Andere Länder, andere (Tisch-) Sitten

GIM-Umfrage

Wie unterscheiden sich die Deutschen und die Chinesen in ihrem Essverhalten? Die GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung ist dieser Frage auf den Grund gegangen.

Nicht alles passt zusammen (Bild: beermedia - AdobeStock)
Nicht alles passt zusammen (Bild: beermedia - AdobeStock)

Wichtigstes Ergebnis: Vergleicht man die Essgewohnheiten von Deutschen und Chinesen, lässt sich eine weltweite "Angleichung des Geschmacks" nicht bestätigen. So zeigen sich bei der Häufigkeit der Mahlzeiten, der Experimentierfreude und dem Markenbewusstsein teils deutliche Unterschiede.

Chinesen essen häufiger als Deutsche, und zwar durchschnittlich sieben Mal pro Tag. Im Gegensatz dazu nehmen Deutsche täglich nur vier bis fünf Mahlzeiten zu sich. Zudem ist die Lust, Neues auszuprobieren, in China stärker ausgeprägt als in Deutschland. In 41  Prozent der Ess-Situationen testen Chinesen gerne ungewohnte Speisen. Deutsche zeigen sich nur bei 16  Prozent der Mahlzeiten experimentierfreudig, hier laufen Mahlzeiten meist routinierter ab.

Auch beim Markenbewusstsein fällt Deutschland hinter China zurück: 69  Prozent der Chinesen geben gerne mehr Geld für Markenprodukte aus (in Deutschland lediglich 27  Prozent). Trotz vielfältiger Unterschiede beleuchtet die Studie auch Gemeinsamkeiten. So wird in Deutschland wie China im Alltag gerne in Gemeinschaft gegessen.

Für die repräsentative GIM Food-Studie wurden mit "Darum isst China" und "Darum isst Deutschland" 2016 in Deutschland über 1.500 und 2018 in China 2.000 Erwachsene befragt. Die Gesellschaft für Innovative Marktforschung ist ein international agierendes Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Heidelberg und Niederlassungen in Berlin, Nürnberg, Wiesbaden, Lyon, Zürich und Shanghai. 

Veröffentlicht am: 03.06.2019

 

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