ADM reagiert auf Diskussion um Repräsentativität

Offener Brief

Mit einem offenen Brief hat der ADM e.V. auf die Diskussion um Repräsentativität von Umfragen in den Medien reagiert. In diesem Brief appellieren Vorstand und Geschäftsführung, die Bezeichnung "repräsentativ" korrekt zu verwenden.

ADM e.V.

Der ADM e.V. kritisiert in einem offenen Brief, dass in nicht näher genannten Medien "Umfrageergebnisse vermehrt als repräsentativ bezeichnet werden, auch wenn diese nicht repräsentativ sind." Diesen Zustand bezeichnet der von Bernd Wachter, Sebastian Götte, Roland Abold und Bettina Klumpe unterzeichnete Brief als "unhaltbar". Damit reagiert der ADM auf die Beschwerde von drei Marktforschern beim Deutschen Presserat.

Der Brief richtet sich gegen Umfragen, bei denen nicht jede Bürgerin und jeder Bürger eine "berechenbare Chance hat, in die Stichprobe zu gelangen". Gemeint sind hiermit zum Beispiel Umfragen, die nur online stattfinden und damit Menschen ohne Internetzugang ausschließen. Solche Umfragen sind dem ADM nach "nicht als repräsentativ für die Bevölkerung" zu bezeichnen. 

Den vollständigen Brief können Sie hier lesen.

Kommentare (3)

  1. Ein anderer Marktforscher am 23.10.2018
    Könnte der Marktforscher bitte ein wenig erläutern, wie auf der Basis willkürlich ausgewählter und / oder selbst selegierter Onlineteilnahmen eine repräsentative Aussage über eine sinnvolle Grundgesamtheit möglich sein soll?
    Man tut panelbasierte Onlinebefragungen als Datenerhebungsmethode keinen Gefallen, wenn man anstelle des Herausarbeitens sinnvoller Anwendungsgebiete apodiktisch darauf besteht, dass man bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse damit erzielen kann.
  2. Redaktion marktforschung.de am 23.10.2018
    Lieber Marktforscher,

    die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung. Diesen Hinweis erhalten Sie bereits beim Erstellen eines Kommentars. Ihren Kommentar haben wir daher nicht freigeschaltet.

    Redaktion von marktforschung.de
  3. Marktforscher am 23.10.2018
    Marktforschung.de scheint es mit der Meinungsfreiheit nicht so genau zu nehmen oder warum wurde mein Kommentar gelöscht?
    Ich schrieb sinngemäß, der Brief hört sich nach alten Männern (ok, ich schrieb evtl. XXXXX) an, die immer noch glauben, Telefonbefragungen seien der heilige Gral, obwohl man dort nur Leute erreicht, die tagsüber nichts zu tun haben und zu nett sind, aufzulegen, und die Online-Mafo weiterhin für Teufelszeug halten, obwohl inzwischen über 90% online erreichbar sind.

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