Ansteckungsangst im ÖPNV, keimfreie Luft im Auto, viralen Marken und Gefahren beim Online-Shopping

Blick auf die Branche: News KW 2

Täglich erreichen uns spannende Mitteilungen über neue Personalveränderungen und aktuelle Studien. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse und Nachrichten aus der Marktforschungsbranche in dieser Woche. Lesen Sie über neue Personalien, Ansteckungsangst trotz Maskenpflicht in ÖPNVs, Preisbereitschaften für frische Atemluft im Auto oder die Zufriedenheit mit dem Stromanbieter.

Blick auf die Branche: News auf marktforschung.de

Personalie bei DVJ Insights

DVJ Insights hat zum 1. Januar Jori van de Spijker als Managing Consultant für die Niederlande und Judith Lieftink als Research Director eingestellt. 

Jori van de Spijker arbeitet seit Oktober 2018 bei DVJ Insights, wo er als Client Consultant und Practice Lead für die Marken- und Kommunikationsforschung zuständig war.

Judith Lieftink ist ausgebildete Soziologin und hat ihr gesamtes Berufsleben in der Forschung gearbeitet, ist aber auch mit dem Coaching von Mitarbeitenden und der Durchführung von Workshops vertraut.

Unsicherheit vor Ansteckung trotz Maskenpflicht in ÖPNV hoch

Im Rahmen der Studie "OpinionTRAIN 2021" untersuchten Rogator und exeo in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Schweden, innerstädtische Mobilitätsveränderungen durch die Corona-Krise und die Herausforderungen für den ÖPN. Hier die Key-Findings der Studie:

  • 2018 gaben noch 42 Prozent der Befragten an, jeden Tag im Stadtgebiet unterwegs zu sein. Der korrespondierende Wert ist im Nov./Dez. 2020 auf 22 Prozent zurückgegangen.
  • Einen starken Zuwachs bei der Nutzendenquote erreicht das Fahrrad (aktuell 26 Prozent vs. 19 Prozent in 2018) und die Mitfahrt im Pkw (aktuell 13 Prozent vs. 8 Prozent in 2018)
  • Auch fast ein dreiviertel Jahr nach Ausbruch der Pandemie spielen die Aspekte Maskenpflicht und Abstandsregelungen eine weiterhin wichtige Rolle. In der Schweiz fühlen sich 63 Prozent der Befragten durch die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sicher vor einer Ansteckung. Deutlich schlechter ist die Momentaufnahme für Deutschland: Nur 42 Prozent der Deutschen fühlen sich im ÖPNV sicher vor einer Infektion, 58 Prozent dagegen nicht.
  • Kontrolle und Durchsetzung der Maskenpflicht im ÖPNV werden von den Befragten als Top-Maßnahmen zur Förderung des ÖPNV während der Corona-Krise bewertet (53 Prozent in Deutschland, 55 Prozent in Österreich, 49 Prozent in der Schweiz).

40 Prozent der deutschen Autokaufende wollen keimfreie Atemluft im Auto

Unternehmenslogo puls Marktforschung (Bild: Puls)
puls Marktforschung befragte in einer aktuellen Studie 1.053 Autolaufende in Deutschland zu ihrer Preisbereitschaft moderner Hochleistungs-Filtersystemen in Autos. 40 Prozent der Befragten geben an, Viren und Schadstoffe keimfrei aus den Auto-Innenräumen herausfiltern zu wollen. Überdurchschnittliches Interesse an frischer Atemluft im Auto zeigen Kaufende der Premiummarken BMW (56 Prozent), Volvo (48 Prozent), AUDI (47 Prozent) und Hyundai (44 Prozent).

Den an modernen Filtersystemen interessierten Autokaufende ist die mit Operationssälen vergleichbare keimfreie Luft im Auto knapp 800 Euro Aufpreis wert. Interessant ist auch, dass Frauen mit 36 Prozent zwar ein etwas geringeres Interesse an modernen Filtersystemen haben, mit 1.216 Euro dafür aber eine deutlich höhere Preisbereitschaft zeigen.

Jeder Dritte plant 2021 seinen Stromanbieter zu wechseln. Noch höhere Wechselbereitschaft bei Erdgas.

Nintendo, Apple und Lidl gehen im Corona-Jahr viral

Welche Marken konnten 2020 im Internet von sich reden machen, den eigenen Namen im Web rasant verbreiten und diese Popularität für sich am besten nutzen? Das hat eine Studie von Faktenkontor und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) untersucht.

Bei den Marken mit der höchsten Viralität liegen Nintendo und Apple ganz vorne, beide Konzerne werden besonders positiv wahrgenommen. Platz eins erreicht der Videospiel- und Konsolenhersteller Nintendo, dahinter folgt der Technologiekonzern Apple, der ebenfalls als virale Marke im Netz punkten konnte. Auf Platz drei der viralen Marken 2020 schafft es der Discounter Lidl, der mit einer starken Digital-Kampagne erfolgreich bei jungen, online-affinen Nutzern war. 

Wenn es um ein überwiegend positives Echo im Netz geht, schneidet Nintendo am besten ab. Auch Unternehmen, die häufig in der Kritik stehen, wie Amazon und Huawei, unter den Top 10 zu finden. Ebenfalls unter die besten Zehn schaffen es Mercedes, Zara, Vorwerk Thermomix, Samsung und Audi.

Geht es anders herum um ein überwiegend negatives Echo im Netz, sind als deutsche Unternehmen Lufthansa und die Deutsche Bahn ganz vorne mit dabei, ihre Markennamen wurden im vergangenen Jahr im Netz überwiegend mit eher negativen Aussagen verknüpft.

Acht Prozent haben schon einmal ein defektes Gerät online verkauft

Unternehmenslogo Bitkom Research (Bild: Bitkom)
Im Auftrag des Digitalverbands Bitkom untersuchte die Bitkom Research im Zeitraum von November bis Dezember 2020, wer bereits Produkte über das Internet ver- oder gekauft hat und welche Nachteile sich ergeben haben. Dazu wurden 1.002 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren befragt.

Ein Großteil verkauft ausrangierte Dinge im Netz. 72 Prozent der Deutschen veräußern mindestens einmal im Jahr gebrauchte oder neuwertige Gegenstände online, gut jeder Vierte (27 Prozent) sogar mindestens einmal pro Monat. Dabei können auch kaputte Fernseher oder Waschmaschinen Geld bringen: Acht Prozent haben schon einmal ein defektes Gerät online verkauft.  

Große Plattformen wie eBay bzw. ebay Kleinanzeigen oder Amazon Marketplace werden dafür von den meisten Online-Verkaufende (62 Prozent) genutzt. 69 Prozent ärgern sich allerdings über die geringen Preise, die sie für ihre Artikel online erzielen. 52 Prozent sehen als Nachteil, dass sie teilweise zu viele Daten wie etwa die Handynummer oder ihre Adresse preisgeben müssen, wenn Sie sich mit einem Kaufenden einig werden wollen. Zugleich sagt mehr als jeder Dritte (37 Prozent), dass nicht immer gewährleistet ist, dass ein Verkaufspartner oder -partnerin vertrauenswürdig ist – und 34 Prozent sehen auch das Risiko, durch Kaufende betrogen zu werden.

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