6 aus 60 – Eindrücke vom Vortragsprogramm der succeet21

Rückblick

Rund 60 Vorträge, deutlich über 2.000 Teilnehmende: Das Vortragsprogramm der ersten succeet21 war reich gefüllt mit Präsentationen von Marktforschungsdienstleistern aus nah und fern. Hier hier einige Eindrücke von Vorträgen, die die Redaktion von marktforschung.de besucht hat.

Succeet 2021 (Bild: Succeet)
Die erste digitale Succeet 2021 (Bild: succeet)

5:00 Uhr Ortszeit war es in Bend an der Westküste der USA, als Kristin Luck, die frisch-gewählte Esomar-Präsidentin ihren Vortrag "The Future of Insights in a Post-COVID19 World" auch auf der succeet21 präsentierte. Auch wenn ihre deutsche Aussprache des Worts "Enkelfähig" unter der frühen Uhrzeit liet, war der Vortrag, der am Freitag um 14:20h stattfand, ein spätes Highlight der virtuellen Messe. Der Blick der gelernten Investmentbankerin auf die Marktforschungsbranche ist wohltuend klar. Dem Selbstbewußtsein der Branche gibt sie aktuell eine "Sechs" auf einer Skala von 1 bis 10. Es scheint nach dem gelungenen Auftritt nicht unwahrscheinlich, dass Kristin Luck selbst einen großen Anteil daran haben wird, sollte sich das Selbstbewußtsein der Branche in den nächsten Jahren erhöhen.

Natascha Dagneaud von Séissmo hat den Besuchern der Succeet21 in ihrem Vortrag "Web Site Story: KI enthüllt rivalisierende Web-Auftritte!" spannende Einblicke in die Analyse von Webseiten geboten. Bei diesem Ansatz werden nicht nur die Zahlen, sondern das Zusammenwirken von Bilden betrachtet. Dies hat Natascha Dagneaud den Zuhörern auch anhand von zwei interessanten Beispielen aus ganz unterschiedlichen Branchen bildhaft verdeutlicht und einen kostenlosen Sprachkurs gab es gratis dazu.

Johannes Hercher und Theresa Rauh von der Rogator AG veranschaulichten am Donnerstagnachmittag in ihrem Webinar "In drei Schritten erfolgreich zum eigenen Kunden- und Zielgruppen-Panel", worauf es bei dem Aufsetzen eines eigenen Online-Panels ankommt. Während der Erläuterung der 3 Phasen – Klärungs-, Planungs- und Realisierungsphase – gaben sie wichtige Entscheidungstipps und Ratschläge, die bei dem Aufbau eines eigenen Panels Beachtung finden sollten. Abschließend erhielten die Besucher der suceet21 noch einen kurzen Einblick in die neue Community-Software "RogQ-Lab".

Einen weiteren Vortrag von Rogator gab es am Freitag zum Thema "Medienforschung mittels Abonnenten- und Leser-Panels (Case-Study)". Darin berichtet Tanja Seiter vom Burda Verlag, warum sie sich für ein hauseigenes Online Acess Panel mit Rogator entschieden haben. Als größte Vorteile sieht sie die Autarkheit, die Schnelligkeit sowie die Kostenersparnis. Zudem konnten Sie so in kurzer Zeit schon 1000 Leute rekrutieren, die Umsetzung der Befragung erfolgt dabei erstmal ad hoc. "Der Appetit kommt immer beim Essen", so ein schönes Zitat von Johannes Hercher von Rogator, was sinngemäß heißen soll: Erst mit der Nutzung des Tools entdeckt man auch die vielen Möglichkeiten für sich. Viele interessante Einblicke, wobei der Vortrag bzw. das Gespräch auch gerne länger als 17 Minuten hätte gehen können.

In etlichen Web-Seminaren gab es Live-Demonstrationen von Tools und Software. Beeindruckend war zum Beispiel die Demonstration von "Skopos One", einer Research-Plattform, die SKOPOS ursprünglich für Rewe entwickelt hat und nun zum Produkt ausgebaut hat. Oliver Kern und Uta Hümer führten durch erfrischend durch die Website, die den Research-Prozess nachbildet. Dabei erfindet SKOPOS das Rad nicht gänzlich neu, sondern bindet bereits vorhandene Tools wie z.B. die Umfragesoftware von Tivian, Schnittstellen zu Online-Panel oder Tableau geschickt ein. So entsteht eine Lösung, die den Forschungsprozess deutlich automatisiert und womit Rewe die Effizienz von regelmässig wiederkehrenden Studien deutlich erhöhen konnte. Das die Anzeigen auf dem Präsentationslaptop fehlten und stattdessen irgendwelche Bilder für die Demonstration des Anzeigentests verwendet wurden, machte die Präsentation dabei nur noch sympathischer.

Auch Torben Lausten von Office Reports aus Kopenhagen verwendete den Großteil seiner Präsentationszeit mit einer Demo, der von ihm entwickelten Tabellierungs- und Reportingsoftware. Er stellte vor, wie die Software als Add-on in Excel und Powerpoint die Reportingprozesse deutlich vereinfachen konnte. Anhand der zahlreichen Fragen wurde schnell deutlich, dass Lausten damit offensichtlich den Nerv der Branche getroffen hat.

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