Belastung der Bevölkerung durch Corona so hoch wie nie

Infas-Studie

Das infas Institut hat untersucht, wie hoch die Belastung der Bevölkerung während Corona ist. Das erschreckende Ergebnis: 41 Prozent der Bevölkerung empfinden die Einschränkungen im täglichen Leben aufgrund der Corona-Pandemie als belastend, jeder Fünfte sieht sich sogar stark belastet.

Stress (Bild: Christian Erfurt - unsplash)
Die Belastung in der Bevölkerung durch Corona nimmt zu (Bild: Christian Erfurt - unsplash)

Im Januar 2021 ist der Anteil der Befragtem, der die täglichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie als belastend empfindet, auf den bisher höchsten Wert gestiegen. 22 Prozent stimmen der Aussage "die Einschränkungen im täglichen Leben belasten mich" voll und ganz, 21 Prozent stimmen eher zu. Zum Vergleich: Im August erhielt diese Aussage gerade einmal 7 bzw. 9 Prozent Zustimmung. Mit 41 Prozent der Befragten, die die Einschränkungen im täglichen Leben aufgrund der Corona-Pandemie als belastend empfinden, ist das der höchste gemessene Anteil seit Beginn der infas-Messungen im April 2020. Lediglich 15 Prozent stören die Einschränkungen nicht. 

Home-Office und Kinder als wichtige Faktoren

In Haushalten mit Kindern empfinden 55 Prozent die Situation als besonders belastend, in Haushalte ohne Kinder nur 40 Prozent. Auch 71 Prozent der ganz oder teilweise im Home-Office arbeitenden Menschen fühlen sich überdurchschnittlich durch die Einschränkungen im täglichen Leben belastet (38 Prozent in der Gruppe ohne Home-Office).

Für die kommenden sechs Monate erwartet eine Mehrheit der Befragten auch keine Verbesserung der Situation. 51 Prozent befürchten sogar deutliche Einschränkungen des Lebensstandards. Dies ist ebenfalls der bisher höchste gemessene Anteil seit April. Pessimistisch sind hier vor allem Personen mit geringem Einkommen. Zum Vergleich: Im Juni oder Juli erwarteten gerade einmal 27 bzw. 28 Prozent Einschränkungen.

/pj

Methodik

Erhebungsmethode Dual Frame Telefonbefragung
Befragte Zielgruppe deutsche Wohnbevölkerungab 18 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? ADM-Zufallsstichprobe
Stichprobengröße 1.000 Befragte pro Monat
Feldzeit kontinuierliche Untersuchung
Land Deutschland

Kommentare (1)

  1. Dr. Korczak am 18.03.2021
    Die infas-Ergebnisse bestätigen, was wir zur finanziellen Belastung und zu den finanziellen Sorgen der Bevölkerung bedingt durch Corona ermittelt haben.
    Sie dazu unsere Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung
    http://library.fes.de/pdf-files/wiso/17552.pdf

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