Initiative Markt- und Sozialforschung: ADM-Statement zum weiteren Engagement

Nach Rückzug von BVM und DGOF

Bei den Verbänden herrscht offenbar große Uneinigkeit, was die Zukunft der Initiative Markt- und Sozialforschung angeht. Während der BVM gerade beschlossen hat, die Mitgliedschaft zu kündigen, steht der ADM voll hinter der Initiative und will sie, wenn nötig, auch alleine weiterführen. Das Statement im Wortlaut.

"Der ADM bedauert sehr, dass der BVM und die DGOF die Mitgliedschaft in der Initiative Markt- und Sozialforschung und damit vorläufig auch die Zusammenarbeit der Verbände in Bezug auf die Kommunikation in Richtung Bevölkerung aufgekündigt haben. Uns ist nicht bekannt, dass NIM - so wie in Planung & Analyse berichtet - seine Mitgliedschaft gekündigt hat.

Die Initiative Markt- und Sozialforschung wurde im Jahr 2011 von allen Verbänden gemeinsam ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über die Arbeit der Markt- und Sozialforscher, den Nutzen der Forschungsergebnisse sowie über die Wissenschaftlichkeit der Arbeitsweisen aufzuklären. Diese Aufklärungsarbeit zu leisten, ist aus Sicht des ADM in Zeiten von Fake News und alternativen Fakten wichtiger denn je. Markt- und Sozialforschung trägt in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik dazu bei, dass Entscheidungen auch im Sinne der Bürger*innen getroffen werden. Diese Entscheidungen basieren oft auf Forschungsergebnissen, die häufig mithilfe von Befragungen erhoben wurden. Die Bevölkerung muss über die wertvolle Arbeit der Branche aufgeklärt und bei der Einordnung von Studienergebnissen unterstützt werden. Insbesondere hier setzt die Arbeit der Initiative Markt- und Sozialforschung an. Deshalb halten wir sie für unerlässlich.
 
Der ADM wird nun nochmals versuchen, mit den anderen Verbänden Gespräche zur Zukunft der IMSF aufzunehmen. Sollten diese nicht in einem gemeinsamen Konzept münden, ist der ADM entschlossen, die Initiative auch alleine weiterzuführen. Hierfür hat sich die Mitgliederversammlung des ADM am 10. Mai 2019 in Berlin mit überwältigender Mehrheit ausgesprochen."

Kommentare (1)

  1. Peter Wiegelmann am 23.05.2019
    Dass die Bevölkerung über die wertvolle Arbeit der Branche aufgeklärt und bei der Einordnung von Studienergebnissen unterstützt werden sollte, ist richtig und auch wichtig.
    Die Frage ist nur, ob man dafür eine Initiative benötigt, die nicht in der Lage war und aller Voraussicht auch nicht sein wird, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Um hier einen wirklich messbaren Erfolg in der Gesellschaft zu erzielen, würde es ein viel größeres Budget erfordern, das allerdings nicht darstellbar wäre. Die Budgetproblematik (zu klein um erfolgreich zu sein) wurde im Übrigen seit Gründung immer wieder diskutiert.
    Ich persönlich finde punktuelle Maßnahmen, wie z.B. Qualitätsseminare des BVM für Journalisten oder die generelle politischen Interessenvertretung der Branche durch den ADM unter den genannten Gründen ausreichend.
    Wir sollten lieber die darstellbaren Gelder für schlagkräftigere oder wichtigere Projekte der Branche investieren. Mit der Stärkung des Rates der Deutschen Markt- und Sozialforschung ist bereits ein guter Schritt gemacht.
    Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ADM, BVM, DGOF und ASI noch viele gemeinsame Anstrengungen und gemeinsame Vorhaben identifizieren könnten, um ihre Mitgliedsbeiträge an allen Stellen sinnvoll einzusetzen.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Peter Wiegelmann, geschäftsführender Gesellschafter Interrogare GmbH

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