Aktuelle Studie: Förderbanken mangelt es an prägnanter Kommunikation

Köln - Weniger als die Hälfte der befragten mittelständischen Unternehmen (47 Prozent) hat sich in den letzten fünf Jahren über Förderprogramme informiert. Einer der Gründe für diese Diskrepanz liegt darin, dass die Bereitschaft der Hausbanken, Unternehmen auf Fördermöglichkeiten hinzuweisen, noch ausbaufähig ist. Gerade einmal jeder vierte Unternehmer (25 Prozent), der sich über Förderung informiert hat, ist durch seine Hausbank auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Förderatlas Mittelstand 2010" von evers & jung und YouGovPsychonomics – eine repräsentative Telefonumfrage unter rund 1.600 Mittelständlern.

Gleichzeitig ist der Finanzierungsbedarf mit dem aktuellen Wirtschaftswachstum weiter gestiegen. Rund ein Viertel der Unternehmen hatten bereits Mitte 2010 einen höheren Finanzierungsbedarf, insbesondere für Wachstum und Expansion, sowie Maschinenanlagen und Immobilien. Trotzdem schöpfen die Unternehmen bestehende Fördermöglichkeiten nicht voll aus.

Eine hohe Bekanntheit der Förderinstitute und ihrer Angebote könnte eine Lösung sein, doch nur zwei Drittel der Klein- und Mittelstandsunternehmen kennen ihre jeweilige Landesförderbank und nur ein Drittel die zuständige Landesbürgschaftsbank dem Namen nach. Aber allein die Bekanntheit macht der Zielgruppe nicht immer deutlich, wofür die Institute stehen. Insbesondere die Aufbaubanken Bremen, Thüringen und Sachsen erreichen die höchste Prägnanz in den Analysen des Förderatlas Mittelstand. "Unternehmenskommunikation muss in der Informationsüberflutung eine prägnante Botschaft ermitteln, um wirksam zu sein. Dies gelingt tatsächlich nur wenigen Landesförderinstituten", interpretiert Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand der YouGovPsychonomics.

Quelle: YouGovPsychonomics

Veröffentlicht am: 29.03.2011

 

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