in dieser Woche. Lesen Sie über Best of FAMS 2021, die Stimmung der Deutschen zur Corona-Lage, der Ruf der Impfstoffe und das Konsumklima im März.

Blick auf die Branche: News auf marktforschung.de

"Der Radverkehr und dessen Verbesserung" Best of FAMS 2021

ADM, BVM und DGOF vergeben zum zweiten Mal den Preis für die beste Projektarbeit des Jahres im Rahmen der Ausbildung zum bzw. zur Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung. Gewinner ist dieses Jahr die "Projektgruppe ADFC" der bmk Hamburg-Wandsbek mit dem Thema Radverkehr und wie man diesen verbessern kann.

Eingereicht werden konnten Projektarbeiten, die im Rahmen der FAMS-Ausbildung 2020 an den Berufsschulen ausgearbeitet wurden. In diesem Jahr haben drei Projektteams aus zwei Schulen diese Möglichkeit genutzt. Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Bereiche der Branche zusammen. Martina Winicker, Geschäftsführerin des IFAK-Instituts und Vorstand des BVM, dazu:

"Der Best of FAMS fand in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen statt. Für die Auszubildenden hieß das Digital-Unterricht an den Berufsschulen. Nicht ganz einfach, unter diesen Bedingungen eine gemeinsame Projektarbeit auszuarbeiten." 

Die Gewinner werden im Rahmen des diesjährigen BVM-Kongresses der Deutschen Marktforschung vom 7.-8. Juni 2021 in Frankfurt am Main geehrt und dort ihr Projekt vorstellen.

COVID-19 - Stimmung der Deutschen im Fokus

Im Auftrag des COSMO-Konsortiums führt respondi regelmäßig die Datenerhebung für das COVID-19 Snapshot Monitoring (COSMO) durch. Diese Studie untersucht, wie die Bevölkerung die Lage hinsichtlich des Coronavirus wahrnimmt. Unter anderem im Auftrag des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) befragten sie dazu Mitte März 2021 in der 38. Welle der Studie eine Stichprobe ihres Online-Panels. Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung:

  • Ein hohes Vertrauen in die Regierung haben aktuell 30 Prozent (zum Jahresende waren es 48 Prozent),
  • 43 Prozent der Befragten finden die aktuellen Maßnahmen angemessen, für ein Drittel gehen sie zu weit, 24 Prozent halten sie hingegen für nicht ausreichend.
  • Der Anteil der Befragten, der nicht mehr genau weiß, welche Regelungen aktuell gelten, stieg von 16 Prozent auf 22 Prozent, was darauf hindeutet, dass der Stufenplan sehr komplex ist.
  • Aktuell würden sich 68 Prozent der Bevölkerung (eher) impfen lassen, bei den unter 30-Jährigen ist die Bereitschaft dabei allgemein am geringsten.
  • 27 Prozent haben bereits einen Schnelltest durchführen lassen. Über die Frage, wo sie einen Schnelltest durchführen könnten, herrscht bei 49 Prozent Unsicherheit.

Detaillierte Ergebnisse finden sich auf der Website der Uni Erfurt unter www.corona-monitor.de

Covid-Impfung: Ruf von AstraZeneca leidet

Im Rahmen einer YouGov-Umfrage wurden mehr als 8.000 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich und den USA vom 23. Februar bis 2. März 2021 mittels standardisierter Online-Interviews zur Akzeptanz der Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Moderna befragt. Das Wichtigste dazu im Überblick:

  • "Impfstoff ist sicher": Zustimmung bei BioNTech/Pfizer 66 Prozent, AstraZeneca 43 Prozent, Vakzin von Moderna 54 Prozent.
  • 27 Prozent der deutschen Befragten wollen sich nicht mit dem AstraZeneca-Vakzin impfen lassen.
  • BioNTech/Pfizer würden 61 Prozent annehmen, AstraZeneca 35 Prozent, Vakzin von Moderna 49 Prozent.
  • Allgemein leidet das Vertrauen in AstraZeneca in den befragten Ländern des europäischen Festlandes, aber auch in den USA.

Lockdown-Lockerungen Anfang März stimulieren Konsumklima

Die Gfk führt im Auftrag der EU-Kommission im Rahmen der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews durch. Die Ergebnisse hier sind ein Auszug daraus für den Befragungszeitraum vom 4. bis 15. März 2021. So beflügeln die Anfang März begonnene Lockerung des harten Lockdowns sowie die zum Zeitpunkt der Befragung sinkenden Infektionszahlen die Konsumstimmung.

Lockerungen Konsumklima GFK 2021 (Bild: Gfk)

Die GfK prognostiziert für das Konsumklima für April 2021 einen Wert von -6,2 Punkten und damit 6,5 Punkte mehr als im März dieses Jahres (revidiert -12,7 Punkte). Die Ereignisse um den Impfstoff AstraZenica sowie die deutliche Zunahme der Infektionszahlen der letzten Tage sind nicht berücksichtigt, u.a. deshalb ist es fraglich, ob die Verbesserung des Konsumklimas anhalten wird. Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte, dazu:

"Der erneute harte Lockdown wird dem Konsumklima schwer schaden und die aktuelle Verbesserung ein Strohfeuer bleiben. Eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung wird demnach weiter auf sich warten lassen - für Händler und Hersteller bedeutet das weiterhin schwierige Zeiten."

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