Meeresverschmutzung wird Umweltthema Nr. 1

Studie von YouGov & ORANGE OCEAN

Wie denkt die Bevölkerung über das Thema Plastikverschmutzung der Weltmeere? YouGov hat gemeinsam mit der Non-Profit-Organisation ORANGE OCEAN eine Umfrage in sieben Ländern auf fünf Kontinenten durchgeführt.

Umweltsünde Nr. 1: Plastik am und im Meer (Bild: kakuko - pixabay.com)

Umweltsünde Nr. 1: Plastik am und im Meer (Bild: kakuko - pixabay.com)

Die Ergebnisse der Befragung zeigen deutliche Unterschiede, welche Themen die jeweilige Bevölkerung als wichtigste Umwelt-Probleme ansieht. So geben die Befragten aus Großbritannien (55 Prozent) und Deutschland (49 Prozent) am häufigsten an, dass sie die Verschmutzung der Weltmeere als eines der wichtigsten Umweltthemen ansehen. 

Von den Befragten aus Australien ist die Klimaerwärmung (43 Prozent) das drängendste Thema, jedoch nur knapp vor dem Thema der Meeresverschmutzung, welches zwei von fünf Befragten (40 Prozent) als eines der drei wichtigsten Umweltthemen nannten. In den USA steht das Thema Plastik in den Meeren mit 34 Prozent auf Platz drei hinter Klimaerwärmung (45 Prozent) und Trinkwasserverschmutzung (38 Prozent). 

Weniger Wichtigkeit wird den Plastikstrudeln im Meer in Brasilien, China und Ägypten zugemessen. Hier zeigen sich deutlich andere Umweltprobleme, die für die dort lebenden Menschen dringlicher erscheinen. In Brasilien ist das Thema Meeresverschmutzung mit 28 Prozent nur auf Platz 6. Top-Themen dort sind vor allem die Trinkwasserverschmutzung (57 Prozent), die Erderwärmung (47 Prozent) und Umweltverschmutzung (41 Prozent). 

Chinesen und Ägypter sehen Hauptprobleme bei Verschmutzung der Luft und des Trinkwassers 

In China ist es nur noch jeder sechste Befragte (18 Prozent), der die Verschmutzung der Weltmeere als eines der drei wichtigsten Themen nennt. Dort rufen die Themen Luftverschmutzung (59 Prozent), Trinkwasserverschmutzung und Umweltverschmutzung (jeweils 51 Prozent) deutlich mehr Bedrohung hervor. Völlig unwichtig mit 7 Prozent ist die Weltmeerverschmutzung für die Ägypter. Hier sind deutliche Hauptprobleme die Trinkwasserverschmutzung (72 Prozent) und die Verschmutzung der Luft (64 Prozent). 

Für die Studie wurden 2.047 Personen aus Deutschland, 2.339 Personen aus Großbritannien, 1.393 Personen aus den USA, 1.062 Personen aus Australien, 1.019 Personen aus Ägypten, 1.001 Personen aus China und 1.038 Personen aus Brasilien befragt. Die Ergebnisse aus Deutschland, Großbritannien, USA und Australien sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung gemäß Alter, Geschlecht und Region. Die Ergebnisse aus China, Brasilien und Ägypten sind repräsentativ für die jeweilige Internetbevölkerung gemäß Alter und Geschlecht.

Veröffentlicht am: 13.06.2019

 

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